patri51.jpg (40591 Byte) Kreuz des Patriarchen von Jerusalem im Kreuzgang des Klosters

    

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Die Denkendorfer Israel-Hilfe

Projekte und Einrichtungen in Israel, die von württembergischen Kirchengemeinden und dem "Denkendorfer Kreis für christlich-jüdische Begegnung" unterstützt werden.

Zur Unterstützung sozialer Einrichtungen in Israel bittet die Arbeitsgruppe "Wege zum Verständnis des Judentums" alljährlich um das Gottesdienst-Opfer von württembergischen Kirchengemeinden am 10. Sonntag nach Trinitatis, dem Israelsonntag.

Aus seit langem gewachsenen Kontakten zu Krankenhäusern, Alten- und Kinderheimen oder Behinderteneinrichtungen wissen wir, dass Menschen und die sie beherbergenden und betreuenden Einrichtungen in Israel auf Hilfe angewiesen sind. Einer Hilfe, die - weil sie von Christinnen und Christen aus Deutschland kommt - mehr bedeutet, als nur eine materielle Unterstützung. Diese Hilfe wird gerade in Israel auch verstanden als Ausdruck des Bemühens, ein neues Verhältnis zwischen Christen und Juden Wirklichkeit werden zu lassen.

Die nachstehend vorgestellten Projekte stehen beispielhaft für die Vielfalt der von der "Denkendorfer Israel-Hilfe" unterstützten Einrichtungen. Dabei ist der "Denkendorfer Israel-Hilfe" nicht zuletzt an der Unterstützung von Initiativen gelegen, die sich den vielfältigen Verständigungsprozessen zwischen unterschiedlichen Bevölkerungs- und Religionsgruppen in Israel verpflichtet wissen.

Für die Abkündigung des Opfers am Israelsonntag in den Kirchengemeinden schlagen wir als Text vor:

"Das Opfer am heutigen Israelsonntag ist für die 'Denkendorfer Israel-Hilfe' bestimmt. Es dient der Unterstützung von Krankenhäusern, Alten- und Kinderheimen oder Behinderteneinrichtungen in Israel, sowie von Initiativen, die sich für die vielfältigen Verständigungsprozesse zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen einsetzen.

Wir können mit unserem Opfer ein Zeichen der Verbundenheit setzen und unserem Bemühen Ausdruck verleihen, nach Jahrhunderten christlicher Judenfeindschaft ein neues Verhältnis von Christen und Juden Wirklichkeit werden zu lassen."

 

Nachstehenden finden sich einige Einrichtungen, die seit Jahren von der "Denkendorfer Israel-Hilfe" unter Verwendung des Opfers vom Israel-Sonntag unterstützt werden. Die Fotos können zur Vergrößerung angeklickt werden.

 

 

      Shaare Zedek Hospital Jerusalem

1873 in Frankfurt/Main gegründet, wurde das Shaare Zedek Hospital 1902 in Jerusalem eröffnet. Der erste Direktor, Dr. Moshe Wallach, wurde aus Köln berufen, die Oberschwester Selma Mayer kam aus Hamburg.

ShaareZedek2.jpg (38199 Byte)Seit 1978 befindet sich das ursprünglich im Herzen Jerusalems gelegene medizinische Zentrum Shaare Zedek (= 'Tore der Gerechtigkeit') am Herzl-Berg. Geprägt wird das Krankenhaus durch die Beachtung der jüdischen Tradition und der jüdischen religiösen Vorschriften. Durch seine medizinische Ausstattung und die besondere Fürsorge für Patientinnen und Patienten hat es sich den Namen "Das Hospital mit Herz" erworben.

Seit seiner Gründung finden in Shaare Zedek alle Bewohner oder Besucher Jerusalems Behandlung und Pflege, seien es Juden, Christen, Muslime oder Angehörige anderer Religionen.

Derzeit unterstützt die "Denkendorfer Israelhilfe" gemeinsam mit dem "Denkendorfer Kreis für christlich-jüdische Begegnung" die Einrichtung einer neuen Notfallambulanz.

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Vor einiger Zeit wurden binnen weniger Minuten zweimal Drillinge in Shaare Zedek geboren.

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Glückliche Mütter in der Geburtsstation von Shaare Zedek.

 

 

Sinai-Stiftung Alters- und Pflegeheim Haifa

Die Sinai-Stiftung will Menschen, die keinen eigenen Haushalt mehr führen können, ein würdiges und lebenswertes Alter ermöglichen, auch wenn sie nicht in der Lage sind, einen teuren Heimplatz zu bezahlen.

Dieses Heim, zu dem der Denkendorfer Kreis schon seit vielen Jahren Kontakt hat, liegt im Stadtteil Achusa auf dem Karmel. Es wird religiös geführt, in der Heimsynagoge finden täglich Gottesdienste statt.

BetAwotSinai.jpg (29673 Byte)Die Heimbewohner stammen aus den unterschiedlichsten europäischen Ländern, vor allem aus Osteuropa. Viele haben Angehörige im Holocaust verloren oder waren selbst in Konzentrationslagern.

"Gerade in einem Altenheim hatte ich erwartet, Leuten zu begegnen, die nach allem, was Deutsche ihnen angetan haben, einfach keine Deutschen mehr ertragen können. Das war überhaupt nicht so. Die alten Menschen empfingen mich überaus offen, freundlich und hilfsbereit", berichtet eine junge deutsche Volontärin aus Stuttgart.

Fotos von der Einweihung der nach dem früheren Heimleiter Meir Adel s.A. benannten neuen Heimsynagoge im Sommer 2001.

 

 

Hodayot - Religiöses Jugenddorf

Das religiöse Jugenddorf Hodayot, gelegen an der Straße von Nazaret nach Tiberias im unteren Galiläa, wurde im Mai 1950 gegründet. Die ersten Jugendlichen waren Immigranten aus Indien. Inzwischen leben 230 junge Israelis und Neueinwanderer zusammen in dem Jugenddorf.

Hodajot2.jpg (30528 Byte)Das Leben im Jugenddorf ist eine Verbindung aus jüdischer Erziehung, sozialen Aktivitäten, Berufsausbildung und Vorbereitung auf die Herausforderungen der Zukunft.

In drei Berufszweigen werden die Jugendlichen ausgebildet: für Jungen Kraftfahrzeugmechaniker, für Mädchen und Jungen Konstruktionszeichnung, und für Mädchen als kombinierte Ausbildung Hauswirtschaft/Sekretärin/Mode.

Hodajot1.jpg (47563 Byte)Hodayot hat es sich zur Aufgabe gemacht, Jugendliche aus den unterschiedlichsten Ländern aufzunehmen, so vor allem auch äthiopische Juden.

Die "Denkendorfer Israel-Hilfe" unterstützt die Arbeit des Jugenddorfes Hodayot seit vielen Jahren regelmäßig mit Spenden.

 

 

Neve Hanna.jpg (10931 Byte)     Kinder- und Jugendheim Neve Hanna

1974 verwirklichte sich der Traum zweier jüdischer Pädagoginnen: in Kiryat Gat, im Süden Israels, konnte das erste Kinder- und Jugendheim eröffnet werden, das sich in seiner Konzeption am Leben Neve Hanna1.jpg (130157 Byte) normaler Familien orientiert. Heute leben in diesem Heim 56 Kinder im Alter von vier bis achtzehn Jahren mit ihren Erzieherinnen in fünf Familiengruppen. Weitere 20 Kinder werden nachmittags im Tageshort betreut.

Alle diese Kinder kommen aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Neve Hanna bietet ihnen die Voraussetzungen, die für eine gesunde Entwicklung notwendig sind.

Zur einer besonderen Aufgabe hat sich Neve Hanna die Begegnung zwischen den jüdischen Heimkindern und SchülerInnen einer Beduinenschule im Negev gemacht.

Die "Denkendorfer Israel-Hilfe" unterstützt Neve Hanna seit Jahren regelmäßig mit Spenden und durch Vermittlung von freiwilligen HelferInnen. Mehrfach waren auch Jugendliche und ErzieherInnen aus Neve Hanna und der Beduinenschule Rahad zu Besuch in Deutschland. Wir arbeiten zusammen mit dem Verein "Neve Hanna Kinderhilfe e.V. Hamburg", über den wir auch Volontäre nach Neve Hanna vermitteln können.

Fotos aus Neve Hanna, die von der Schriftführerin der "Arbeitsgruppe 'Wege zum Verständnis des Judentums'" - Dr. Dagmar Bluthardt - gemacht wurden. Frau Dr. Bluthardt hat über Neve Hanna und die Pädagogin Hanni Ullmann promoviert. Wer diese Arbeit als pdf-Datei der Universität Tübingen lesen möchten: bitte hier anklicken

Zum Tod von Hanni Ullmann haben wir eine Gedenkseite eingerichtet.

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Old Acre10.jpg (9639 Byte) Soziales Zentrum für arabische Jugendliche in Akko

Die Altstadt Akkos ist bis heute überwiegend von arabischen Familien bewohnt. Die Not und Hilfsbedürftigkeit vieler dieser Familien ist freilich sehr groß. Seit Jahren ist die Altstadt zu einem Sammelpunkt für Arme und Wurzellose. Vor wenigen Jahren hat sich eine Gruppe engagierter  akko103.jpg (76140 Byte)Israelaraber zusammengetan, um ein soziales Zentrum für die arabische Bevölkerung in Akko aufzubauen. Es wurden ein Kindergarten geschaffen, Gruppen für Jugendliche aufgebaut, ein Programm zur Förderung der Stellung der Mütter erarbeitet. Schüler bekommen Nachhilfestunden. Kinder aus den ärmsten Familien haben zudem die Möglichkeit, Mahlzeiten zu bekommen. Eine fachlich gutbestückte Kulturabteilung übt Theaterstücke, Malen und andere Aktivitäten mit Kindern und Erwachsenen ein. Auf diesem Feld wird auch ein Schwerpunkt auf die jüdisch-arabische Zusammenarbeit in Akko gelegt.  

 

Telefonseelsorge Jerusalem

Auch in Israel gibt es Telefonseelsorge. Einer der jüdischen Lehrer Denkendorfs - Meir Brom - arbeitet hierbei aktiv mit. Bis vor wenigen Jahren wurde die Telefonseelsorge staatlich unterstützt. Nun reichen auf Grund von Kürzungen die Fördermittel nicht mehr aus. Wir haben erstmals aus Opfermitteln des Israelsonntags 1999 der Jerusalemer Telefonseelsorge einen Betrag überwiesen.

 

 

 

 

Gebetbücher für Neueinwanderer aus den GUS-Ländern

Wir freuen uns über den Zuzug jüdischer EmigrantInnen aus den GUS-Ländern nach Deutschland. IRG14.jpg (55374 Byte) Dadurch erfahren die jüdischen Gemeinden hierzulande seit mehreren Jahren einen beträchtlichen Zuwachs ihrer Gemeindeglieder. Neue Gemeinden sind im Entstehen (in Württemberg derzeit in Ulm). Erstmals haben wir aus Opfermitteln des Israelsonntags 1999 der Israelitischen Religionsgemeinschaft in Stuttgart (IRG) einen Betrag zur Anschaffung von 200 zweisprachigen Siddurim (russisch und deutsch) übergeben. Das Foto links zeigt Joachim Hahn, den Sprecher der Arbeitsgruppe bei der Überreichung eines Schecks an die Vorstandsmitglieder der IRG anlässlich einer Begegnung zwischen Landesbischof Dr. Gerhard Maier (Mitte) mit Vorstand und Repräsentanz der IRG sowie Landesrabbiner Dr. Joel Berger (links) im Mai 2001.

 

 

Wir freuen uns - auch außerhalb des Israelsonntags - jederzeit über die Überweisung von Spenden, die wir ohne Abzug direkt nach Israel weiterleiten. Unser Konto ist bei der Kreissparkasse Esslingen (BLZ 611 500 20), Konto Nr. 80 800 46 (Inhaber: AG "Wege zum Verständnis des Judentums". Zweck: "Denkendorfer Israel-Hilfe"). Eine Spendenbescheinigung wird Ihnen zugeschickt.

 

 

 

 

 

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Stand: 09. Januar 2003