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Der ehemalige "Denkendorfer Pfleghof in Esslingen"

Schwanen ES.jpg (14154 Byte)Ein markantes Gebäude im Herzen der Esslinger Altstadt, die immer wieder eine Reise wert ist, stellt der ehemalige Pfleghof des Kloster Denkendorf dar. Hier die Geschichte dieses Hauses:

 

 

 

Um 1250 beginnen die Arbeiten zu zwei Vorratskellern und der Bau eines Wohnturmes.
1387 sind nachweisbar die ersten Bauten und Umbauten.
Nach 1400 besiegelt Eberhard Lutram den Verkauf des Gebäudes an das Denkendorfer Kloster, das es als Pfleghof verwendet.
1444 werden die ersten Fachwerkteile des heutigen Gebäudes errichtet. Die Traufwand zum Westen hin ist noch offen.
1488 wird der Nachfolgebau rechts vom Eingang errichtet. Der Vorgängerbau war vor 1444 erstellt worden.
1499 ist nach langem Umbau aus dem ehemaligen Holzbauwerk ein stattliches Gebäude mit Stallungen, Lagerhallen und Wohnungen geworden.
Beim Bau wurden u.a. folgende Hölzer verwendet: 
Eiche,    99 Ringe    Fällung Winter 1442/43
Eiche,    61 Ringe    Fällung 1443/44  
Eiche,    88 Ringe    Fällung Winter 1487/88
Eiche,   120 Ringe   Fällung Winter 1487/88
Eiche,    82 Ringe    Fällung Winter 1498/99
Eiche,    87 Ringe    Fällung Winter 1495/96 
Eiche,    87 Ringe    Fällung Winter 1498/99 
Eiche,   144 Ringe   Fällung Winter 1498/99
Die Stämme sind noch im Gebäude vorhanden.
1762 schlägt dem Denkendorfer Pfleghof die schwerste Stunde, als Kammerrat Hettler den Abbruch des inzwischen nicht mehr in guten Zustand befindlichen Gebäudes beantragt, was jedoch von dem Hofgerichtsassessor Knebel und dem Baumeister Gross verhindert werden kann.
1771 veranschlagt Wolfgang Goez, seines Zeichens Kirchenratsbaumeister, die Renovierungskosten auf 1225 Gulden, die genehmigt werden.
1837 erwirbt Braumeister G.A. Storz, Mitglied des Esslinger Stadtrats, das Gebäude, und gibt es 1848 an seinen Vetter August weiter.
1857 erwirbt der Schwanenwirt Häberle das Gebäude und lässt sofort einen zweistockigen Tanzsaal anbauen. Von den Bürgern wird dieser Saal mit Begeisterung genutzt, da er durch seine einmalige Deckenkonstruktion ohne Säulen auskam und mit einer besonders sehenswerten Stuckdecke geschmückt war. Dieser Gebäudeteil musste leider auf Verlangen der Stadt Esslingen im Jahr 1986 abgebrochen werden.
1871 wird das Anwesen von Joh. Jakob Bauer gekauft.
1889 stirbt Joh. Jakob Bauer und seine Witwe Luise stellt als neuen Schwanenwirt Herrn Richard Kellermann ein.
1891 am 27. Mai, kauft die Firma Langheck das gesamte Anwesen für 58.000 Mark. Die 1889 gegründete älteste Transparentfolienfabrik der Welt zieht nunmehr von Göppingen nach Esslingen.
1895 wird der Ausschank sämtlicher Getränke im Gasthof "Zum Schwanen" angezeigt und von der Stadt genehmigt.
1900 am 23. Juli, wird das dingliche Schwankrecht erteilt.
1987 wird nach langjähriger Planung und Sanierung die Brauerei und Gaststätte "Zum Schwanen" wieder eröffnet als Pflegestätte schwäbischer Gastlichkeit.

Krug3klein.jpg (23555 Byte)  Heute bietet das "Brauhaus zum Schwanen" in Esslingen mit seiner eigenen Hausbrauerei den Besuchern ein hohes Maß an Gastlichkeit. 

 

 

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Stand: 07. Februar 2007