patri51.jpg (40591 Byte) Kreuz des Patriarchen von Jerusalem im Kreuzgang des Klosters

    

Willkommen im Kloster Denkendorf

  

Links zu Informationsseiten:

Im Bereich der Sprachhilfe

Erzieherinnen

Diakon/innen 

Beauftragte für Gemeindediakoninnen und -diakone

Sekretär/innen

Kirchenpfleger/innen

Mesner/innen und Hausmeister/innen

   
Bereich "Christen und Juden"

Arbeitsgruppe "Wege zum Verständnis des Judentums"

   
Pastoralkolleg


Kultur im Kloster:

Kreuzgangkonzerte

Ausstellungen


Das Kloster:

Die Geschichte des Klosters Denkendorf

Anmeldung/Anreise

Die Mitarbeiter

Allgemeine Geschäftsbedingungen

 

 


zurück zu: Aktuelle Kreuzgangkonzerte
 
zum Archiv: Kreuzgangkonzerte Nr. 170-189  

Veranstaltungsarchiv - 
Frühere Kreuzgangkonzerte - Konzerte Nr. 190 - 220

Überblick:

220. Kreuzgangkonzert am Samstag, 24. Oktober 2009, 20 Uhr
219. Kreuzgangkonzert am Samstag, 26. September 2009, 20 Uhr  
218. Kreuzgangkonzert am Samstag, 11. Juli 2009, 20 Uhr   
217. Kreuzgangkonzert am Samstag, 9. Mai 2009, 20 Uhr    
216. Kreuzgangkonzert am Samstag, 14. März 2009, 20 Uhr  
215. Kreuzgangkonzert am Samstag, 29. November 2008, 20 Uhr  
214. Kreuzgangkonzert am Samstag, 04. Oktober 2008, 20 Uhr  
213. Kreuzgangkonzert am Samstag, 06. September 2008, 20 Uhr 
212. Kreuzgangkonzert am Samstag, 28. Juni 2008, 20 Uhr  
211. Kreuzgangkonzert am Samstag, 12. April 2008, 20 Uhr  
210. Kreuzgangkonzert am Samstag, 1. März 2008, 20 Uhr  
209. Kreuzgangkonzert am Samstag, 1. Dezember 2009, 20 Uhr  
208. Kreuzgangkonzert am Samstag, 20. Oktober 2007, 20 Uhr   
207. Kreuzgangkonzert am Samstag, 29. September 2007, 20 Uhr  
206. Kreuzgangkonzert am Samstag, 14. Juli 2007, 20 Uhr in der Friedhofskapelle 
205. Kreuzgangkonzert am Samstag, 12. Mai 2007, 20 Uhr
204. Kreuzgangkonzert am Samstag, 10. März 2007, 20 Uhr
203. Kreuzgangkonzert am Samstag 9. Dezember 2006, 20 Uhr
202. Kreuzgangkonzert am Samstag, 4. November 2006, 20 Uhr
201. Kreuzgangkonzert am Samstag, 23. September 2006, 20 Uhr
200. Kreuzgangkonzert am Samstag, 22. Juli 2006, 20 Uhr
199. Kreuzgangkonzert am Samstag, 6. Mai 2006, 20 Uhr
198. Kreuzgangkonzert am Samstag, 1. April 2006, 20 Uhr
197. Kreuzgangkonzert am Samstag, 26. November 2005, 20 Uhr
196. Kreuzgangkonzert am Samstag, 22. Oktober 2005, 20 Uhr 
195. Kreuzgangkonzert am Samstag, 17. September 2005, 20 Uhr
194. Kreuzgangkonzert am Samstag, 18. Juni 2005, 20 Uhr in der Friedhofskapelle
193. Kreuzgangkonzert am Samstag, 9. April 2005, 20 Uhr
192. Kreuzgangkonzert am Samstag, 5. März 2005, 20 Uhr
191. Kreuzgangkonzert am Samstag, 27. November 2004, 20 Uhr
190. Kreuzgangkonzert am Samstag, 23. Oktober 2004, 20 Uhr

   

220. Kreuzgangkonzert am Samstag, 24. Oktober 2009, 20 Uhr   
Wiener Serenade 
 

Der Ausgangspunkt und das Zentrum der Musik der klassischen Epoche und der beginnenden Romantik war Wien. Heute prägen die Werke von Haydn, Mozart, Beethoven und Schubert unser Bild von dieser Zeit. Zur damaligen Wiener Musikkultur gehören aber auch weniger populäre Persönlichkeiten wie z. B. Wolfgang Amadeus Mozarts Sohn Franz Xaver, Anton Diabelli, Leonhard von Call, Ernest Krähmer, Johann Kaspar Mertz und Maximilian Joseph Leidesdorf. – Der Italiener Pasquale Anfossi und der Franzose Nicolas-Marie Dalayrac, beide Opernkomponisten, lebten zwar nicht in Wien, aber ihre Werke waren damals so in Mode, dass sie dort aufgeführt und für verschiedene Besetzungen bearbeitet wurden.
 
Ein großer Teil der Werke unseres Programms stammen aus dem Repertoire eines Flötenensembles um Alois von Gulielmo (1763-1823), einem Wiener Magistratsrat und Flauto d’amore-Spieler. Seine umfangreiche Notenbibliothek ist in einem österreichischen Stift erhalten geblieben. Die Bearbeitungen von Joseph de Palm für Csakans und Flauti d’amore werden erstmals nach 1823 mit Originalinstrumenten zum Klingen gebracht. 
 
Leonhard von Call war im Hauptberuf Beamter, wie Alois von Gulielmo, und mit diesem befreundet. Durch sein Gitarrenspiel und seine Kompositionen prägte er die Wiener Musikszene sehr nachhaltig. Anton Diabelli war Pianist und Gitarrist, später erfolgreicher Musikverleger. Ernest Krähmer wirkte als Oboist in der Wiener Hofoper und wurde bekannt als Csakan-Virtuose, Johann Kaspar Merz als Gitarrist. 
  

Pasquale Anfossi 
1727 – 1797
Terzetto B-Dur/F-Dur für 3 Blockflöten     
Andante – Minuetto
Ernest Krähmer  
1795 – 1837
Originalstücke As-Dur op. 25/4, 1, 3 (1830)  für 2 Csakans  
Allegro moderato – Allegro moderato assai – Rondo, Allegro
Johann Kaspar Mertz  
1806 – 1856
Variations mignonnes a-Moll op. 13/7
für Gitarre solo
Franz Xaver Mozart  
1791 – 1844
3 Polonaises mélancholiques op. 17/1, 5, 6 (1815) von Joseph B. de Palm eingerichtet für 2 Csakans und Flauto d’amore
Leonhard von Call  
1767 – 1815
Serenade G-Dur op. 92 für 2 Traversflöten und Gitarre  
Andante – Andantino – Adagio – Menuetto – Andantino – Rondo, Allegretto 
***
Leonhard von Call  
1767 – 1815  
Trio Des-Dur op. 2/1 (1811)  für 3 Csakans  
Allegro – Andante – Rondo, Allegretto
Maximilian Joseph Leidesdorf  
1787 – 1840
Largo et Rondo Es-Dur/B-Dur  
Nicolas-Marie Dalayrac   
1753 – 1809
Ouverture, Marcia allegretto  aus der Oper "Gulistan" (Paris 1805),
von Joseph B. de Palm eingerichtet für Csakan und 2 Flauti d’amore (mit Flageolett)
Anton Diabelli 
1781 – 1858
Notturno As-Dur op. 123 (1821) für 2 Csakans und Gitarre 
Andante sostenuto – Menuetto – Andante cantabile – Rondo, Allegretto – Marcia, Allegro

Ausführende:   Nik Tarasov, Peter Thalheimer und Eva Praetorius:  Csakans, Blockflöten, Traversflöten und Flauti d'amore  
                        Julian Behr, Gitarre      

     

        

219. Kreuzgangkonzert am Samstag, 26. September 2009, 20 Uhr   
Zwischen Volks- und Kunstlied  
    

Alte deutsche Volkslieder erlebten ihre vorläufig letzte Blütezeit zwischen den beiden Weltkriegen im Umfeld der musikalischen Jugendbewegung (1910-1940). Aus der Begeisterung für alte Lieder entstanden in dieser Zeit – und aus ihrem Geist heraus auch noch etwas später – neu komponierte Lieder im alten Stil. Diese sind kunstvoll, aber nicht Kunstlieder im Sinne des romantischen Liedes, aber auch nicht Volkslieder, weil nicht allgemein verbreitet. In unserem Programm werden alte Lieder in neuen Sätzen und neue Lieder im alten Stil zusammengeführt, so wie es zur Zeit der Jugendbewegung üblich war. Damals war das Singen alter und neuer Lieder und das Musizieren auf historischen Instrumenten für viele ein wichtiger Lebensbestandteil, oft sogar Lebensinhalt.
Während des Nationalsozialismus wurden die Jugendbünde samt ihrer Musik vereinnahmt, gleichgeschaltet und in einer 
dem System entsprechenden Richtung weiterentwickelt. Nach dem 2. Weltkrieg entstand als Reaktion darauf eine pauschale Ablehnung dieses Stils sowie eine weit verbreitete Skepsis gegenüber Volksliedern. 
Heute ist die Musik der Jugendbewegung weitgehend vergessen. Für unser Programm wurde aus einer Vielzahl von Liederbüchern und alten Drucken eine repräsentative Auswahl von Liedsätzen zusammengestellt.
Felicitas Kukuck 
(1914-2001)
Die Brücke (1947) (Hans Bethge) für Singstimme, Blockflöte und Laute
Zwiegespräch mit Freunden – Fern der Heimat – Der Reigen –
Die Laute – Die geheimnisvolle Flöte – Vergnügliche Runde
Hans-Martin Linde
(*1930)
Serenata a tre (1964) für Blockflöte, Viola da gamba und Gitarre
Preludio giocoso – Cadenza lusinganda – Capriccio moderato – Improvisazione amoroso – Notturno dolente
Balladen 
– unerhörte Geschichten
Wilhelm Maler (1902-1976) Es war ein Markgraf überm Rhein 
Hans Schmid-Kayser (1874-1910) Stand ich auf hohem Berge 
Ludwig Weber (1891-1947) Es ritt ein Ritter wohl durch das Ried 
Konrad Lechner (1911-1989) Zwei Spielstücke (1937)
Helmut Bornefeld (1906-1990) Es ging ein Maidlein zarte (1935) 
Walter Hensel (1885-1956) Es war in der Nacht 
Walter Rein (1893-1955) Es ging ein Jungfrau zarte 
Fred Kühlenthal (1908-1943) Und wenn der Himmel regnen will (Ruth Schaumann)
 
 
 
****
Liebesgeschichten Paul Kickstat (1893-1959) Weiß mir ein Blümlein blaue (1. Strophe) 
Konrad Lechner (2. Strophe) 
Fred Kühlenthal (3. Strophe) 
Carl Maria von Weber (1786-1826) Mein Schatz, der ist auf die Wanderschaft hin
Fritz Jöde (1887-1970) Ich mag nicht mehr mein Federbett (Hermann Löns
Helmut Bornefeld All mein Gedanken, die ich hab (1935) 
  
 
 
Hans Chemin-Petit
(1902-1981)
Kleine Suite im alten Stil (1945) für 2 Blockflöten und Viola da gamba
Intrada – Courante – Sarabande – Gavotte – Musette – Gigue 
Abend und Abschied Heinrich Scherrer (1865-1937) Gesegn dich Laub (1911)
Karl Gofferje (1893-1966) (1. Strophe) (1918) 
Georg Götsch (1895-1956) (2. und 3. Strophe) 
Armin Knab (1881-1961) Kaiserkron und Päonien rot (1919) (Joseph von Eichendorff)
Karl Marx (1897-1985) Hört, es klagt die Flöte wieder (Clemens von Brentano
Armin Knab Die Grille hat sich müd gegeigt (1906) (Franz Langheinrich)
Karl Marx Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz (1963)
Karl Gofferje Nun sich der Tag geendet hat (1922) 
Willy Jansen (1897-?) Der Mond ist aufgegangen (Matthias Claudius) (1. Strophe)
Karl Gofferje (2. Strophe) (1918) 
Otto Schneider (3. und 4. Strophe) (1930) 
  
 
 
 
 

Ausführende:  Ute Kreidler, Mezzosopran  
Peter Thalheimer und Eva Praetorius, Blockflöten und Querflöten   
Verena Kronseder, Viola da gamba  
Johannes Vogt, Laute   

  

218. Kreuzgangkonzert am Samstag, 11. Juli 2009, 20 Uhr in der Friedhofskapelle 
Vom Piccolo bis zur Kontrabassflöte: Die Querflötenfamilie  
Gesprächskonzert mit Musik aus fünf Jahrhunderten  

   
Peter Thalheimer, Eva Praetorius und Cornelia Feile spielen und erklären 45 verschiedene Querflöten aus der Sammlung Thalheimer-Praetorius 
   
Elway Bevin (ca.1560 - ca.1640): Browning (ca. 1600) 
Zylindrische Traversflöten nach Originalen des 16. Jahrhunderts (Diskant a1, Alttenor d1, Baß g0) von Neidhard Bousset, Berlin 1980-1990 

Thoinot Arbeau: Basse dance – Tourdion (1588) 
"Fifre", Zylindrische Traversflöte in d2 von Neidhard Bousset, Berlin 1986 

Valerio Buona (ca.1560 - ca.1620): Fantasia (1592) 
2 Zylindrische Alttenor-Traversflöten in d1 nach Originalen des 16. Jahrhunderts von Neidhard Bousset, Berlin 1980/1981; Großbaß d0, Rekonstruktion von Elmar Hofmann, Nürnberg 1996 

Jacques Martin Hotteterre (1680-1761): Brunette – Air anglois (ca.1723)
Konische, dreiteilige Traversflöten in d1, 1 Klappe: Anonymus aus dem Umkreis von J. Hotteterre, Paris ca.1700; Kopie nach Naust von N. Bousset, Berlin 1979; Traversière basse in d0: Kopie nach Charles Delusse von Martin Wenner, Singen 1991 

Georg Philipp Telemann (1681-1767): Fantasia VII (1732) Alla francese – Presto 
Flauto d'amore von Johannes Scherer, Butzbach ca. 1740 

Benoît Guillemant: Gavotte I, II – Villageoise aus "Petite Suite" (1746)
Konische Traversflöten in f1 (Terzflöten), 1 Klappe, von Friedrich Gabriel August Kirst, Potsdam ca.1780, und Jacob Denner, Nürnberg ca.1720 

James Hook (1746-1827): Adagio sostenuto – Allegretto aus dem Trio A-Dur op.133/3 (ca.1815)
Konische Traversflöten in d1: 4 Klappen, von J. P. Staerck, London ca.1815; 7 Klappen, von Tebaldo Monzani, London 1822; konische Traversflöte in a0: Kopie nach Thomas Stanesby, London 1720, von Thomas Fehr, Zürich 1992 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Menuetto Allegretto Des-Dur (1788) aus KV 563, in einer Bearbeitung von J. B. de Palm, Wien (ca.1815) 
Czakan in as1 von Johann Ziegler, Wien um 1830; 2 konische Traversflöten in b0 (Flauti d'amore): 8 Klappen, von Stephan Koch, Wien ca.1820; 6 Klappen, von Ernst Lambertus Kleinert, Breslau ca.1830 

Thomas Lindsay: Scotish Melody "Kinlock of Kinkock" (1828) 
Konische Piccoloflöte, eine Klappe, in b1 (Sixth Flute) von Metzler, London ca.1840; 

Luigi Gianella (1778-1817): Oh Nanny, willt thou gang (op.46/5) (1800)
Konische Traversflöten in f1 (Third Flute), in d1 (Concert Flute) und in b0 (B flat Tenor Flute), 5-7 Klappen, von Tebaldo Monzani, London 1813, 1822, 1814 

***
Luigi Gianella (1778-1817): Mamma mia (op.54/8) aus "Favorit Airs" (1820)
Konische Boehmflöten: in Es von Rudall & Carte, London ca.1890; in C von Rudall & Rose, London 1845; in As von Bühner & Keller, Straßburg ca.1835 

Georg Joseph Vogler (1749-1814): Cantabile D-Dur, bearb. von Th. Boehm (ca.1865)
Zylindrische Boehmflöten in C von Theobald Boehm, München 1851 und Boehm & Mendler, München ca.1875; Zylindrische Boehm-Altflöte in G, unsigniert, wohl Boehm & Mendler, München ca.1870 

Charles Le Thière: Tyrolean Solo (ca.1890) 
Konische Piccoloflöte in C, 7 Klappen, von Carl Kruspe, Erfurt ca.1920 

Georg Heinrich Köhler (1765-1833): Amusement D-Dur (op.113/1) (ca.1820) Adagio – Allegro 
Schwedler-Kruspe-Reformflöten von Carl Kruspe, Leipzig bzw. Erfurt, ca.1915-1920; konische Altflöte in G, 9 Klappen, von Gottlob Hermann Hüller, Schöneck ca.1930

Charles Koechlin (1867-1950): Divertissement (op.91/2) (1923/1924)
Zylindrische Boehmflöten in C von Djalma Julliot, La Couture 1921 und Ferand Chapelain, La Couture ca.1890; Zylindrische Boehm-Altflöte in G von Rudall & Carte, London 1906/1907 

Charles Koechlin: Le Chevrier (op.199/10) (1944) 
Zylindrische Boehm-Terzflöte in Es von Dolnet & Pigis, Mantes ca.1890 

Gordon Jacob (1895-1984): Fugue (ca.1975) 
Konische Boehm-Piccoloflöte in C von Horst Voigt, Stuttgart 1992; zylindrische Boehmflöte in C von Werner Ludwig, Stuttgart 1987; zylindrische Boehm-Altflöte in G von Christian Jäger, München 1988 

Helmut Bornefeld (1906-1990): Tanz mir nicht mit meiner Jungfer Käten (1930)
Zylindrische Boehmflöte in F von Rudall, Carte & Co., London 1885; zylindrische Boehmflöte in C von Muramatsu, Tokyo 1989; zylindrische Boehm-Altflöte in F von C. F. Mollenhauer, Fulda 1981 

Arvo Pärt (*1935): Fratres (1977) für 3 Spieler mit Violoncello und Trommel
2 Zylindrische Boehmflöten in C von Werner Ludwig, Stuttgart 1983, 1987; zylindr. Boehm-Altflöte in G von Armstrong, Elkhart/Indiana 1980; zylindr. Boehm-Bassflöte in C von Christian Jäger, München 1988; zylindr. Boehm-Kontrabassflöte in C von Jean-Yves Roosen, Paris 1988 

    
Ausführende
Triflauto Stuttgart 
Peter Thalheimer, Eva Praetorius, Cornelia Feile, Querflöten 

Bei "Fratres" von Arvo Pärt wirken mit: 
Simon Zimmermann, Violincello    
Gernot Pillat, Trommel  
     

  

217. Kreuzgangkonzert am Samstag, 9. Mai 2009, 20 Uhr 
Quadro
Quartette aus der Zeit 1725-1775  

Das Quadro, also das Quartett der Barockzeit, ist mit drei verschiedenen Instrumenten und dem obligatorischen Basso continuo (Bass-Instrument mit Akkordinstrument) besetzt. Die Variante mit Flöte, Violine, Viola und Bass war einerseits in der Barockzeit relativ selten, andererseits aber zukunftsweisend, weil sie die Frühform des "Flötenquartetts" der Wiener Klassik darstellt. Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Luigi Boccherini und andere Klassiker haben für diese Besetzung geschrieben, und die Bach-Söhne Johann Christian und Johann Christoph Friedrich haben dafür den Weg bereitet.
Die Handschrift des Quartetts von Johann Joachim Quantz gehört zur Musiksammlung der Berliner Singakademie, die seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen war und erst 1999 in Kiew wieder entdeckt wurde. Konsequenter als alle anderen, die für diese Besetzung geschrieben haben, verwirklicht Quantz eine kontrapunktische Gleichberechtigung der Stimmen. 
Der Karlsruher Konzertmeister Sebastian Bodinus experimentierte mit verschiedenen Quadro-Besetzungen, darunter auch mit der des heutigen Programms. Zu seinen Lebzeiten war er bekannt für eine unterhaltsame Melodik und sorgfältige Satztechnik.
Georg Philipp Telemann gilt (neben Johann Gottlieb Janitsch) als einer der bedeutendsten Meister des barocken Quadros. Unser Programm enthält mit dem Quadro g-Moll ein frühes, und mit dem Quadro D-Dur ein spätes Beispiel seiner Quartett-Kunst. 

Johann Joachim Quantz 
1697 – 1773 
Quadro h-Moll QV 4:13 für Traversflöte, Violine, Viola und Basso continuo 
Allegro – Grave e sostenuto – Vivace 
Johann Christoph Friedrich Bach 
1732 – 1795 
Quadro D-Dur (1769)  für Traversflöte, Violine, Viola und Basso continuo 
Allegretto – Minuetto
Georg Philipp Telemann 
1681 – 1767 
Quadro g-Moll TWV 43: g4  für Blockflöte, Violine, Viola und Basso continuo
Allegro – Adagio – Allegro
***  
Sebastian Bodinus 
um 1700 – 1760
Quadro G-Dur  für Traversflöte, Violine, Viola und Basso continuo  
Presto – Adagio un poco – Allegro 
Johann Christian Bach 
1735 – 1782 
Quadro Es-Dur op. 8/6 (um 1775) für Traversflöte, Violine, Viola und Basso continuo
Largo – Allegro spirituo
Georg Philipp Telemann
1681 – 1767 
Quadro D-Dur TWV 43: D4 (nach 1752) für Traversflöte, Violine, Viola und Basso continuo
Adagio – Allegro – Adagio – Allegro

Ausführende
Peter Thalheimer, Blockflöte und Traversflöte 
Angela Leal Rojas, Violine
Kai Köpp, Viola 
Verena Kronseder, Viola da gamba
Ralf Waldner, Cembalo 
   

  

    

216. Kreuzgangkonzert am Samstag, 14. März 2009, 20 Uhr 
Wiener Serenade um 1815 

Der Ausgangspunkt und das Zentrum der Musik der klassischen Epoche und der beginnenden Romantik war Wien. Heute prägen die Werke von Haydn, Mozart, Beethoven und Schubert unser Bild von dieser Zeit. Diese Komponisten bilden aber nur die derzeit populäre Spitze einer Wiener Musikkultur, die ohne hunderte anderer Musiker nicht hätte entstehen können. Ein Adressbuch von Wiener Tonkünstlern, Hof-, Kammer-, Theater- und Kirchenmusikern aus dem Jahr 1823 dokumentiert auf über 300 Seiten eine heute schwer vorstellbare musikalische Vielfalt. In diesem Umfeld lebten auch Stephan Franz, Friedrich Starke und Wenzeslav Matiegka.  
Neben den Standard-Kammermusikbesetzungen wie dem Streichquartett, dem Klaviertrio oder dem Bläseroktett war in der Wiener Musikkultur auch Platz für klangliche Experimente. Zu den ungewöhnlichsten Kombinationen gehörte beispielsweise das Quartett aus Flöte, Viola, Violoncello und Gitarre. Die drei einzigen Wiener Werke, die für diese Besetzung erhalten sind, werden in unserem heutigen Programm 
zusammengefasst.   
Der Anlass zur Gründung des Ensembles Divertimento musicale war die Aufführung des Schubert-Matiegka-Quartettes im Jahr 1985 in Denkendorf. Die entsprechenden Stücke von S. Franz und F. Starke kamen hier dann 1997 zur Aufführung. Weil nach derzeitigem Planungsstand damit zu rechnen ist, dass die Kreuzgangkonzerte zum Ende des Jahres 2009 eingestellt werden müssen, wurden diese drei sehr selten zu hörenden Werke zu einem "Best-of"-Abschiedsprogramm zusammengefasst. 

Stephan (Etienne) Franz
1785 – um 1850 
Potpourri Es-Dur op. 13 (1816) für Csakan, Viola, Violoncello und Gitarre 
Introductione Larghetto–Andante – Moderato–Agitato – Allegretto – Adagio con Expressione–Moderato – Polacca 
Friedrich Starke
1774 – 1835 
Quartett als Serenade concertant G-Dur für Traversflöte, Viola, Violoncello und Gitarre Adagio – Allegro brillante – Siciliano, Andantino – Menuetto, Moderato – Rondo, Allegro ma non troppo
***    
Franz Schubert 
1797 – 1828
Wenzeslav Matiegka  

1773 – 1830
Quartett G-Dur (1814) D 96  
nach dem Notturno op. 21 (1807) von W. Matiegka 
für Traversflöte, Viola, Violoncello und Gitarre 
Moderato – Menuetto – Lento e patetico – Zingara – Thema con Variazioni

   
Ausführende:  
Divertimento musicale Basel/Heidelberg/Nürnberg 

Peter Thalheimer, Traversflöte und Csakan 
Dorothea Jappe, Viola 
Michael Jappe, Violoncello 
Johannes Vogt, Gitarre 

  

 

 

215. Kreuzgangkonzert am Samstag, 29. November 2008, 20 Uhr 
Stille Musik 

clavicord.jpg (9823 Byte)Das Clavichord ist das leiseste aller Tasten-instrumente. Sein Ton wird durch Tangenten aus Metall erzeugt, die quer zum Spieler verlaufende Saiten von unten berühren und zugleich abteilen. Weil die Tangenten auch nach dem Anschlag die Saiten noch berühren, kann der Ton vom Spieler mehr beeinflusst werden als bei anderen Tasteninstrumenten. 
Das Clavichord ist zugleich auch das älteste aller Tasteninstrumente. Vermutlich ist es schon im 13. Jahrhundert entstanden. Im 18. Jahrhundert war es das Haus- und Übeinstrument der Organisten und Cembalisten und wurde deshalb einfach Clavier genannt. Seine Blütezeit erlebte es in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, insbesondere bei den Komponisten des empfindsamen Stils. In dieser Zeit wurden die kleinen, einchörigen Clavichorde, die sich nur zur Hausmusik eignen, zu größeren und „lauteren“, mehrchörigen Konzertinstrumenten weiterentwickelt. Ein solches Instrument werden Sie hören, gebaut nach einem Original von Johann Adolph Hass, Hamburg 1767. 
Carl Philipp Emanuel Bach gilt als bedeutendster Vertreter der musikalischen Empfindsamkeit. Wie er waren Johann Ludwig Krebs und Johann Philipp Kirnberger Schüler von Johann Sebastian Bach. Carl Philipp Emanuel und Johann Christian Fischer lebten zeitweise am Hof Friedichs II. in Berlin. Johann Philipp Kirnberger war der Kompositionslehrer von Friedrichs jüngerer Schwester Anna Amalia. – Johann Wilhelm Häßler stammte aus Erfurt und war ein bekannter Clavichord-Spieler. Er pflegte einen intensiven Kontakt zu Carl Philipp Emanuel Bach in dessen Hamburger Zeit.  

Johann Wilhelm Häßler
1747 – 1822
Sonate V F-Dur (1780) für Clavier
Allegretto, con grazia – Adagio e sostenuto – Presto assai
Anna Amalia von Preußen 
1723 – 1787 
Sonate F-Dur (1771) für Traversflöte und Basso continuo
Adagio – Allegretto – Allegro ma non troppo
Johann Christian Fischer 
1733 – 1800 
Sonate d-Moll (um 1780) für Traversflöte und Basso continuo  
Adagio – Allegro molto – Menuet con variazioni
Kaspar Fritz
1716 – 1783 
Sonate op. 2/4 e-Moll für Traversflöte und Basso continuo
Andante – Allegro – Gratioso
***      
Johann Ludwig Krebs 
1713 – 1780
Sonate e-Moll (1762) für Traversflöte und obligates Clavier
Largo – Vivace – Affettuoso – Menuetto 1, 2 – Polonaise
Carl Philipp Emanuel Bach 
1714 – 1788
Rondo G-Dur Wq 57.3 (1781) für Clavier
  
Johann Philipp Kirnberger
1721 – 1783 
Sonate Nr. 4 e-Moll für Traversflöte und Basso continuo
Adagio – Allegro – Menuetto con Variationi 


Ausführende
Peter Thalheimer, Traversflöte
Ralf Waldner, Clavichord

 

  

 

 

 

214. Kreuzgangkonzert am Samstag, 04. Oktober 2008, 20 Uhr 
Flauto e voce  

Das Zusammenwirken von Flöte und Singstimme, also Flauto e Voce, ist eine bis ins Mittelalter zurück zu verfolgende Idee. Im 18. Jahrhundert dienten die Flöten meist als Klangkolorit für ganz bestimmte Affekte, z. B. für Liebesfreud und Liebesleid (Bach, Heinichen, Wilderer, Händel) und Schlaf (Wilderer). Dieser Einsatz der Flötenklangfarbe ist gleichermaßen in geistlichen Kantaten (Bach), in weltlichen Kantaten (Händel) und in barocken Opern (Händel, Wilderer, Heinichen) zu finden. 
Die Werke des Düsseldorfer Kapellmeisters J. H. von Wilderer wurden von Johann Sebastian Bach so geschätzt, dass er einzelne Sätze abschrieb. Heute ist seine Musik vergessen, insbesondere seine Opern. Sie enthalten jedoch ungewöhnlich stimmungsvolle Einzelsätze, die ausdrücklich mit drei bzw. vier Blockflöten besetzt sind. 
J. S. Bachs Weihnachtskantate "Ehre sei Gott in der Höhe" BWV 197a ist nur unvollständig erhalten. Einzelne Sätze sind jedoch modifiziert in der Trauungskantate "Gott ist unsre Zuversicht" überliefert. Diethard Hellmann hat 1964 die Arie "O du angenehmer Schatz" nach der Zweitfassung rekonstruiert. Die Werke mit Singstimme werden ergänzt durch Instrumentalmusik von J. B. de Boismortier, G. Ph. Telemann und einem anonymen Komponisten. Der Anonymus stammt aus dem Umfeld Friedrichs des Großen und seiner beiden Schwestern Luise Ulrike und Anna Amalia. Das ungewöhnliche Stück wurde kürzlich von Klaus Hofmann in der Berliner Amalien-Bibliothek entdeckt.
     
Joseph Bodin de Boismortier 
1689 – 1755 
Sonata g-Moll op. 34/1 (1731) für 3 Traversflöten und Basso continuo
Adagio – Presto – Adagio – Allegro 
Georg Friedrich Händel
1685 – 1759
Può ben nascer tra li boschi  Arie aus der Oper "Giustino" (1736)
für Altus, 4 Blockflöten und Basso continuo
Johann Hugo von Wilderer 
1670 – 1724
Potrai vedermi piangere  Arie aus der Oper "La Monarchia stabilata" (1703) für Altus, 3 Blockflöten und Basso continuo 
Anonymus Concerto F-Dur (um 1735) für Blockflöte und obligates Cembalo
Allegro – Largo – Presto 
Johann Sebastian Bach 
1685 – 1750
Komm, leite mich  Arie aus der Kantate BWV 175 (1725)
für Altus, 3 Blockflöten und Basso continuo
O du angenehmer Schatz Rekonstruierte Arie aus der Kantate BWV 197a (um 1728) für Altus, 2 Traversflöten, Viola da gamba und Basso continuo
***
Joseph Bodin de Boismortier
1689 – 1755 
Sonata a-Moll op. 34/6 (1731) für Blockflöte, 2 Traversflöten und Basso continuo
Adagio – Allegro – Largo – Allegro 
Georg Friedrich Händel 
1685 – 1759 
Mi palpita il cor HWV 132 Kantate für Altus, Traversflöte und Basso continuo
Arioso e Recitativo – Aria – Recitativo – Aria 
Georg Philipp Telemann
1681 – 1767 
Sonata g-moll TWV 42: g 7  für Traversflöte, Viola da gamba und Basso continuo
Siciliana – Allegro – Adagio – Allegro assai
Johann David Heinichen
1683 – 1729 
Mira le mie pupille Arie aus der Serenata "Zeffiro e Clori" (1714)
für Altus, 4 Blockflöten und Basso continuo
Johann Hugo von Wilderer
1670 – 1724 
La voce, che appena intende il mio core Arie aus der Oper "Giocasta" (1696)
für Altus, 4 Blockflöten und Basso continuo

Ausführende
Ralf Popken, Altus    
Peter Thalheimer, Claudia Lange, Daniela Holweg, Eva Praetorius, Blockflöten und Traversflöten 
Verena Kronseder, Viola da gamba     
Ralf Waldner, Cembalo


  
      

 

213. Kreuzgangkonzert am Samstag, 06. September 2008, 20 Uhr 
Canti amorosi  

Liebeslieder von Girolamo Frescobaldi und Giulio Caccini,  
Lautenmusik von Giovanni Girolamo Kapsberger, Alessandro Piccinini  und Belerofonte Castaldi  
 
Unser Programm Canti amorosi mit Liebesliedern von Giulio Caccini und Girolamo Frescobaldi spannt einen inhaltlichen Bogen von der ersten überschwänglichen Liebe über Sehnen und Enttäuschung bis zum bitteren, leidvollen Ende einer Liebesbeziehung. Die Lieder sind um 1600 entstanden, also in den ersten Jahren nach der Entwicklung einer neuen, monodischen Satztechnik, die auch die frühe italienische Oper geprägt hat. Charakteristisch für diesen Stil sind das freie, ausdrucksvolle Deklamieren einer Singstimme und die Begleitung durch ein variables Akkord-instrument. Noch vor dem Cembalo galt die Laute als das ideale Begleitinstrument für italienische monodische Gesänge. Die Laute war jedoch im 17. Jahrhundert nicht nur Begleit-, sondern auch vielseitiges Soloinstrument. So umfassen die Lautensoli von Alessandro Piccinini, Belerofonte Castaldi und Giovanni Girolamo Kapsberger zwischen den Liedgruppen freie, quasi-improvisierte Formen, streng kontrapunktisch gearbeitete Stücke und auch stilisierte Tanzsätze.  
    
Giulio Caccini d’oriente (1545–1618) Dalla porta 
Girolamo Frescobaldi (1583–1643) Se l’aura spira tutta vezzosa
Giulio Caccini  Torna, deh torna (Romanesca)
Alessandro Piccinini (um 1560–um 1636) Toccata
Belerofonte Castaldi (um 1581–nach 1646) Cacchina Corrente
Girolamo Frescobaldi A miei pianti al fine un dí
Giulio Caccini  Amor l’ali m’impenna 
Giulio Caccini  Amarilli, mia bella
Giovanni Girolamo Kapsberger (1580–1651) Passacaglia
Belerofonte Castaldi Sonata 1
Giulio Caccini  Alme luci beate 
Giulio Caccini O che felice giorno 
****
Giulio Caccini  Al fonte al prato
Girolamo Frescobaldi Cosi mi disprezzate
Belerofonte Castaldi Arpeggio a mio modo
Giovanni Girolamo Kapsberger Capona
Giulio Caccini A quei sospir ardenti
Girolamo Frescobaldi  Non mi negate, ohime
Giulio Caccini La bella man vi stringo
Giovanni Girolamo Kapsberger  Canzone prima
Belerofonte Castaldi  Cromatica Corrente
Girolamo Frescobaldi Vanne, o carta amorosa
Girolamo Frescobaldi Ti lascio
Giulio Caccini  Amor ch’attendi 

    
  Ausführende: Ute Kreidler, Sopran,  Johannes Vogt, Laute 

     

      

  

212. Kreuzgangkonzert in der Friedhofskapelle am Samstag, 28. Juni 2008, 20 Uhr 
Divertimento flautistico
   

Divertimento flautistico ("flötistische Unterhaltung") hat Leonardo De Lorenzo sein Quintett genannt – und zugleich Sinfonietta, also "kleine Sinfonie". Großes Quartett überschrieben Antonio Minasi und Eugène Walkiers ihre Werke. Damit wird auf die Dimensionen dieser Stücke angespielt, die deutlich über das hinausgehen, was sonst in der Flötenquartett- und quintettliteratur üblich ist. Streichquartette oder -quintette aus derselben Zeit haben dagegen immer diese Ausdehnung, die bei Walckiers, Minasi und De Lorenzo zwischen 16 und 32 Minuten Aufführungsdauer liegt. Die formale Anlage hochromantischer Kammermusik braucht diese Zeit, um musikalische Ideen darzustellen und erschöpfend zu verarbeiten. Wir, die wir zunehmend an Aufführungen von Einzelsätzen und an "Best-of"-Sendungen gewöhnt werden, sollten uns auch einmal die Zeit nehmen, längere Werke zu hören und uns der ausführlichen Darstellung einer musikalischen Atmosphäre nicht verweigern.
      
Giuseppe Richter war Flötist in Ludwigslust und schrieb für das Wiener Flötenensemble um Alois von Gulielmo 57 Flötenquartette und 5 Quintette. – Eugène Walckiers stammte aus Avesnes im französischen Teil Flanderns. Er war Flötenvirtuose und Kompositionsschüler von Anton Reicha. – Antonio Minasi wurde in Italien geboren und lebte als Flötist und Komponist in London. – Leonardo De Lorenzo kam als Emmigrant von Italien in die USA. Dort wirkte er als Soloflötist in New York, Minneapolis und Los Angeles. Etwa 300 Kompositionen sind von ihm erhalten, alle in einem romantisch-virtuosen und für seine Zeit sehr traditionellen Stil. 
   
Das Programm:
Giuseppe Richter 
   
Quintett F-Dur (um 1823) für 4 Querflöten und Altquerflöte 
Poco Adagio – Polonaise 
Eugène Walckiers
1793 – 1866     
Großes Konzert-Quartett fis-Moll op. 46 (um 1840) für 4 Querflöten 
Allegro non tanto – Andante – Scherzo – Finale

***
   
Antonio Minasi  Großes Quartett A-Dur (um 1860) für 4 Querflöten
Largo-Moderato – Adagio – Scherzo,  Allegro assai – Rondo, Allegro vivace non troppo
Leonardo De Lorenzo 
1875 – 1962 
Sinfonietta "Divertimento flautistico" op. 75 (1933) für 4 Querflöten und Altquerflöte
Mattinata e Fughetta – Serenata breve a Pan – Allegro finale

Ausführende:   Judith Betsch, Cornelia Feile, Daniela Holweg, Eva Praetorius und Peter Thalheimer,  Querflöten

    

 

 

211. Kreuzgangkonzert am Samstag, 12. April 2008, 20 Uhr
Hofmusik in Berlin, Stuttgart und Stockholm
 
  

Im 18. Jahrhundert waren die Höfe weltlicher und geistlicher Fürsten die Zentren der Pflege instrumentaler Kammermusik. Als Musiker oder Komponist konnte man nur durch eine Anstellung an einem Hof oder bei der Kirche ein geregeltes Einkommen erwarten. Die Kammermusik war im 18. Jahrhundert also immer geprägt von den jeweiligen Herrschern und ihrem musikalischen Geschmack: In Berlin gab Friedrich II., der Große, in Stuttgart der württembergische Erbprinz Friedrich Ludwig, dessen Tochter Luisa Friderica (1722-1791), und später Herzog Karl Eugen den Ton an. Die Prinzessin spielte Laute und sammelte Notenmanuskripte. Sie wurde 1746 mit dem Erbprinzen Friedrich von Mecklenburg verheiratet und bestieg mit ihm 1756 in Schwerin den herzoglichen Thron. 
Zwischen der Hofmusik in Berlin und Stuttgart bilden die Werke Georg Philipp Telemanns ein verbindendes Element. Telemann war zwar nicht in Berlin oder Stuttgart, sondern in Frankfurt/Main und später in Hamburg angestellt, seine Werke wurden aber damals sowohl in Berlin als auch in Stuttgart geschätzt und aus Abschriften gespielt. 
Der Böhme Jiří Čart und Karl Heinrich Graun gehörten zur Hofkapelle Friedrichs II. in Potsdam und Berlin. Carl Friedrich Abel, der aus Köthen stammte und lange Jahre in London gelebt hatte, kam erst in den achtziger Jahren nach Potsdam, als Friedrichs Sohn Friedrich Wilhelm an der Macht war.
Der Italiener Pietro Nardini war der berühmteste Schüler des Geigers Tartini. In Stuttgart verhalf er der Hofmusik zur Zeit Karl Eugens zu internationalem Ansehen. 
  

Georg Philipp Telemann 
1681 – 1767  
Quartett A-Dur TWV 43: A 2 (1733)  für 2 Traversflöten, Viola da gamba und Basso continuo  
Vivace – Largo – Allegro
Carl Heinrich Graun 
1703/04 – 1759 
Triosonate F-Dur  für 2 Traversflöten und Basso continuo
Largo – Poco Allegro – Andante – Vivace 
Carl Friedrich Abel  
1723 – 1787  
Adagio und Allegro d-Moll
für Viola da gamba solo
Jiří Čart  
1708 – 1778 
Triosonate G-Dur  für 2 Traversflöten und Basso continuo
Largo – Allegro non molto – Vivace 
*** 
Pietro Nardini  
1722 – 1793 
Triosonate C-Dur für 2 Traversflöten und Basso continuo  
(Allegro) – Adagio assai – Tempo di Minue
Anonymus   Pieces choisies pour le Lut Pour Son Altesse Serenißime Madame la Prinßsesse Louise de Württemberg        Capricce – La Tournée – Menuet – Carillon des chloches de Vienne
Georg Philipp Telemann 
1681 – 1767  
Quartett e-Moll TWV 43: e 3 (1733) für 2 Traversflöten, Viola da gamba und Basso continuo
Largo – Presto – Cantabile – Allegro


Ausführende:
   
Peter Thalheimer und Eva Praetorius,
Traversflöten
Verena Kronseder,
Viola da gamba

Johannes Vogt,
Laute

 

 

 

210. Kreuzgangkonzert am Samstag, 1. März 2008, 20 Uhr  
Schottische und afrikanische Lieder
   

Schottische Lieder aus der Zeit um 1825 und afrikanische Lieder um 1925 haben gemeinsam, dass sie zu ihrer Zeit in Deutschland als „exotisch“ galten. Ludwig van Beethoven und Carl Maria von Weber haben – wie auch Haydn, Pleyel, Hummel und andere – auf Bestellung des schottischen Liedersammlers und Verlegers Georg Thomson (1757-1851) schottische Lieder bearbeitet und für Singstimme und Instrumente gesetzt. Beethoven schrieb 126 Sätze für Thomson, Weber dagegen nur zehn. Für den deutschen Erstdruck ließ Weber die englischen Texte durch deutsche Nachdichtungen ersetzen. Die charakteristisch-folkloristischen Melodien und Texte erscheinen bei Beethoven und Weber in einem klassisch-romantischen Klangbild. Texte afrikanischer Dichter waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Europa weitgehend tabuisiert. Trotzdem vertonte Maurice Ravel französische Nachdichtungen von Evariste Parny und kleidete sie in impressionistische Farben. Helmut Bornefeld wird 1931 wegen seines eigenen musikalischen Stils und der Vertonung afrikanischer Texte als „Kulturbolschewist“ verfemt. Die Uraufführung dieses Liederzyklus’ konnte deshalb erst nach dem Krieg stattfinden. Zwischen den Liedergruppen stehen zwei unbeschwerte Instrumentalstücke. Karl Hoyer, ein Schüler Max Regers, war Organist in Reval, Chemnitz und Leipzig. Franz Doppler war Flötist, reisender Virtuose und Kapellmeister in Wien.

Ludwig van Beethoven
1770 – 1825 
 
 
 
 
Schottische Lieder (1818/1822)
für Singstimme, Querflöte, Violine, Violoncello und Klavier
Faithfu’ Johnie (op. 108/20)
The sweetest lad was Jamie (op. 108/5)
Jeanie’s distress (op. 108/21)
Highland Harry (WoO 156/6)
Karl Hoyer 
1891 – 1936
 
Suite im alten Stil op. 63 (um 1934) 
für Querflöte, Violine und Klavier
Präludium – Chaconne – Menuett – Giga 
Maurice Ravel 
1875 – 1937  
 
 
  
Chansons madécasses (1926) 
für Singstimme, Querflöte (mit Piccolo), Violoncello und Klavier
Nahandove
Aoua! Méfiez-vous des blancs
Il est doux 
****  
Helmut Bornefeld 
1906 – 1990 
 
 
 
 
 
 
 
Afrika singt (1931)
für Singstimme und Klavier
Was wirst Du sagen? (Komm, Bruder! Komm!)
Ströme (Ich habe Ströme kennen gelernt)
Auch ich bin Amerika (Ich bin der dunklere Bruder)
Hausknecht (Ich muß immer „ja, Herr“ sagen)
Nachtklub Harlem (Schwarz der Blick und schwarz das Haar)
Zwischen Schwarz und Weiß (Mein Vater: weißer Mann im Glück)
Vorblick (Es kommt noch der Tag)
Franz Doppler
1821 – 1883 
Nocturne op. 19 (um 1866)
für Querflöte, Violine, Violoncello und Klavier
Carl Maria von Weber 
1786 – 1826 
 
 
 
 
Schottische Lieder (1825/1826) 
für Singstimme, Querflöte, Violine, Violoncello und Klavier
O komm, Geliebter, weile nicht!
Wo ich auch wandle, wohin ich schau
John Anderson, my joy
Robin is my only jo

Ausführende: 
Ute Kreidler, Mezzosopran
Peter Thalheimer, Querflöte
Muriel Bardon,
Violine
Hélène Godefroy, Violoncello

Alexandra Ismer,
Klavier  

 

 

 

209. Kreuzgangkonzert am Samstag, 1. Dezember 2007, 20 Uhr 
Flöten und Harfe

Werke von G. Ph. Telemann, A. G. Heyse, H. Berlioz (Trio aus 'Die Kindheit Jesu'), L. Spohr, G. Gariboldi, J. Lauber und Ph. Gaubert

Die Harfe ist im christlichen Lebensraum das Instrument der Könige und der Engel. Dieser alte Symbolismus erklärt, warum Hector Berlioz in sein groß besetztes Oratorium "L’Enfance du Christ" (Die Kindheit Jesu) ein meditatives Trio für zwei Flöten und Harfe eingeschoben hat. Dieses atmosphärische Stück bildet das Zentrum unseres vorweihnachtlichen Programms. 
In dem kleinen Trio ("Trietto") von Georg Philipp Telemann übernimmt die Harfe den begleitenden Basso continuo, wie es in der Barockzeit von Monteverdi bis Händel immer wieder empfohlen wird. Von Anton Gottlieb Heyse und Franz Anton Hoffmeister kommen zwei frühe klassische Originalkompositionen für Flöte und Harfe zur Aufführung. Bei dem Hallenser Heyse steht dabei mehr die Flöte, bei dem Wiener Hoffmeister mehr die Harfe im Vordergrund. 
Der Geiger Louis Spohr schrieb mit seiner Fantasie op. 35 eines der berühmtesten und schönsten Harfensoli der klassisch-romantischen Epoche.
"La Passione" (Die Leidenschaft) des italie-nischen Flötisten Giuseppe Gariboldi knüpft an das typisch romantische Ideal des Harfen-klangs an, dem auch Berlioz verpflichtet ist. 
Der Dirigent und Flötist Philippe Gaubert huldigt mit seinem "Divertissement grec" ("griechische Unterhaltungsmusik") ganz den zentralen Ideen des französischen Impressionismus, also dem Archaischen und der Exotik. Vielleicht könnte man bei diesem Stück auch schon an den Zug der "Weisen aus dem Morgenland" denken...
 

Georg Philipp Telemann
1681 – 1767
Trietto D-Dur (1731)  für 2 Querflöten und Harfe
Vivace – Andante – Vivace
Anton Gottlieb Heyse Sonata G-Dur op. 4 (1795) für Querflöte und Harfe
Allegro moderato – Tempo di Minuetto – Presto 
Louis Spohr 
1784 – 1859 
Fantasie c-Moll op. 35 (1807)
für Harfe solo
Hector Berlioz 
1803 – 1869 
Trio D-Dur (1850/1854) aus "L’Enfance du Christ" op. 25 für 2 Querflöten und Harfe
Lento avec solennité – Andante espressivo – Allegro vivo 
***
Franz Anton Hoffmeister
1754 – 1812 
Sonate F-Dur (um 1800) für Harfe und Querflöte
Allegro – Poco adagio – Menuett – Rondo Allegretto - Allegro
Giuseppe Gariboldi 
1833 – 1905 
La Passione G-Dur op. 8 (1854) für Querflöte und Harfe
 
Philippe Gaubert 
1879 – 1941 
Divertissement grec A-Dur (1908) für 2 Querflöten und Harfe
  

 
Ausführende: 

Peter Thalheimer, Querflöte 
Eva Praetorius, Querflöte

Susanne Högl, Harfe

 

 

208. Kreuzgangkonzert am Samstag, 20. Oktober 2007, 20 Uhr 
Notturni und Pastoralen 

Zur Zeit Mozarts und Beethovens verstand man unter einem Notturno eine "Nachtmusik", ein heiteres, manchmal auch virtuoses, aber nie tiefsinniges oder trauriges Musikstück. Notturni sind also vergleichbar mit Serenaden oder Divertimenti. Das bekannteste Beispiel dafür ist Mozarts "Kleine Nachtmusik". Im Notturno-Stil wurde um 1780 sogar gelegentlich noch für verschiedene Blockflöten geschrieben, obwohl diese Instrumente sonst schon aus der Mode waren: Der Wiener Albrechtsberger schrieb für Altblockflöte, Mancinelli aus Bologna für zwei b1-Sopranflöten und der Kölner Geiger Eisenmann sogar für die kleine Sopraninoblockflöte. 
Das Motto des 2. Teils wird von den Pastoralen ("Hirtenmusiken") des Böhmen Martinu vorgegeben. Wegen seiner großen und ungewöhnlichen Besetzung kommt dieses klassizistische, heitere Nonett nur äußerst selten zur Aufführung.
Die Präludien und Fugen von Ambrosius sind zwar strenger komponiert, bleiben jedoch traditionelle "Musik im alten Stil". – Britten hat sein kleines, witziges Scherzo für ein englisches Laienensemble mit Blockflöten und Klarinette geschrieben, und Hindemiths Walzer ist eher eine skurrile Karikatur. Mit dem kurzen Flötensolo aus dem "Abendkonzert" des "Plöner Musiktages" wird die Verbindung zu den "Nachtmusiken" des ersten Teils hergestellt. 
Der erste Teil des Programms wird in tiefer Stimmung mit historischen Instrumenten gespielt, der zweite in hoher Stimmung mit "modernen" Instrumenten. So bietet sich an diesem Abend die seltene Gelegenheit, historisches und heutiges Instrumentarium direkt hintereinander zu hören.   

Domenico Mancinelli 
ca. 1735 – 1802
 
 
Quintetto I-III F-Dur, B-Dur, F-Dur (1780) für 2 Blockflöten, 2 Violinen und Violoncello
Allegro moderato – Minuetto 
Allegro moderato – Non tanto Allegro 
Moderato – Presto 
Johann Georg Albrechtsberger
1736 – 1809
Notturno à 4 B-Dur (1777) für Blockflöte, 2 Violinen und Violoncello
Allegro moderato – Adagio un poco – Menuetto, Trio – Rondo
Angelus Anton Eisenmann
Concerto F-Dur (um 1785) für Flauto piccolo, 2 Violinen und Violoncello
Allegro moderato – Andante – Rondo moderato
Domenico Mancinelli 
ca. 1735 – 1802 
Quintetto V-VI F-Dur, B-Dur (1780) für 2 Blockflöten, 2 Violinen und Violoncello
Andante – Presto 
Andante – Presto
***
Hermann Ambrosius
1897 – 1983 
Präludien und Fugen (1935)
für Querflöte und 2 Violinen
Benjamin Britten 
1913 – 1976 
Scherzo (1955)
Für 4 Blockflöten und Klarinette
Paul Hindemith
1895 – 1963
Flötensolo – Walzer (1932) aus dem "Plöner Musiktag" 
für Querflöte, Klarinette, 2 Violinen und Violoncello
Bohuslav Martinu 
1890 – 1959
  
Pastorals (1951)
  für 5 Blockflöten, 2 Violinen, Klarinette und Violoncello
Poco Allegro – Moderato – Allegro poco moderato

Ensemble der Denkendorfer Kreuzgangkonzerte:  

Peter Thalheimer, Blockflöte und Querflöte 
Eva Praetorius, Claudia Lange,
Daniela Holweg, Elke Theil, Blockflöte 
Otto Kronthaler, Klarinette 

Katja Schönwitz, Violine 
Michael Gusenbauer, Violine
Uta Schönwitz, Violoncello

 

 

207. Kreuzgangkonzert am Samstag, 29. September 2007, 20 Uhr 
Concertino a quattro 

Aus der traditionellen Triosonate für zwei Melodieinstrumente und Generalbass (Bass-Melodie-Instrument und Cembalo) entwickelte sich um 1730 in Frankreich eine Variante, bei der sich das Bassinstrument (Viola da gamba, Violoncello) vom Generalbass "emanzipierte" und zum (fast) gleichberechtigten Partner der Oberstimmen wurde. Das so entstandene Quatuor oder Quadro mit zwei Diskant- und einer Bassstimme blieb etwa für zwei Jahrzehnte modern. Molters Werktitel Concertino a quattro macht deutlich, um was es dabei geht: das Konzertieren zu Viert (ohne ein begleitendes Orchester).  

In unserem Programm repräsentieren die Werke von Molter, Telemann, Quentin und Guillemain diese Musizierform. Stilistisch war um 1740 der alte Gegensatz zwischen italienischem und französischem "Geschmack" schon überwunden: In Frankreich und Deutschland wurde von der "Wiedervereinigung der Stile" gesprochen, und die Einflüsse der Empfindsamkeit und des Galanten Stils sind schon deutlich zu spüren. Molter und Bodinus wirkten am Markgräflichen Hof in Karlsruhe, also etwas abseits von der damaligen internationalen Szene. Zu ihrer Zeit erlebte dort die frühe Form der kleinen Viola d’amore (ohne Resonanzsaiten) eine kurze und letzte Blütezeit. 
Telemanns Quadro gehört zu dessen "Pariser Quartetten", einer Sammlung, die für französische Musiker geschrieben wurde und denen Telemann in Paris seinen großen Erfolg verdankte. Sein Werk verbindet den ersten Teil des Programms, der in Deutschland entstandene Musik umfasst, mit dem zweiten, der aus französischen Stücken besteht. 
 
Das Programm:

Johann Melchior Molter
1696-1765
 
Concertino a quattro C-Dur (ca. 1745) 
für Traversflöte, Viola d'amore, Viola da gamba und Basso continuo
Moderato – Allegro – Menuetto
Sebastian Bodinus
um 1700-1759
 
Sonata a-Moll "per un Soprano Viol" (ca. 1730)
für Viola d'amore und Basso continuo
Vivace – (Allegro) – Grave – Tempo di Menuet
Georg Philipp Telemann
1681-1767
 
Quadro G-Dur TWV 43: G 1 (1730) 
für Traversflöte, Violine, Viola da gamba und Basso continuo
Grave-Allgro-Grave-Allegro - Largo-Presto - Largo-Allegro 
***
Jean Baptist Quentin
 
  
Sonate e-Moll op. 10/3 (ca. 1740)
für Traversflöte, Violine, Viola da gamba und Basso continuo
Un poco Allegro - Adagio - Gavotta I,II,I - Allegro
Joseph Bodin de Boismortier
1682-1765
 
Sonata e-Moll op. 91/4 (ca. 1742)
für Traversflöte und obligates Cembalo
Gayement - Gracieusement - Gayement
Louis-Gabriel Guillemain
1705-1770
 
Sonate en quatuor d-moll op. 12/3 (1743) 
für Traversflöte, Violine, Viola da gamba und Basso continuo 
Allegro - Larghetto - Aria - Allegro


Ausführende:

Divertimento musicale
Peter Thalheimer, Traversflöte, 
Dorothea Jappe, Violine und Viola d'amore
Michael Jappe, Viola da gamba  
Oscar Milani, Cembalo  

  

 

 

 

206. Kreuzgangkonzert am Samstag, 14. Juli 2007, 20 Uhr in der Friedhofskapelle 
15 Jahre - Flute Band '92  

In Irland, in den USA und in Japan haben große Querflötenensembles eigenständige Traditionen hervorgebracht. Dagegen ist in Deutschland die Faszination dieses Klangkörpers und sein vielfältiges Repertoire noch weitgehend unbekannt. Im Jahr 1988 fand deshalb in Denkendorf ein erstes Konzert mit großem Querflötenensemble statt. Aus Spaß am gemeinsamen Musizieren und Interesse an dem ungewöhnlichen Repertoire fanden sich die MitspielerInnen dieses Konzertes dann zur Flute Band ’92 zusammen. Das erste Konzert war am 4. Juli 1992, ebenfalls in der Denkendorfer Friedhofskapelle. Mittlerweile hat sich dieses Ensemble immer wieder zu Projekten mit neuen und ungewöhnlichen Programmen zusammengefunden. Das Repertoire besteht jetzt aus über 50 Werken verschiedener Stilepochen. Das Instrumentarium der Flute Band '92 umfasst neben den normalen Boehmflöten in C und Piccoloflöten vor allem Alt-, Bass- und Kontrabassflöten sowie kleine Flöten in Es und F.

Das heutige Konzertprogramm verzichtet ausnahmsweise auf zeitgenössische Originalkompositionen. Dafür kommen Stücke zur Aufführung, die ursprünglich für Klavier oder Orgel (Mozart, Dvořák), sinfonisches Orchester (Mendelssohn-Bartholdy, Smetana), Streicher (Vivaldi) oder Flöte mit Klavier (Doppler, Damaré) geschrieben wurden. Die genannten Bearbeiter sind insofern in guter Gesellschaft, als Doppler und Dvořák ihre eigenen Klaviersätze auch für Orchester instrumentiert haben, und Johann Sebastian Bach Vivaldis Streicherkonzert op. 3/10 transponiert und für vier Cembali eingerichtet hat. 

Giovanni Gabrieli   
1557-1612
Canzon XIII (1597
für zwölf Instrumente in drei Chören
Antonio Vivaldi
1678-1741
 
Konzert d-Moll op. 3/10 (1711) für achtstimmiges Querflötenensemble
eingerichtet von Richard Müller-Dombois
Allegro - Largo - Allegro 
Wolfgang Amadeus Mozart
1756-1791
Ouverture C-Dur KV 399 (1782)
Allemande c-Moll KV 399 (1782)
Fuge g-Moll KV 401 (1773)
für Querflötenensemble eingerichtet von Peter Thalheimer 
Albert Franz Doppler
1821-1883
 
Fantaisie partorale hongroise op. 26 (1874)
für Querflöte und Querflötenensemble eingerichtet von Rick Pierce 
Solistin: Cornelia Feile
***
Felix Mendelssohn-Bartholdy
1809-1847
Overture "Die Hebriden" op. 26 (1829)
für Querflötenensemble eingerichtet von Rick Pierce
Antonin Dvorák 
1841-1904
Slawischer Tanz e-Moll op. 72/2 (1878) 
für Querflöstenensemble eingerichtet von Eva Praetorius
Eugène Damaré
1840-1919
Le Roitelet 
für Piccoloflöte und Querflötenensemble eingerichtet von Colin Fleming
Friedrich Smetana  
1824-1884
Tanz der Komödianten aus der Opfer "Die verkaufte Braut" (1870)
für Querflötenensemble eingerichtet von Ricky Lombardo

Flute Band '92
Gertraud Angermaier, Gaby Athmann, Judith Betsch, Cornelia Feile, Corinna Hofmann, Sarah Kollmann, Sabine Post, Eva Praetorius, Leona Rötzsch, Heike Schlierf, Susanne Schulze-Koops, Barbara Walter
(Piccoloflöte, Terzflöte, Flöte, Altflöte, Bassflöte, Kontrabassflöte) 
Leitung: Peter Thalheimer
  

* * * * *

 

 

205. Kreuzgangkonzert am Samstag, 12. Mai 2007, 20 Uhr 
Concerto da camera  

In den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts war Concerto da camera ein Gattungsbegriff für Solokonzerte mit klein besetzter Streicherbegleitung, insbesondere mit 2 Violinen und Basso continuo. Bei diesen Stücken ist zwar der Gegensatz zwischen Solo- und Tutti-Stellen nicht so groß wie bei Konzerten mit vierstimmigem Streichorchester, dafür entstehen aber neue Möglichkeiten im kammermusikalischen Bereich. Insbesondere können die drei Oberstimmen auch gleichberechtigt geführt werden wie in einem Quadro (Quartett). 
Unser Programm vereinigt Concerto da camera im traditionellen italienischen Stil (Valentine, Telemann) mit "moderneren" Werken, die dem empfindsamen Stil nahe stehen (Schaffrath, Graun). Die Sonata da camera von Janitsch dagegen ist ein empfindsames Quadro, ein Quartett mit drei gleichberechtigten Oberstimmen - auch wenn es für eine typische Concerto da camera-Besetzung geschrieben ist. Es entstand in Berlin für die Konzertreihe, die Janitsch zusammen mit Carl Philipp Emanuel Bach während ihrer gemeinsamen Zeit als Hofmusiker bei Friedrich dem Großen ausrichtete. Auch die Concerti da camera von Schaffrath und Graun entstanden im Umfeld von Friedrich II. - die beiden Komponisten gehörten zur königlichen Hofkapelle.
Ein Werk aus einer anderen Gattung ergänzt unser Programm - eine Triosonate, in der die beiden Violinen solistisch zur Geltung kommen. Für die Qualität dieses Stückes spricht, dass nicht zu klären ist, ob es von Johann Sebastian Bach oder von seinem Schüler Johann Gottlieb Goldberg geschrieben wurde.  

Roberto Valentine
um 1685-1735
 
Concerto B-Dur
für Blockflöte, 2 Violinen und Basso continuo
Adagio - Allegro - Adagio - Allegro
Johann Gottlieb Janitsch 
1708-1763
 
Sonate da camera E-Dur
für Traversflöte, 2 Violinen und Basso continuo 
Affetuosos - Allegro non troppo - Allegro
Georg Philipp Telemann
1681-1767
 
Concerta da camera g-Moll  TWV 43: g3
für Blockflöte, 2 Violinen und Basso continuo
(Allegro) - Sciliana - Boureé - Menuet
* * * 
Johann Sebastian Bach
1685-1750 oder
Johann Gottlieb Goldberg
1727-1756
Sonata C-Dur BWV 1037
für 2 Violinen und Basso continuo
Adagio - Alla breve - Largo - Gigue
  
Christoph Schaffrath
1709-1763
Concerto e-Moll
für Traversflöte, 2 Violinen und Basso continuo
Allegretto - Andante - Vivace 
Johann Gottlieb Graun
1702/03-1771
  
Concerto F-Dur
für Flauto terzetto, 2 Violinen und Basso continuo
Allegro - Andante - Vivace

Ensemble der Denkendorfer Kreuzgangkonzerte:

Peter Thalheimer, Traversflöte und Blockflöte
Katja Schönwitz, Violine 
Livia Wiersich, Violine  
Hélène Godefroy, Violincello 
Ralf Waldner, Cembalo

 

  

204. Kreuzgangkonzert  am Samstag, 10. März 2007, 20 Uhr   

Württembergische Hofmusik  

Die Werke unserer Württembergischen Hofmusik stammen aus der Notenbibliothek des Erbprinzen Friedrich Ludwig von Württemberg und seiner Tochter Luisa Friderica. Friedrich Ludwig war Sohn des württembergischen Herzogs Eberhard Ludwig. Er starb 1731 noch zu Lebzeiten seines Vaters im Alter von weniger als 33 Jahren. Im Umfeld von Eberhard Ludwig wurde die zeitgenössische französische und deutsche Kammermusik gepflegt. Er selbst spielte dabei Blockflöte und Traversflöte. Seine reichhaltige Notenbibliothek umfasste sowohl Werke württembergischer Hofmusiker als auch Abschriften von Kompositionen, die aus Karlsruhe, Frankfurt oder Dresden stammten. Davon sind heute noch etwa 320 Werke erhalten.
Friedrich Ludwigs Tochter Luisa Friderica (1722-1791), Erbprinzessin von Württemberg, wurde 1746 mit dem Erbprinzen Friedrich von Mecklenburg verheiratet. Mit ihm bestieg sie 1756 in Schwerin den herzoglichen Thron. Luisa Friderica spielte Laute und sammelte wie ihr Vater Notenmanuskripte. Durch ihre Heirat kam ihre Bibliothek und die ihres Vaters Friedrich Ludwig nach Mecklenburg.
Nach dem Tod von Luisa Friderica wurde ihre Notensammlung – im Gegensatz zu ihren Büchern – als nahezu wertlos angesehen. Heute befinden sich die Handschriften in der Rostocker Universitätsbibliothek und der Schweriner Landesbibliothek.
Die Überlieferungsgeschichte dieses Teils der Württembergischen Hofmusik wurde erst 1968 von Ortrun Landmann erforscht. Ein Großteil des Bestandes ist bis heute unveröffentlicht.

Programmabfolge
Sebastian Bodinus 
um 1700-1760
Trio G-Dur für Traversflöte, Fagott und Basso continuo
Vivace - Siciliano - Presto allegro
Johann Friedrich Daube
1733-1797
Trio a-Moll für Traversflöte, Laute und Basso continuo
Andante - Fuga - Cantabile
Unico Wilhelm van Wasseraer
1692-1766
Sonate g-Moll für Blockflöte und Basso continuo
Grave - Allegro - Adagio - Giga, presto
Krelius
 
Sonate E-Dur für Traversflöte, Viola da gamba und Basso continuo
Andante - Largo - Alla breve - Grave - Duetto - Menuet
* * *
Louis Dretry
 
Sonata C-Dur für Blockflöte und Basso continuo
Adagio - Presto - Adagio - Allegro
Anonymus
 
Pieces choisies pour le Lut Pour Son Altesse Serenißime Madame la Prinßsesse Louis de Württemberg    Aria - Aria alternativement - Bourree
Johann Daniel Hardt
1696 - nach 1755
Sonata G-Dur für Viola da gamba und Basso continuo
Largo - Allegro - Andante - Rondeau
Georg Philipp Telemann
1681-1767
Concerta C-Dur für Traversflöte, Viola da gamba, Fagott und Basso continuo
Grave - Allegro - Largo - Vivace

Ensemble der Denkendorfer Kreuzgangkonzerte 

Peter Thalheimer, Blockflöte und Traversflöte
Yoshinori Tominaga, Fagott
Michael Jappe, Viola da gamba
Johannes Vogt, Laute

  

 

203. Kreuzgangkonzert am Samstag, 9. Dezember 2006, 20 Uhr

Devi.jpg (16981 Byte)Romantik und Impressionismus (Werke von F. Devienne (Bild links), G. Donizetti, Ch. Koechlin, P. Haletzki, C. Saint-Saens  u.a.)

Kurz vor der Wende zum 20. Jahrhundert prägte Claude Debussy in Paris einen neuen musikalischen Stil, den Impressionismus. Seine Auswirkungen reichen weit ins 20. Jahrhundert hinein (Honegger, Koechlin, Jolivet). Daneben lebte aber der traditionell-romantische Stil auch in Frankreich weiter (Gaubert, Saint-Saëns). Zu den Werken dieser Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts bilden die Kompositionen von Devienne und Donizetti die Gegenstücke im klassisch-romantischen Stil. Die Kombination von Flöte, Fagott und Klavier hat die Komponisten der Romantik und des Impressionismus zu sehr unterschiedlichen, ja zu gegensätzlichen Werken angeregt: Bei dem Flötisten und Fagottisten Devienne dominiert das Klavier, der Opernkomponist Donizetti setzt die Bläser ein wie Singstimmen in einem Duett mit Orchesterbegleitung, Koechlin zaubert drei zarte, impressionistische Klangbilder, und Haletzki nutzt die humoristische Seite der gegensätzlichen Klangfarben unter Einbeziehung der Piccoloflöte. Für klangliche Gegensätze sorgt also schon allein das Zusammenspiel von Flöte und Fagott. Musikalische Abwechslung entsteht aber auch durch die Programmfolge: Das älteste und das jüngsten Stück stehen am Anfang (Devienne, Jolivet), die Klangfarbenmusik Koechlins und der Witz Haletzkis am Schluss. 

Francois Devienne (1759-1803) Sonate C-Dur für Klavier, Querflöte und Fagott
Allegro moderato – Rondo, Allegretto assai
André Jolivet (1905-1974) Fantasie-Caprice (1954) für Querflöte und Klavier
Camille Saint-Saëns (1835-1921) Sonate G-Dur op. 168 (1921) für Fagott und Klavier
Allegretto moderato - Allegretto scherzando - Molto adagio - Allegro moderato
Arthur Honegger (1892-1955) Dance de la chèvre (1919) für Querflöte solo
Gaetano Donizetti (1797-1848) Trio F-Dur für Querflöte, Fagott und Klavier
Larghetto - Allegro
* * *
Philippe Gaubert (1879-1941) Romance (1908) für Querflöte und Klavier
Charles Koechlin (1867-1950) aus: Les Chants de Nectaire op. 198/199 (1944) für Querflöte solo
La claire forêt - Jeux dans la clairière - Lex Vrilles de la Vigne
Paul Haletzki (1911-2000) Vater und Sohn. Intermezzo scherzoso (1938) für Piccoloflöte, Fagott und Klavier

Ausführende: 
Peter Thalheimer, Querflöte
Yoshinori Tominaga, Fagott
Heejung Kim, Klavier

   

202. Kreuzgangkonzert am Samstag, 4. November 2006, 20 Uhr

Klassik und Romantik  

Mit Klassik und Romantik werden die beiden Epochen bezeichnet, die aus heutiger Sicht oft als das Zentrum der Musikgeschichte gelten. Mit "klassisch" verbinden wir in der Musik meist die Schlichtheit und die formale Ausgewogenheit, mit "romantisch" mehr den emotionalen Aspekt der Musik. Versucht man nun, einzelne Komponisten oder bestimmte Werke in diese Kategorien einzuordnen, so stellt sich heraus, dass dies nur in seltenen Fällen möglich ist. Vielmehr ist über einen längeren Zeitraum eine intensive Verflechtung klassischer und romantischer Stilelemente zu beobachten. Dies gilt besonders für die Komponisten, die in Wien gelebt und gewirkt haben. In unserem Programm stehen sich Werke aus etwa vier Jahrzehnten gegenüber. Die Komponisten lebten zeitweise oder dauerhaft  in Wien. Zu den "Mitgestaltern" der Stilelemente sind sicher Mozart und Schubert zu zählen, die anderen standen der stilistischen Entwicklung nahe und wurden von dieser geprägt. Der Pianist und Komponist Franz Liszt (1811-1886) hat 1839 einzelne Lieder aus Schuberts Liederzyklus "Die Winterreise" für Klavier solo bearbeitet. Diese Stücke dienten Leopold Jansa als Vorbild für seine Fassungen für Flöte und Klavier. Wie bei Liszt wechseln auch in Jansas Schubert-Bearbeitungen Partien in einfacher Transkription, Variationen und paraphrasierende Passagen ab. Dadurch entstanden eigenständige Instrumentalstücke, die zwar ihre Herkunft vom Lied nicht verleugnen können, die jedoch zugleich auch Interpretationen und "romantische" Weiterentwicklungen des musikalischen Materials darstellen. 

Johann Nepomuk Hummel (1778-1837) Sonate G-Dur op. 28 (1808) für Hammerklavier und Traversflöte
Allegro - Romanza poco Andante - Rondo Allegro
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Sonate B-Dur KV 570 (1789) für Hammerklavier
Allegro - Adagio - Allegretto
Johann André Amon (1763-1825) Sonate concertante F-Dur op.88 (1823) für Terzquerflöte und Hammerklavier
Allegro - Andante quasi Allegretto - Polonaise
* * * * *
Ernest Krähmer (1795-1837) Duo concertant As-Dur op. 16 für Csakan und Hammerklavier
Allegro moderato - Adagio non molto - Allegro grazioso
Franz Schubert (1797-1828) Lieder aus der "Winterreise" op. 89 D 911 (1829) bearbeitet von Leopold Jansa (1795-1875) für Traversflöte und Hammerklavier
Mut - Erstarrung - Wasserflut - Die Nebensonnen

Werke von J. A. Amon, F. Silcher, E. Krähmer, J. N. Hummel u.a.

Peter Thalheimer, Traversflöte und Csakan
Albrecht Hartmann, Hammerflügel

 

* * * *

201. Kreuzgangkonzert in der Friedhofskapelle am Samstag, 23. September 2006, 20 Uhr

Helmut Bornefeld (1906-1990) zum Gedenken  
Werke von J.S. Bach, S. Reda und H. Bornefeld
 

Helmut Bornefeld wurde am 14.12.1906 in Stuttgart-Untertürkheim geboren, er starb am 11.02.1990 in Heidenheim. In Denkendorf wurden in den vergangenen 25 Jahren zwei seiner Werke uraufgeführt, außerdem waren hier sechs weitere  größere Werke und zahlreiche Liedsätze von ihm zu hören. Eine ursprünglich für den 16.03.1985 vorgesehene Uraufführung des "Psalterium" wird nun zu Bornefelds 100. Geburtstag nachgeholt. Über die Vorbilder seiner frühen Zeit schreibt Bornefeld 1984: Meine Begeisterung für "Neue MusikMusik" entzündete sich in meiner Studienzeit anDas wichtigste ältere Vorbild war für Bornefeld Johann Sebastian Bach, dessen Werke ihm immer wieder als Vorlage für Bearbeitungen dienten. – Einer der Weggefährten Bornefelds aus der Zeit der "Heidenheimer Arbeitstage für neue Kirchenmusik" (1946-1960) war Siegfried Reda. Seine Blockflötensonate wird heute der Vergessenheit entrissen. Sicher wird Bornefelds umfangreiches Spätwerk für und mit Orgel zukünftig das Bild dieses Komponisten prägen. In unserem Geburtstagskonzert kommt davon nichts vor, weil es auf der Orgel der Friedhofskapelle nicht darstellbar ist. Am Schluss des Programms stehen deshalb "Kantoreisätze", also Liedsätze mit weltlichem und geistlichem Text, die Bornefeld – trotz ihrer Schlichtheit – stets als das Zentrum seiner Arbeit betrachtet hat.

Johann Sebastian Bach
(1685-1750)
 
Präludium und Fuge g-Moll BWV 885
für Sopranblockflöte, Bassquerflöte und Orgel
bearbeitet von Helmut Bornefeld (1970)
Helmut Bornefeld  
(1906 – 1990)
Choralsonate "Auf meinen lieben Gott" (1957)
für Querflöte und Orgel
Psalterium (1985) Uraufführung
für Zither solo
Siegfried Reda  
(
1916 – 1968)
Sonate (1948)
für Blockflöte solo
Andante con moto – Thema con Variazioni – Allegretto
Helmut Bornefeld  
  
Choralkantate "Der Herr ist mein getreuer Hirt" (1949)
für Sopran, Blockflöte, Querflöte und Orgel
****
Helmut Bornefeld  
  
Fantasie "Ros und Lilie morgentaulich" (1985/1986)
für Blockflöte, Querflöte und Orgel
Kleine Suite aus den "Inventionen" (1980) für Orgel solo
Praeludium – Scherzando – Siciliano – Fughetta – Menuett – Spieluhr – Postludium 
Kantoreisätze für Sopran, Block- und Querflöten, Zither und Orgel
Gesegn dich Laub, gesegn dich Gras (1930/1960/1985)
Drei Laub auf einer Linden (1935/1938/1978/1984)
Schönster Herr Jesu (1960)
Christe, du bist der helle Tag (1940/1944/1950)

Susanne Eitrich, Sopran
Peter Thalheimer, Blockflöte und Querflöte
Daniela Holweg, Querflöte
Georg Glasl, Zither
Hannelore Hinderer, Orgel

   

200. Kreuzgangkonzert am Samstag, 22. Juli 2006, 20 Uhr

35 Jahre Kreuzgangkonzerte: 200. Kreuzgangkonzert in der Klosterkirche

Johann Sebastian Bach (1685-1759): Ein Musikalisches Opfer (1747) BWV 1079
Ricercari, Kanons und Triosonate über das "Königliche Thema"

Bach MO.jpg (19837 Byte)(Abbildung links: Erstdruck des "Musikalischen Opfers", dreistimmiges Ricercare, Quelle: Carus-Verlag

Der preußische König Friedrich II., später "Friedrich der Große" genannt, war literarisch und musikalisch sehr gebildet. Als seinen Flötenlehrer hatte er Johann Joachim Quantz zu sich an den Hof geholt; sein Kammer-Cembalist war Carl Philipp Emanuel Bach, der zweitälteste Sohn Johann Sebastians. 
Johann Sebastian Bach besuchte Anfang Mai 1747 den König und auch seinen Sohn Carl Philipp Emanuel in Potsdam. Vater Bach berichtet darüber: Mit einem ehrfurchtsvollen Vergnügen erinnere ich mich annoch der ganz besonderen Königlichen Gnade, da vor einiger Zeit, bey meiner Anwesenheit in Potsdam, Ew. Majestät selbst, ein Thema zu einer Fuge auf dem Clavier mir vorzuspielen geruheten, und zugleich allergnädigst auferlegten, solches alsobald in Deroselben höchsten Gegenwart auszuführen. Ew. Majestät zu gehorsamen, war meine unterthänigste Schuldigkeit. Ich bemerkte aber gar bald, daß wegen Mangels nöthiger Vorbereitung, die Ausführung nicht so gerathen wollte, als es ein so treffliches Thema erforderte. Ich fassete demnach den Entschluß, und machte mich sogleich anheischig, dieses recht König-liche Thema vollkommener auszuarbeiten, und sodann der Welt bekannt zu machen. Dieser Vorsatz ist nunmehro nach Vermögen bewerk-stelliget worden (...)  
Diese Zitat stammt aus Bachs Vorwort zum Erstdruck des "Musicalischen Opfer", datiert 7.7.1747. Der Notenband erschien zur Leipziger Michaelismesse Ende September desselben Jahres.

1. Ricercar a 3 (Cembalo)
2. Kanon in der Gegenbewegung (Flöte, Violine, Bc.)
3. Vier Kanons (Thema regium als Cantus firmus)
a)  Kanon in der Oktave (Flöte, Violine, Viola da gamba)
b)  Kanon im Einklang (Violine, Cembalo, Viola da gamba)
c)  Kanon in Gegenbewegung (Flöte, Violine, Viola da gamba)
d)  Kanon in vergrößerter Gegenbewegung (Violine, Cembalo)
4. Kanonische Fuge (Flöte, Cembalo)
5. Vier Kanons (das Thema regium verarbeitend)
a)         Krebskanon (Flöte, Violine)
b)         Modulierender Kanon (Violine, Cembalo)
c)         Kanon in Einklang und Oktave (Flöte, Violine, Cembalo, Viola da gamba)
d)         Kanon in Gegenbewegung (Cembalo)
6. Sonata Sopr‘ Il Soggetto Reale a Traversa, Violino e Continuo
Largo – Allegro – Andante – Allegro
7. Ricercar a 6 (Cembalo)

Ensemble der Denkendorfer Kreuzgangkonzerte
Peter Thalheimer, Traversflöte 
Livia Krieger, Violine 
Verena Kronseder, Viola da gamba 

Martina Fiedler, Cembalo
 

 

199. Kreuzgangkonzert am 6. Mai 2006, 20 Uhr

Die Wiederentdeckung der Blockflöte

Gesprächskonzert zur Erinnerung an Peter Harlan (1898-1966) 

Um 1920 kannte man die Blockflöten des 15. bis 18. Jahrhunderts nur aus dem Museum. Die entscheidenden Impulse für ihre Wiederentdeckung für die musikalische Praxis gingen in Deutschland von dem Instrumentenbauer und Händler Peter Harlan aus. 40 Jahre nach seinem Tod und 80 Jahre nach dem Bau der ersten neuen Blockflöte scheint es an der Zeit zu sein, auf Harlans Verdienste zurückzublicken. Dabei sollen aus heutiger Sicht auch kritische Fragen nicht unterdrückt werden. 
In den 13 Jahren, die zwischen dem Verkauf der ersten neuen Blockflöte und dem Beginn des Zweiten Weltkriegs lagen, wurde im Vogtland eine fast unübersehbare Zahl verschiedener Blockflötenmodelle und Flötenstimmungen entwickelt. Nach der Überwindung anfänglicher Schwierigkeiten entstanden dort einerseits einfache, preiswerte Instrumente in großer Anzahl, andererseits aber auch hochwertige Solo- und Ensemble-Blockflöten. Aus einer großen Sammlung von Instrumenten dieses Zeitraums wurden für unser Programm 37 herausragende Exemplare ausgewählt und spielbar gemacht. Entsprechend ihren tiefsten Tönen werden sie meist wie folgt kombiniert:

E-A-Quartett (a1 e1 a0 e0)
D-A-Quartett (a1 d1 a0 d0)
G-C-F bzw. D-G-C (g1 c1 c1 f0 bzw. d2 g1 c1 f0)
C-F  (c2 f1 c1 f0 c0)
C-F tiefer Stimmung (e1 e1 h0 e0)

Die Musikbeispiele stammen aus jenem Repertoire, das in diesen Jahren auf Blockflöten gespielt bzw. im alten Stil neu für Blockflöten komponiert wurde. So entsteht eine wechselnde Folge von Musik aus vier Jahrhunderten mit entsprechenden Erläuterungen. 

Helmut Bornefeld
1906 – 1990
Drei Stücke (1930) BoWV 132/10,9,5
Blockflöte e1 solo
Anonymus
(um 1600)
 Lieblich hat sich gesellet
  
Anonymus
Ich sag ade
  
Michael Praetorius
1571 – 1621
Nach grüner Farb mein Herz verlangt
Blockflöten a1 e1 a0 e0
Paul Peuerl
1575 – 1625
Suite IV (1611)
Blockflöten a1 d1 a0 d    -   Padouan – Intrada – Danz – Galliarda
Ernst-Günther Pook
? – nach 1974
Kleine Blockflötensuite (1936)
Blockflöten a1 a1 d1 a0 -   Bourée – Sarabande – Murky
Heinrich Spitta
1902 – 1972
Triptychon op. 20b (1932)
Schrittempo – Langsam – Lebhaft
Heinrich Isaak
um 1450 – 1517
In meinem Sinn – Zwischen Berg und tiefem Tal
Blockflöten g1 c1 c1 f0
Hans Leo Hassler
1564 – 1612 
Canzone
****
Karl Marx
1897 – 1985
Kleine Suite nach Tänzen aus Leopold Mozarts Notenbuch für Wolfgang (1939)
 Blockflöten c2 f1 c1 f0    -  Polonaise – Bourrée I – Air en Menuet – Bourrée II – Schwabentanz
Giovanni P. da Palestrina
1525 – 1594 
Ricercar del quarto tuono – Ricercar del quinto tuono
Blockflöten c1 f0 f0 c0 bzw. c2 f1 c1 f0
Giovanni Gabrieli 
1557 – 1612
Canzon terza (1608)
Blockflöten c1 f0 f0 c0
Michael Kuntz
1915 – 1992
Kleine Passacaglia auf das Lied „So treiben wir den Winter aus“ (1940)
Blockflöten c2 f1 c1 f0
John Playford
1650 – 1728
Fünf Kontratänze, eingerichtet von Kurt Müller (1936) 
Blockflöten e1 e1 h0 e0
Johann Sebastian Bach
1685 – 1750
 Contrapunctus 1 – Contrapunctus 3 aus der „Kunst der Fuge“ BWV 1080
Blockflöten c2 f1 a0 d0 bzw. c2 f1 b0 c0

Ausführende: 
Eva Praetorius, Daniela Holweg, Peter Thalheimer, Claudia Lange 
Blockflöten aus den Jahren 1926-1939 in verschiedenen Stimmungen

   

 

 

 

 

198. Kreuzgangkonzert am Samstag, 1. April 2006, 20 Uhr

T‘Andernaken

Fantasien des 15. und 16. Jahrhunderts über das niederländische Liebeslied "T’Andernaken"

T’Andernaken ist der Textanfang eines alten niederländischen Liedes, der in einer deutschen Übersetzung "Zu Andernach am Rhein" lautet. In den sechs Textstrophen berichten zwei Freundinnen über ihre Erfahrungen mit der Liebe. Dieses Lied war von etwa 1450 bis 1550 in ganz Europa verbreitet, allerdings ohne Text. Die Melodie diente als Cantus Firmus von neun Instrumentalstücken verschiedener Komponisten, einer fünfstimmigen geistlichen Motette von Ludwig Senfl und einer vierstimmigen Messe von Pierre de la Rue. Die Instrumentalstücke waren damals so geschätzt, dass sie von verschiedenen Musikern abgeschrieben, bearbeitet und diminuiert (mit Verzierungen versehen) wurden. Dass weltliche Melodien als musikalische Grundlage von geistlicher Musik dienten, war zwar damals üblich, wurden aber später vom Tridentinischen Konzil (1545-1563) verboten. In unserem Programm wird die T’Andernaken-Messe in vier Blöcke aufgeteilt. Dazwischen erklingen drei- und vierstimmige Instrumentalstücke, denen die T’Andernaken-Melodie zugrunde liegt, zum Teil in Intavolierungen (Bearbeitungen) des 16. Jahrhunderts für Laute. Zu Beginn hören Sie das Lied mit niederländischem Originaltext und zum Schluss die fünfstimmige geistliche Motette von Ludwig Senfl. Bei dieser Programmkonzeption ist das Einfügen einer längeren Konzertpause nicht sinnvoll. Die Gesamtdauer reduziert sich entsprechend. Wir bitten Sie, auf Beifall nach den einzelnen Stücken zu verzichten.

Anonymus (Fassung Antwerpen 1544) Tandernaken, al op den Rijn
Pierre de la Rue (ca. 1460 – 1518) Missa "T’Andernaken" (um 1500): Kyrie – Gloria
Jacob Obrecht (ca. 1450 – 1505) T’Andernaken (1501) 
intavoliert und diminuiert von Hans Neusidler (1536)
Tyting T’Andernaken à 3 (um 1450)
Jacob Obrecht (ca. 1450 – 1505)  T’Andernaken à 3 (1501)
Erasmus Lapicida T‘Andernaken à 3 (1504) 
intavoliert von Hans Neusidler (1536)
Henry VIII.  (1491 – 1547) T’Andernaken à 3
Pierre de la Rue     (ca. 1460 – 1518)   Missa „T’Andernaken“: Credo
Antoine Brumel (ca. 1460–ca.1515) T’Andernaken à 3 
intavoliert und diminuiert von Hans Neusidler
Paulus Hofhaimer (1459 – 1537) T’Andernaken à 3 in einer Fassung von Leonhard Kleber 
Antoine Brumel (ca. 1460–ca.1515) T’Andernaken à 3
Paulus Hofhaimer (1459 –  1537) T’Andernaken à 4 in einer Fassung von Johannes Kotter
Pierre de la Rue (ca. 1460 – 1518) Missa "T’Andernaken": Sanctus
Pierre Alamire  T’Andernaken 
intavoliert und diminuiert von Hans Neusidler
Alexander Agricola (1446 – 1506) T’Andernaken à 3 (1538)
Ludwig Senfl (ca. 1486–1552/3) T’Andernaken à 4 (1534)
Pierre de la Rue (ca. 1460 – 1518)  Missa "T’Andernaken": Agnus dei
Ludwig Senfl (ca. 1486–1552/3) T’Andernaken à 5 (1534): "Foelices, quicunque deo confidere"

Ensemble der Denkendorfer Kreuzgangkonzerte
Ute Kreidler, Mezzosopran 
Peter Thalheimer und Eva Praetorius, Blockflöten, Traversflöten, Krummhorn , Pommer
Bruni Scheyhing, Posaune 
Verena Kronseder, Viola da gamba 
Johannes Vogt, Laute  

   

 

 

197. Kreuzgangkonzert am 26. November 2005, 20 Uhr

Barockmusik aus Deutschland  

Traversfloete 01.jpg (14992 Byte)Unser Programm Barockmusik aus Deutschland besteht im Wesentlich aus Triosonaten für zwei Flöten und Basso continuo. Der Basso continuo (Generalbass) wird dabei von einem Melodie- und einem Akkordinstrument ausgeführt, der Viola da gamba und der Laute. 
Die Stücke mit 2 Blockflöten dokumentieren in unserem Programm eine ältere, traditionellere Form der Sonate, die Werke mit Traversflöten eine neuere, "modernere". Dies ist kein Zufall, sondern es verdeutlicht die musikalische Entwicklung der Hochbarockzeit. Die Blockflöte kommt langsam aus der Mode, die Traversflöte wird gegen Ende des 18. Jahrhunderts zum einzigen in der Kunstmusik gebräuchlichen Flöteninstrument.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der formalen Anlage unserer Sonaten wider: Telemann und Quantz verwenden die traditionelle viersätzige Form der Kirchensonate (langsam - schnell - langsam - schnell), Händel die dreisätzige der italienischen Kammersonate, die vom italienischen Concerta übernommen wurde (schnell - langsam - schnell). Die Sonaten von Kleinknecht und Schaffrath sind in formaler Hinsicht die modernsten: Sie sind in der sogenannten Stretta-Form (langsam - schnell - schneller ) geschrieben, die typisch ist für den empfindsamen Stil um die Jahrhundertmitte.
Die Suite (Tanzfolge) des deutschen Lautenisten Bittner ist noch ganz im französischen Stil der Jahrhundertwende geschrieben und bildet damit zugleich ein formales Gegenstück und eine klangliche Abwechslung zu den älteren und neueren deutschen Triosonaten.

Georg Philipp Telemann
1681-1767
Sonata a-Moll TWV 42: a9  für 2 Blockflöten und Basso continuo
Largo - Allegro - Adagio - Allegro
Karl Friedrich Kleinknecht
1722-1794
Sonata G-Dur op. 2/1 (1749) für 2 Traversflöten und Basso continuo
Amoroso ed andante - Allegro non tanto - allegro assai
Jacques Bittner Suite g-Moll (1682) für Laute solo
Prelude - Allemande - Courante - Sarabande - Passacaille
Christoph Schaffrath
1709-1763
Sontata d-Moll für 2 Traversflöten und Basso continuo
Adagio - Allegro - Allegro
 * * *
Georg Philipp Telemann
1681-1767
Sonata g-Moll TWV Anh. 42 g für 2 Blockflöten und Basso continuo
Affettuoso - Vivace - Andante - Presto
Johann Joachim Quantz
1697-1773
Sonata c-Moll  QWV 2: 3  für 2 Traversflöten und Basso continuo
Andante moderato - Allegro - Larghetto - Presto
Georg Friedrich Händel
1685-1759
Sonata F-Dur HWV 405  für 2 Blockflöten und Basso Continuo
Allegro - Grave -  Allegro

Collegium Musica Rara
Peter Thalheimer und Eva Praetorius, Blockflöte und Traversflöte
Martin Schirrmeister, Viola da gamba
Johannes Vogt, Laute

  

 

196. Kreuzgangkonzert am 22. Oktober 2005, 20 Uhr

Romantische Raritäten

Werke von François Devienne, Karl Andreas Goepfert, Michel Joseph Gebauer, Josef Gelinek, Richard Strauss (Erstaufführung) u.a.

Für die Kombination Flöte – Fagott – Gitarre gibt es nur eine einzige Trio-Originalkomposition, ein Jugendwerk von Richard Strauss. Diese heitere und unbeschwerte kleine Fantasie mit Variationen war lange Zeit vergessen und wird nun erstmals wieder aufgeführt. Sie steht im Zentrum unseres Programms. Vor und nach dieser Rarität hören Sie eine Reihe von verschieden besetzten Duos, sämtlich Originalkompositionen. Ihre stilistische Vielfalt und ihre unterschiedliche Herkunft aus Italien (Giuliani), Frankreich (Gebauer), Österreich (Gelinek) und Deutschland (Goepfert) sorgen dabei für musikalische Abwechslung.
Csakan.jpg (18885 Byte) Das Rondo von Abbé Gelinek ist für Csakan (Foto links) geschrieben, eine österreichisch-ungarische Blockflötenart aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Gelineks Zeitgenosse Antonio Diabelli hat die originale Klavierbegleitung geschickt für Gitarre eingerichtet.
Der Anfang des Präludiums von Emilia Giuliani-Giulelmi, der Tochter von Mauro Giuliani, findet als Erkennungsmelodie der "Musikstunde" im SWR große Verbreitung, ohne dass die Hörer dabei erfahren, um welches Stück es sich handelt. Live und vollständig ist es sehr selten zu hören.
François Devienne war Professor am Conservatoire in Paris und unterrichtete dort Flöte und Fagott. Es ist deshalb naheliegend, die Generalbassbegleitung einer seiner Flötensonaten mit Fagott und Gitarre auszuführen.

Mauro Giuliani
1781 – 1829  
   
Grand Duo concertant A-Dur op. 85 (1817)
für Traversflöte und Gitarre
Allegro moderato – Andante molto sostenuto –
Scherzo, Vivace – Allegretto espressivo
Michel Joseph Gebauer
1763 – 1812 
Duo G-Dur op. 17/1 (um 1810)
für Traversflöte und Fagott
Allegro – Polacca
Abbé Josef Gelinek
1758 – 1825   
Rondo As-Dur (1812)
in einer Fassung von Anton Diabelli(1781–1858) von 1813
für Csakan und Gitarre
Richard Strauss  
1864 – 1949 
Fantasie über ein Thema von Giovanni Paisiello(1883) 
für "Mundflöte", Fagott und Gitarre

***

Karl Andreas Goepfert
1768 – 1818 
Sonate C-Dur op.13
für Fagott und Gitarre
Allegro spiritoso – Adagio – Polonaise – Thema con Variazioni
Mauro Giuliani
1781 – 1829 
Präludien d-Moll op. 83/6 und e-Moll op. 83/4
Allegro di Fuga – Andantino con espressione
Emilia Giuliani-Giulelmi
1813 – nach 1840
   
Präludium e-Moll op. 46/1
Moderato

für Gitarre solo
François Devienne
1759 – 1803
   
Sonate e-Moll op. 58/1 (1798)
für Traversflöte, Fagott und Gitarre
Allegro – Adagio – Allegro ma non troppo

Ausführende:
Peter Thalheimer, Traversflöte und Csakan 
Yoshinori Tominaga, Fagott 
Johannes Vogt, Gitarre

 

195. Kreuzgangkonzert am 17. September 2005  

Trio - Quadro

Quartett- und Triosonaten 
von G. Ph. Telemann, G. Fr. Händel, J.G. Janitsch, J. Chr. Schickhardt, L.-G. Guillemain u.a.

Ensemble der Denkendorfer Kreuzgangkonzerte
Peter Thalheimer, Block- und Traversflöte
Gunda Torge, Oboe
Katja Schönwitz, Violine
Verena Kronseder, Viola da gamba
Martina Fiedler, Cembalo

 

 

194. Kreuzgangkonzert am Samstag, 18. Juni 2005, 20 Uhr in der Friedhofskapelle

flauto e voce.jpg (45390 Byte)

Flauto e Voce

Geistliche und weltliche Werke des 17. und 18. Jahrhunderts

Weil von allen Musikinstrumenten die Flöte der Singstimme am ähnlichsten klingt, ist das Zusammenwirken von Flauto e Voce eine bis ins Mittelalter zurück zu verfolgende Idee.
In unserem Programm werden geistliche Werke (im ersten Teil) und weltliche Werke (im zweiten Teil) des 17. und 18. Jahrhunderts erklingen, in denen diese Kombination von den Komponisten ausdrücklich vorgeschrieben wurde. Die Blockflöten dienen dabei als Klangcolorit für ganz bestimmte Affekte, die sowohl in geistlichen wie weltlichen Texten vorkommen: Liebesfreud und Liebesleid (Klingenberg, Galliard), Tod und Trauer (Rohde, Bach, Steffani) und Vogelgesang (Schürmann). Im Geistlichen Konzert von Schütz symbolisieren die beiden hohen Flöten ("duio Flautini") zusammen mit der sehr tiefen Singstimme das Allumfassende des Gotteslobes im Text des Psalms 100 "Jauchzet dem Herrn, alle Welt".
Die weltlichen Einzelsätze von Steffani, Schürmann und Galliard stammen aus unveröffentlichten und heute vergessenen Opern. Das Arioso von Johann Sebastian Bach ist in einem Pasticcio (Zusammenstellung von Einzelsätzen verschiedener Komponisten) für die Passionszeit enthalten, das im Nachlass von Bachs Sohn Carl Philipp Emanuel überliefert wurde.

Friedrich Gottlieb Klingenberg
um 1660-1720
Ach, wenn ich mich doch könnt in Jesu Lieb versenken
Aria für Bass, 3 Blockflöten und Basso continuo
Michael Rohde
1685-1732
Ich will euch tragen bis ins Alter
Kantate für Bass, 3 Blockflöten und Basso continuo
Concerto - Aria - Concerto
Johann Sebastian Bach
1685-1750
Inventio 11 g-Moll BWV 782 (1723)
für Cembalo
So heb ich denn mein Auge sehnlich auf  BWV 1088 (um 1727)
Arioso für Bass, 2 Blockflöten und Basso continuo
Sinfonia 5 Es-Dur  BWV 791 (1723)
für Cembalo
August Kühnel
1645-um 1700
Herr Jesu Christ, du höchstes Gut (1698)
Variationen für Viola da gamba und Basso continuo
Heinrich Schütz
1585-1672
Jubilate Deo, omnis terra  SWV 262 (1629)
Geistliches Konzert für Bass, 2 Blockflöten und Basso continuo
*****
Agostino Steffani
1654-1728
Il viver e un ombra (1687)
Aria für Bass, 3 Blockflöten und Basso continuo
Lagrime dolorose (um 1695)
Kantate für Bass, 2 Blockflöten und Basso continuo
Aria - Recitativo - Aria - Recitativo - Aria
Joseph Bodin de Boismortier
1682-1765
Sonata e-Moll op. 34/3 (1731)
für 3 Traversflöten und Basso continuo
Andante - Presto - Adagio - Allegro
Georg Caspar Schürmann
1672/73-1751
Ihr kleinen Sänger dieser Wälder (1718)
Aria für Bass, 2 Blockflöten und Basso continuo
Johann Ernst Galliard
1687-1749
Surprising change (1718)
Aria für Bass, Viola da gamba, 3 Blockflöten und Basso continuo

Thomas Schobert, Bass
Eva Praetorius, Daniela Renner und Peter Thalheimer, Blockflöten und Traversflöten
Verena Kronseder, Viola da gamba 
Martina Fiedler, Cembalo

Zur Abbildung oben: "Flauto e voce VI": Titelbild einer Neuerscheinung beim Carus-Verlag (hg. von Klaus Hofmann und Peter Thalheimer)

- . - . - . -  

   

 

 

193. Kreuzgangkonzert am Samstag, 9. April 2005, 20 Uhr

Divertimento 
Werke aus der Zeit um 1800

Divertimento.jpg (31732 Byte)Ein Divertimento ist eine Musik zur Unterhaltung. Ein Großteil der Kammermusik der Klassik, auch viele der Trio- und Quartettkompositionen der berühmten Komponisten, sind ursprünglich "Divertimenti" ohne den Anspruch auf zeitlose Gültigkeit. Speziell in Wien, aber auch in Salzburg, Mannheim, Paris und in Italien, entstanden unzählige Stücke, die zum alsbaldigen Gebrauch in der Hausmusik der Adeligen, der gebildeten Bürger und ihrer vielen Hof- und Hauskapellen bestimmt waren (vgl. die Darstellung). So bildet das kleine Werk von Haydn zu Beginn zugleich das Motto des Abends.
Unser Programm fasst "Divertimenti" aus Österreich, Frankreich und Italien zusammen, die auch heute noch "Unterhaltungsmusik" im besten Sinne sind.
Im Vergleich mit der üblichen Triobesetzung Violine, Viola und Violoncello kam damals die Besetzung mit Flöte, Viola und Violoncello relativ selten vor. Wegen ihres klanglichen Reizes ist sie aber doch von vielen Komponisten mit Einzelstücken und sogar Werkzyklen bedacht worden.
Neben originalen Traversflöten aus der Zeit um 1800 werden eine Viola von Joseph Anton Stoss, Füssen um 1787, eine Viola d'Amore von Michael Ignatius Stadelmann, Wien 1792, und ein Violoncello von Franz Anton Stoss, Füssen 1800 zu hören sein.

Joseph Haydn (1732-1809)
   
   
Divertimento A-Dur (Hob. XI,21)
für Traversflöte, Viola und Violoncello
Moderato - Menuetto - Presto
Anton Wranitzky (1756-1808)
  
Trio G-Dur für Traversflöte, Viola und Violoncello
Allego moderato - Adagio - Gavotta
Ignaz Pleyel (1757-1831)
   
Trio F-Dur (1800) für Traversflöte, Viola und Violoncello
Allegro - Rondo
François Devienne (1759-1803) Trio Nr. 6 Es-Dur  
Francesco Giuliani 
(um 1760 - nach 1818)
Trio A-Dur für Traversflöte, Viola d'amore und Violoncello
Leonhard von Call (1768 - 1815) Trio G-Dur op. 142 für Traversflöte, Viola und Violoncello

Ausführende: Divertimento musicale Basel-Nürnberg
Peter Thalheimer
, Traversflöte
Dorothea Jappe, Viola und Viola d'amore
Michael Jappe, Violoncello

- . - . - . -

 

192. Kreuzgangkonzert am Samstag, 5. März 2005, 20 Uhr

Von der Empfindsamkeit zur Wiener Klassik

In der Musik war das Ende der Barockzeit geprägt von zwei stilistischen Tendenzen: einerseits der Vertiefung des musikalischen Ausdrucks durch differenzierte Rhythmik und kompliziertere Harmonik im sogenannten Empfindsamen Stil, und andererseits der Hinwendung zur Dynamik, verbunden mit einer harmonischen und melodischen Vereinfachung im sogenannten Galanten Stil.
Parallel zu diesem musikalischen Stilwandel, der sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts abspielte, ist auch bei den Musikinstrumenten eine Veränderung zu beobachten: Das traditionelle hammerfluegel.jpg (17575 Byte) Cembalo und die statische Blockflöte kommen außer Gebrauch, das moderne Hammerklavier (das Foto links zeigt einen Hammerflügel) und die dynamischere Traversflöte erleben eine Blütezeit.
In der kammermusikalischen Satztechnik äußert sich dieser Wandel in einer Abwendung vom Generalbass, verbunden mit einer Hinwendung zu einem obligaten Klaviersatz, der mit dem solistischen Melodieinstrument korrespondiert.
Betrachtet man die Musik Mozarts und Beethovens aus dem Blickwinkel der vorausgegangenen Übergangszeit, so zeigt sie uns interessante und oft verborgene Facetten. Auch das originale Klangbild dieser Epoche kann helfen, die Wiener Klassik heute neu zu entdecken.

Johann Matthias Leffloth
(1705-1731)
   
Concerto D-Dur
für Traversflöte und Hammerklavier
Andante - Allegro - Adagio - Bourrée en Rondeau
Friedrich Wilhelm Rust
(1739-1796)
Sonate fis-Moll  für Hammerklavier
(Allegro non troppo) - Larghetto - Allegretto
Carl Philipp Emanuel Bach
(1714-1788)  
    
Sonate G-Dur Wq 85 (1754)
für Traversflöte und Hammerklavier
Allegretto - Andantino - Allegro
****
Friedrich Wilhelm Heinrich Benda
(1745-1814)
   
Sonate E-Dur op. 5/3 (1786)
für Traversflöte und Hammerklavier
Allegro - Siciliano - Rondo, allegretto
Wolfgang Amadeus Mozart
(1756-1791)
   
Sonate C-Dur op. 5/3
für Traversflöte und Hammerklavier 
Allegro moderato - Andante cantabile - Allegretto
Ludwig van Beethoven
(1770-1827)
   
Adelaide op. 46 (1794/95)
um 1825 bearbeitet von Ivan Müller (1786-1854)
für Traversflöte und Hammerklavier

Albrecht Hartmann, Hammerflügel
Peter Thalheimer, Traversflöte

- . - . - . -

 

191. Kreuzgangkonzert am Samstag, 27. November 2004, 20 Uhr

Im alten Stil

Lautenlieder, Liedsätze und Kammermusik aus der Zeit der Jugendbewegung
von A. Knab, W. Hensel, R. Schwarz-Schilling, E. Duis, K. Gofferje, K. Lechner u.a.

Tanz um den Baum.gif (30233 Byte)Musik im alten Stil war zur Zeit ihrer Entstehung zwischen 1910 und 1940 für ihre meist jugendlichen Anhänger eine Alternative, ein Protest gegen die bürgerliche Musikkultur der Spätromantik und gegen die Neue Musik. Durch ihre Nähe zur Musik des 16. bis 18. Jahrhunderts galt sie für ihre Gegner aber als altmodisch, ja reaktionär.
Das Komponieren im alten Stil wuchs aus der Wiederentdeckung historischer Musik heraus. Gepflegt wurde es damals einerseits von Musikwissenschaftlern und professionellen Musikern, aber auch von einer beachtlich großen Zahl von Laien aus der musikalischen Jugendbewegung. Für sie wurde das Singen alter und neuer Lieder und das Musizieren auf historischen Instrumenten wichtiger Lebensbestandteil, oft sogar zum Lebensinhalt.
Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden die Jugendbünde samt ihrer Musik vereinnahmt, gleichgeschaltet und in einer dem System entsprechenden Richtung weiterentwickelt. Nach dem 2. Weltkrieg entstand als Reaktion darauf eine pauschale Ablehnung dieses Stils sowie eine weit verbreitete Skepsis gegenüber Volksliedern. Deshalb sind Aufführungen von Musik dieses Stils zur Rarität geworden.
Unser Programm mit Lautenliedern von Knab und Duis, Liedsätzen von Hensel und Gofferje sowie Kammermusik von Lechner und Schwarz-Schilling soll die Zuhörer erfreuen – und es könnte helfen, Vorurteile abzubauen.  

Konrad Lechner 
(1911-1989)
Flöten- und Gambenmusik (1939)
Bewegt - Sehr rhythmisch - Wurze des Waldes - Über den Sternen
Liebeslieder I
Walter Hensel (1885-1956) Ein betrogen Mädchen (1931)
Ernst Duis (1896-1967) Am Haidberg geht ein leises Singen
Hermann Krome (1888-1955) Die Sonne steigt auf (1920)
Fritz Jöde (1887-1970) Ach Schwester (1924)
Die Nachtigall
Armin Knab (1881-1961) Der Tod, das ist die kühle Nacht (1916)
Walter Hensel Es saß ein klein wild Vögelein (1926)
Anneliese Sauer Tanzweise (1921)
Walter Hensel Schlief Maria am Wege ein (1932)
Karl Gofferje (1893-1966) Es steht ein Lind in jenem Tal (1921)
Geistliche Lieder
Karl Gofferje  Wer weiß, wie nahe mir mein Ende (1922)
Karl Gofferje  Christe, du Lamm Gottes (1922)
Walter Hensel Weiße Lilie (1932)
Karl Gofferje  Herzlich tut mich verlangen (1921)
Reinhard Schwarz-Schilling
(1904-1985)
Kleine Kammermusik über "L'homme armé"
für 2 Blockflöten, Violine, Viola und Laute
Ricercar - Cappriccietto - Interiore - Alla marcia
****************
Liebeslieder II
Ernst Duis Viel hundert weiße Lilien
Ernst Duis O bittere Not
Armin Knab Freudvoll und leidvoll (1916)
Armin Knab Nacht ist wie ein stilles Meer (1910)
Zum Advent
Karl Gofferje Und unser lieben Frauen (1919)
Adolf Seifert (1902-1945) O Tannenbaum
Hans Baumann (1914-1989) Hohe Nacht der klaren Sterne (1940)
Walter Hensel
(1885-1956)
Das Silberhorn (1925)
Mondlieder für Singstimme, 2 Querflöten und 2 Lauten
Zu schönsten Träumen wieder
Seltsam ergreift es den Wandrer
Vor meinem Bette heller Mondenglanz
Zum Abend
Max Tepp Wieder ist ein Tag zu Ende (1922)
Walter Hensel Flötet, flötet mich zum Schlafe (1932)
Max Tepp Der Mondschein ging spazieren (1922)
Walter Hensel Um der Klarheit willen wird es Nacht (1932)
Bernhard Schneidler  Nun der übermüde Tag (1921)

Ensemble der Denkendorfer Kreuzgangkonzerte  

Ute Kreidler, Mezzosopran
Angela Leal-Rojas, Violine
Dietrich Haböck, Viola und Viola da gamba
Peter Thalheimer und Eva Praetorius, Blockflöten und Querflöten 

- . - . - . -

 

190. Kreuzgangkonzert am Samstag, 23. Oktober 2004, 20 Uhr

Europäische Barockmusik

sammartini.jpg (5864 Byte)
Giuseppe Sammartini
(1695-1750)

"Gastarbeiter" und "mobile Arbeitnehmer" gibt es nicht erst im 20. und 21. Jahrhundert. Georg Friedrich Händel ist dafür eines der berühmtesten Beispiele: Geboren in Halle, vervollkommnete er seine Ausbildung in Italien, dann wirkte er in London. Gleichzeitig mit ihm lebten auch der italienische Oboist Giuseppe Sammartini und der französische Cembalist Dieupart in England. Die kompositorischen Folgen solcher "Künstlerwanderungen" nannte man damals "vermischten Stil" oder "les Goûts-réunis", heute spricht man von "multikultureller Gesellschaft" oder vom "Dialog der Kulturen".
"Vermischt" und "wiedervereinigt" wurden damals vor allem die italienischen und französischen Nationalstile. In "Reinkultur" werden sie in unserem Programm repräsentiert von dem Italiener Tomaso Albinoni und dem Franzosen Robert de Visée.
Georg Philipp Telemann nimmt in diesem Spannungsfeld der Stile insofern eine Sonderstellung ein, als er sowohl perfekt im italienischen wie auch im französischen Stil komponieren konnte. In seinem Spätwerk entwickelte er daraus (und aus polnischen Einflüssen) einen unverwechselbaren Personalstil. Seine Sonatine c-Moll ist aber eher dem italienischen Stil zuzuordnen.

 

 

Giuseppe Sammartini
(1695-1750)
Sonate C-Dur 
für Sopranblockflöte und Basso continuo (Frühfassung von op. 2/2)
Andante spirituoso - Allegro - Andante lento - Allegro
Charles (Francis) Dieupart 
(+ um 1740)
Suite III h-Moll (um 1711) 
für Flûte de voix und Basso continuo
Ouverture - Allemande - Courante - Sarabande - Gavotte - Menuet seriux - Gigue
Georg Friedrich Händel
(1685-1759)
Sonate C-Dur op. 1/7 (um 1725)
für Altblockflöte und Basso continuo
Larghetto - Allegro - Larghetto - A Tempo du Gavotti - Allegro
* * *
Tomaso Albinoni
(1671-1751)
Concerto a-Moll
für Sopranblockflöte und Basso continuo
Allegro non troppo - Aria, andante - Allegro
Robert de Visée
(um 1650-um 1720)
     
Pièces de Luth a-Moll
Prelude - Tombeau du Viux Gallot, Allemande - Chaconne - Rondeau, La Montfermail - Gigue
Georg Philipp Telemann
(1681-1767)
Sonatine c-Moll TWV 41: c2 (1730/1731)
für Altblockflöte und Basso continuo
Largo - Allegro - Dolce - Vivace

Collegium Musica Rara
Peter Thalheimer, Blockflöte
Martin Schirrmeister, Viola da gamba
Johannes Vogt, Laute

- . - . - . -

 

 

 

 

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: info@kloster-denkendorf.de 
Copyright © 2001 Fortbildungsstätte Kloster Denkendorf
Stand: 01. November 2009