Was tun Freunde Israels unter Christen ? – Womit ist Israel gedient?

Thesen für das Ökumenische Forum X der ACK Baden-Württemberg 30.03.2006 Bad Urach

Michael Volkmann

 

  1. „Ganz Israel wird gerettet werden“ (Röm 11,26)
    Freunden Israels liegt das Wohl ganz Israels am Herzen.

  2. „Jerusalem ist gebaut als eine Stadt, in der man zusammenkommen soll.“ (Psalm 122,3)
    Freunde Israels suchen die Begegnung mit Juden an Orten, die ihnen wichtig sind.

  3. „Sie sind Israeliten“ (Röm 9,4)
    Freunde Israels respektieren Juden und ihre Lebensweise, die innere Vielfalt des Judentums samt den Spannungen und Auseinandersetzungen, ohne diese gegen einander auszuspielen.

  4. „Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich“ (Röm 11)
    Freunde Israels wissen, wer sie selbst sind im Verhältnis zu Israel. Sie wahren das rechte Maß von Nähe und Distanz. Sie lernen von Juden, kennen auch die Sorgen, die Juden umtreiben, und vermeiden, was sie ängstet.

  5. „Christus ist ein Diener der Juden geworden“ (Röm 15,8)
    a) Freunde Israels treten Juden nicht mit Macht und Überlegenheit entgegen, sondern nach dem Vorbild Christi.
    b) Freunde Israels lassen sich nicht allein an ihren Worten, sondern an ihren Taten und an ihrem Eintreten für Israel messen.

  6. „Gedenke der vorigen Zeiten und hab acht auf die Jahre von Geschlecht zu Geschlecht“ (5. Mose 32,7)
    Freunde Israels erinnern sich an die judenfeindlichen Irrwege der Kirche(n) und achten darauf, dass die nach der Scho’a vollzogene Umkehr dauerhaft wird.

  7. „Freut euch mit Jerusalem!“ (Jesaja 66,10)
    Freunde Israels fördern die Israelverbundenheit in Kirche und Gesellschaft.

  8. Gott spricht: „Wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an“ (Sacharja 2,12)
    Freunde Israels stehen gegen Antisemitismus und alle subtilen Versuche der Delegitimierung Israels als Volk, Religion und Staat auf.

  9.  „Im Blick auf die Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen“ (Röm 11,28)
    Freunde Israels respektieren die Treue Israels zur Tora und die jüdische Ablehnung des Evangeliums, die Segen und Heil für alle Welt bedeuten; sie vertrauen auf Gott, der sich aller erbarmt.

  10. „Wünschet Jerusalem Glück!“ (Psalm 122,6))
    Freunde Israels treten dafür ein, dass Juden in Frieden leben. Sie treten für eine sachliche Beurteilung des Nahostkonflikts ein und fühlen mit den von Not und Leid betroffenen Menschen.

  11. „Die Heiden aber sollen Gott loben um der Barmherzigkeit willen“ (Römer 15,9)
    Freunde Israels bitten für Israel und loben Gott um der Hoffnung willen, die er ihnen durch Israel gestiftet hat.