patri51.jpg (40591 Byte) Kreuz des Patriarchen von Jerusalem im Kreuzgang des Klosters

    

Willkommen im Kloster Denkendorf

  

Links zu Informationsseiten:

Im Bereich der Sprachhilfe

Erzieherinnen

Diakon/innen 

Beauftragte für Gemeindediakoninnen und -diakone

Sekretär/innen

Kirchenpfleger/innen

Mesner/innen und Hausmeister/innen

   
Bereich "Christen und Juden"

Arbeitsgruppe "Wege zum Verständnis des Judentums"

   
Pastoralkolleg


Kultur im Kloster:

Kreuzgangkonzerte

Ausstellungen


Das Kloster:

Die Geschichte des Klosters Denkendorf

Anmeldung/Anreise

Die Mitarbeiter

Allgemeine Geschäftsbedingungen

 

 


Zurück zum Bereich V: Christen und Juden  
Zurück zur Arbeitsgruppe "Wege zum Verständnis des Judentums"   
Zurück zur Seite: Das Gespräch zwischen Christen und Juden in der Fortbildungsstätte Kloster Denkendorf - ein Rückblick auf die ersten Jahre

 
Die jüdischen Lehrer 
in der Fortbildungsstätte Kloster Denkendorf  

Überblick: 
  
Aktuell:
Neue Lehrer- erstmals bei den Toralernwochen in Denkendorf 2008 

1. Die derzeitigen jüdischen Lehrer und Lehrerinnen  
2. Die früheren jüdischen Lehrer und Lehrerinnen  
3. Zusammenstellung: Denkendorfer Toralernwochen - Beteiligte jüdische Lehrer 1978-2008 (pdf-Datei)  
4. Zusammenstellung:  Themen und Orte der christlich-jüdischen Bibelwochen 1978-2009 (pdf-Datei)  
5. Orte der Toralernwochen in württembergischen Gemeinden bis 2009 (pdf-Datei)  
   

Seitdem erstmals 1974 Veranstaltungen mit jüdischen Referenten und seit 1978 dazuhin regelmäßig biblische Lernwochen (Toralernwochen) mit jüdischen Lehrern im Programm der Fortbildungsstätte Kloster Denkendorf angeboten werden (vgl. die Seite über die Anfänge der christlich-jüdischen Arbeit in Denkendorf), bestehen insbesondere zu einem festen Kreis von orthodoxen (toratreuen) Lehrern und Lehrerinnen enge und freundschaftliche Beziehungen. Diese Lehrer und Lehrerinnen sind fast alle in Israel zuhause, wobei fast alle dem deutschsprachigen mitteleuropäischen Judentum entstammen. Auf dieser Seite werden die Lehrer im Einzelnen vorgestellt.     

Aktuell: Neue Lehrer- erstmals bei den Toralernwochen in Denkendorf 2008  

TLW 2008 Ddf 010.jpg (107435 Byte)Rivka und Daniel Basch, Jerusalem
Rivka und Daniel Basch stammen aus Schweizer jüdischen Familien und sind 1981 nach Israel eingewandert. Rivka und Daniel Basch waren beide schon in der Schweiz sehr aktiv in der religiösen zionistischen Jugendbewegung Bnei Akiva. So lernten sie sich kennen.
Rivka Basch stammt aus der in Basel ansässigen, aus Polen stammenden Familie Gesundheit. Sie studierte Geschichte, Philosophie und Literatur und machte ein M. A. in jüdischen Wissenschaften mit Schwerpunkt Bibel. Von Beruf ist sie Lehrerin.
Dani Basch stammt aus der französischen Schweiz. Er studierte Politische Wissenschaften und Internationale Beziehungen. Zwei Jahre lang war er geistlicher Leiter (d. h. Rabbiner, Kantor und Lehrer in einer Person) in einer kleinen jüdischen Gemeinde in der französischen Schweiz. Von Beruf ist er Unternehmer. Heute leitet er einen Aluminiumbetrieb in Israel.
Rivka und Daniel Basch haben sechs Kinder. 
  
TLW 2008 002.jpg (128935 Byte)Elisheva und Dr. Baruch Levy 
Dr. Baruch Levy
ist 1932 in Berlin geboren und mit fünf Jahren mit seinen Eltern nach Palästina geflüchtet. Dr. Levy war Lehrer und Schulleiter in Israel. Für jeweils drei Jahre unterrichtete er in München und in der Schweiz. Zusammen mit seiner Frau Elisheva lebt er in Jerusalem.
Elisheva Levy ist in Holland geboren. Mit ihrer Familie wurde sie als siebenjähriges Kind inhaftiert, ins Lager Westerbork verschleppt und dann nach Bergen-Belsen deportiert. Auf dem Transport nach Osten wurde sie befreit, während ein Bruder und die Großmutter nicht überlebten. 1958 ging sie nach Israel. Elisheva und Baruch Levy sind seit 50 Jahren verheiratet. Sie haben zahlreiche Kinder, Enkel und Urenkel.  
   
TLW 2008 003.jpg (104513 Byte)Nechama und Mordechai Teitelbaum aus Kiriat Motzkin / Haifa
Nechama Teitelbaum stammt aus einer deutschen Familie Oppenheimer. Ihre Eltern wanderten 1944 ein und heirateten in Erez Israel. Nechama wurde im Land geboren. Sie studierte Bibel und Soziologie mit M.A.-Abschluss und wurde Lehrerin und Ausbilderin von Lehrern. Obgleich sie seit zehn Jahren im Ruhestand ist, lehrt und prüft sie bis heute am Pädagogischen Zentrum Haifa angehende Lehrerinnen und Lehrer im Fach Bibel, speziell in Methodik des Bibelunterrichts. Für ihre Lebensleistung erhielt sie den israelischen Pädagogik-Preis.
Mordechai Teitelbaums Familie stammt aus Polen. Schon die Großeltern gründeten in Erez Israel einen Schreibwarenhandel. Mordechai Teitelbaum übernahm das Geschäft und arbeitete bis vor fünf Jahren als Grossist für Schreib- und Büroartikel. 
Nechama und Mordechai Teitelbaum haben fünf Kinder, 16 Enkel und drei Urenkel. Der Sohn Netanel Teitelbaum war bis 2008 fünf Jahre lang Rabbiner in Köln. Er wurde weltbekannt, als Papst Benedikt XVI. seiner Synagogengemeinde einen Besuch abstattete.  
Nechama Teitelbaum lehrte erstmals 2007 in Lavi bei einer Denkendorfer Toralernwoche. 
  


1. Die derzeitigen jüdischen Lehrer und Lehrerinnen  

ansbacher3a.jpg (110021 Byte)Ansbacher, Mordechai und Zippora, Jerusalem. Sie gehören seit 1978 (seit der ersten jüdisch-christlichen Bibelwoche in Denkendorf) zum Kreis der Lehrer in Denkendorf:
Mordechai (Max) Ansbacher (auf dem Foto zweiter von links mit seiner Frau Zippora am 27. Januar 2001 in Esslingen) ist am 11. Januar 1927 in Würzburg geboren und besuchte dort die jüdische Volksschule. Im Januar 1939 wurde er von den Eltern mit einem Kindertransport der Reichsvertretung der Juden in Deutschland zu Verwandten in der Nähe von Brüssel geschickte. Nach der Besetzung Belgiens durch die Deutschen wurde er von der belgischen Gendarmerie nach Frankreich geleitet und versuchte, über Calais nach England zu entkommen. Die weitere Besetzung durch die deutschen Truppen machte die Flucht unmöglich. Ansbacher kam in ein kleines KZ bei Calais, dann über das Rote Kreuz nach Belgien zurück. Im Januar 1941 Rücktransport nach Würzburg. Nach der Schließung der jüdischen Volksschule konnte er die Ausbildung zunächst an der Schule in München fortsetzen; nach deren Schließung Zwangsarbeit an verschiedenen Stellen (Bau eines Sammellagers; Betreuung Deportierter). Ende 1941 Rückkehr wegen der Erkrankung des Vaters nach Würzburg. Arbeitete zuletzt als Kochlehrling im Israelischen Kranken- und Pfründnerhaus. Am 23. September 1942 mit der Mutter nach Theresienstadt deportiert. Im Oktober 1944 Transport nach Auschwitz; nach zehn Tagen evakuiert in das KZ Dachau. Überlebte wegen eines erträglichen Arbeitskommandos und der Kameradschaft unter den Häftlingen. Im April 1945, 18jährig, befreit. Emigrierte über Belgien nach Erez Jisrael; Fortbildung, Studium der Geschichte und der jüdischen Religion. Langjähriger Mitarbeiter der nationalen Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Später Leiter der Museumsabteilung; führte Konrad Adenauer 1961 durch die Gedenkstätte. 1961 Zeuge im Eichmann-Prozess. Bis 1973 Teilnehmer an allen Kriegen Israels; im Sechstagekrieg war er einer der ersten israelischen Soldaten, die in die Altstadt von Jerusalem einzogen. In den 1980er-Jahren Lehrauftrag als Dozent an der Hochschule für jüdische Studien in Heidelberg. Wissenschaftlicher Redakteur der "Encyclopedia Judaica". Ansbacher wurde 1998 durch den stellvertretenden  israelischen Staatspräsidenten Dan Tichon und Jerusalems Oberbürgermeister Ehud Olmert mit dem Ehrentitel "Ein Würdiger Jerusalems" ausgezeichnet (hierzu ein Zeitungsbericht aus der Main-Post vom Dezember 1998).
Zippora Ansbacher leitete eine Ulpan-Sprachschule in Jerusalem, geb. 30. Mai 1931.
Im Archiv geblättert: Zeitungsberichte über eine Lernwoche in Mössingen im Juli 1994: Bericht 1    Bericht 2

Ansbacher Verleihung.jpg (57704 Byte)

Links: Auszeichnung von Mordechai Ansbacher (rechts) mit dem Ehrentitel "Ein Würdiger Jerusalems". Links Dan Tichon, stellvertretender israelischer Staatspräsident, daneben der Jerusalem Oberbürgermeister Ehud Olmert
   
  
TLW_1984_Ehepaar_Bar_Chama.jpg (67059 Byte) Bar Chama, Shimon und Shulamith s.A., Haifa-Kirjath Schmuel. Shimon Bar Chama ist am 12. April 1925 in Essen geboren, Shulamit am 15. Juni 1926. 1933 ist Shimon nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten mit Eltern und Geschwistern (Schwester Geula Levin s.u.) nach Erez Jisrael eingewandert. Er studierte an einer Jeschiwa und an der Hebräischen Universität Jerusalem. Danach war er als Lehrer, zuletzt viele Jahre als Konrektor eines Gymnasiums in Haifa tätig und unterrichtete angehende Bibel-Lehrer an der Universität Haifa. Seit 1986 ist er im Ruhestand. Shimon und seine Frau Shulamit gehörten seit 1980 (Shulamit s.A. bis zu ihrem Tod 1994) zum Kreis der Lehrer in Denkendorf (auf dem Foto sind beide bei der Toralernwoche 1984 in Denkendorf zu sehen). 
Shulamit starb 1994. Wir denken an Sie im Jahrzeit-Kalender am 12. Tamus.
Im Archiv geblättert: Zeitungsartikel über eine Lernwoche in Altbach 1988.
  
  
IS226_IzSchaschar_und_Ben_Jaschar10.jpg (94979 Byte)Ben Yashar, Menachem und Chedwa, Massuot Jizchak, gehören seit 2000 zum Kreis der Lehrer in Denkendorf.
Menachem Ben Jaschar (Hermann Menachem Silberberg; auf dem Foto rechts bei der Lernwoche im Kibbuz Lavi August 2001) ist am 13. Oktober 1924 in Berlin geboren. Er wuchs in Breslau auf, besuchte die dortige jüdische Schule und ist im März 1939 mit Eltern und Brüdern nach Erez Jisrael eingewandert. Er lebte und lernte in Tel Aviv; ein Jahr Besuch einer Jeschiwa in Haifa. 1949-49 nahm er als Soldat im Befreiungskrieg teil. Seit 1949 lebt er im religiösen Moschaw Massuot Jizchak bei Aschkelon. Seit 1952 war er als Lehrer tätig. 1954 heiratete er in Lavi Chedwa geb. Piperberg. Seit 1966 studierte er Bibelwissenschaft (Tanach) in der Bar-Ilan-Universität. Seit 1970 (BA) lehrt er an der Bar-Ilan-Universität (1974 MA), später an der Filiale der Bar-Ilan-Universität in Aschkelon. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem Tanach-Midrasch-Projekt in der Bar-Ilan-Universität. Seine wissenschaftlichen Interessensgebiete sind: die Tora-Exegese, die Exils- und nachexilische Zeit (historisch und prophetisch), Jerusalem (historisch und theologisch), Bibel und Midrasch.  Das Ehepaar Ben Jaschar hat drei Töchter und inzwischen 15 Enkel und Enkelinnen, die östlich und nördlich von Jerusalem leben.
IS330_Lehrerfrauen10.jpg (88482 Byte)Chedwa Ben Yashar geb. als Charlotte Piperberg (auf dem Foto in der Mitte) ist am 8. Januar 1928 in Köln geboren. Ihr Vater wurde Ende 1934 oder Anfang 1935 zu Verhören bei der Gestapo genommen. Kam körperlich und seelisch gebrochen zurück. Er starb demzufolge im Sommer 1935. Ende Oktober 1938 wurde Chedwa mit Mutter und einer Schwester nach Polen abgeschoben und nach Zbonchin gebracht, wo sie in schlimmen Verhältnissen lebten. Im Juli 1939 kam sie mit einem Kindertransport nach England, wo sie bei verschiedenen nichtjüdischen und später auch jüdischen Familien lebte. Sie verlor anderthalb Schuljahre durch die Deportation und Evakuation nach Polen. 1944 schloss sie sich einer religiösen Hachscharah (Ausbildungsfarm für die Einwanderung nach Erez Jisrael) an und wurde gleichzeitig als Kinderpflegerin ausgebildet. Im November 1947 konnte sie nach Erez Jisrael einwandern, wo sie den hebräischen Namen Chedwa annahm. Erst hier erfuhr sie von Verwandten, dass ihre Mutter nach der Flucht vor den Deutschen bis Sibirien geflohen war und auf der Rückkehr in Südsibirien umgekommen ist. 1949 war Chedwa Mitbegründerin des Kibbuzes Lavi. 1954 heiratete sie Menachem Ben Yashar und verzog mit ihm nach Massuot Jizchak. Sie lernte und diente als Sanitätsschwester, später ließ sie sich noch in Massage und zugehörigen Therapieformen ausbilden, worin sie bis heute tätig ist.
  
  
TLW_1996_Meir_Brom_und_Chawa_Jonai.jpg (56838 Byte)Brom, Meir und Judith, Jerusalem. Sie gehören seit 1996 zum Kreis der Lehrer in Denkendorf. 
Meir (Mark) Brom (links im Bild, rechts Chawa Jonai, s.u.) ist am 3. Dezember 1930 in Luzern (Schweiz) geboren. Er besuchte die Volks- und Sekundarschule in der Schweiz, danach in Israel Mittelschule, Talmudschule, Lehrerseminar und die Musikakademie. 42 Jahre lang war er im Erziehungswesen in Israel und in der Schweiz tätig, davon 20 Jahre als Lehrer meist an öffentlichen Schulen und 22 Jahren als Rektor (sechs Jahre an der Religionsschule der Israelitischen Cultusgemeinde in Zürich und 16 Jahre Rektor öffentlicher Staatsschulen). Dazu war er Dirigent von verschiedenen Kinder- und Synagogenchören in Israel und in der Schweiz. Langjährige Mitarbeit in christlich-jüdischen Gesprächskreisen. Vortragstätigkeit in Israel im Auftrag des israelischen Erziehungsministeriums vor ErzieherInnen aus Deutschland und Österreich. Aktiv im Bereich der ersten Hilfe für Menschen in seelischer Not. Seit 1995 tägliches Talmudstudium an einem Lehrhaus in Jerusalem. 
Jehudit (Ingelore) Brom geb. Münz ist am 29. November 1932 in Nürnberg geboren. 1934 wanderte sie nach Erez Jisrael aus und besuchte die Grund- und Mittelschule in Jerusalem. Ihre Ausbildung erfuhr sie am Erzieherinnen- und Lehrerseminar in Jerusalem; Abschluss mit dem staatlichen Lehrerpatent. 32 Jahre tätig als Erzieherin und als Lehrerin in der Unterstufe sowohl in Israel wie in der Schweiz. Dazuhin aktiv in der Erwachsenenbildung und nach zusätzlicher Ausbildung in der Arbeit mit SeniorInnen.      
   
  
IS125_Vortrag_DrCohn10.jpg (82624 Byte)Cohn, Dr. Gabriel H. und Nechama, Jerusalem. Sie gehören seit 1986 zum Kreis der Lehrer in Denkendorf. Auf dem Foto links referiert er bei der Toralernwoche im Kibbuz Lavi im August 2001. 
"Prayer in Judaism", hg. von Dr. Gabriel H. Cohn.
 
 
Maerz020019.jpg (57173 Byte)Abraham Frank, Jerusalem (auf dem Foto während einer Studienwoche in Denkendorf im Februar 2002), ist am 24. Dezember 1923 in Flacht bei Diez an der Lahn geboren. Er besuchte von 1928-32 die evangelische Volksschule in Ludwigsburg und 1934-36 das Karlsgymnasium in Stuttgart, musste dann die Schule "aus rassischen Gründen" verlassen. Nach Einwanderung in Erez Jisrael Besuch von Volksschulen in Tiberias und Afulah, worauf er in einer Schreinerei lernte; 1946-50 Angestellter in verschiedenen Buchhandlungen; von 1950-82 im Rahmen der zionistischen Weltorganisation (Jewish Agency) in USA, Kanada, England und Israel, zuletzt als Leiter der Einwanderungsabteilung für Nordamerika erzieherisch und administrativ tätig. 1982-86 Funktionär des Irgun Merkas Europa (Organisation der mitteleuropäischen Einwanderer in Israel) und als Kulturreferent und Redaktionsmitglied der "Mitteilungsblattes" tätig. Mitglied des Board des Leo Baeck Instituts in Israel; Mitarbeiter an den Gedenkbüchern für die zerstörten jüdischen Gemeinden in Hessen und Nordrhein-Westfalen, die von der Yad Vashem Holocaust Memorial Authority herausgegeben werden; freiwilliger Mitarbeiter an der Restaurierung und Dokumentation jüdischer Friedhöfe im süddeutschen Raum; verheiratet mit Rita geb. Scherl (geb. 1925). Das Ehepaar hat drei Kinder (Dr. Ariel Joel Frank, geb. 1951; Elieser, geb. 1956 und Judith verh. Schachter, geb. 1966) und lebt in Jerusalem.
  
  
Heckscher, Shimon und Malka, Kvuzat Javne (1992)
Shimon Heckscher, war als Lehrer tätig, geb. 15. April 1934. Malka, geb. November 1935.
 
 
Hejman, Elchanan und Pnina, Haifa. Sie gehören seit 1998 zum Kreis der Lehrer in Denkendorf.
NV_Syn_Hechingen_5.jpg (59492 Byte)Levin, Geula, Lehrerin, Haifa-Kiryat Shmuel, geb. 7. April 1930 in Essen, Schwester von Shimon Bar Chama (s.o.). 1933 ist sie nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten mit Eltern und Geschwistern nach Erez Jisrael eingewandert. Nach Schulbesuch und Studium war sie als Mathematik-Lehrerin in einem Mädchen-Gymnasium tätig. Sie heiratete David Levin s.A., der von 1985 bis zu seinem Tod 1991 bei der Israelitischen Religionsgemeinschaft in Stuttgart als Religionslehrer tätig war. In dieser Zeit lernte Ehepaar Levin auch die Arbeit in Denkendorf kennen. Seit 1992 kommt Geula Levin jährlich zwei Mal nach Denkendorf. Im Herbst begleitet sie ihren Bruder Schimon Bar Chama regelmäßig zu der Psalmwoche und den begleitenden Veranstaltungen. Im Sommer ist sie bei der Gruppe der Lehrer bei Toralernwochen engagiert und hat in dieser Zeit die Aufsicht über die koschere jüdische Küche in Denkendorf. Seit sie - nach dem Tode Ihres Mannes 1991 - wieder in Israel ist, besucht sie verschiedene Kurse und arbeitet in ihrer Gemeinde in der Betreuung von Seniorinnen und Senioren mit. Geula Levin hat drei Töchter, zehn Enkelkinder und eine wachsende Schar Urenkel. Auf dem Foto ist sie mit Lisbeth Blickle (rechts) aus Balingen bei einer Veranstaltung in der ehemaligen Synagoge in Hechingen im November 2001 zu sehen. An David Levin s.A. denken wir im Jahrzeit-Kalender am 22. Kislew.
 
 
Mayer, Shlomo und Sara, Jerusalem, gehören seit 1987 dem Kreis der Lehrer in Denkendorf an. Shlomo Mayer ist am 13. Januar 1940 in Basel geboren. 1957 ist er - noch vor seinem Abitur - nach Israel eingewandert. Er studierte Tora an einer Talmud-Hochschule und an der Hebräischen Universität in Jerusalem (jüdische Geschichte). Er ist heute tätig als Direktor des Leo-Baeck-Institutes in Jerusalem. 
Sara Mayer ist am 22. September 1942 geboren. Sie studierte allgemeine Geschichte und jüdische Literatur und arbeitet am israelischen Erziehungsministerium in Jerusalem als Inspektorin.
Im Archiv geblättert: Zeitungsartikel über eine Lernwoche in Fellbach im August 1988.   
Zeitungsartikel über eine Lernwoche in Tübingen im Juli 1997.  
 
 
IS226_IzSchaschar_und_Ben_Jaschar10.jpg (94979 Byte)Shashar, Dr. Yizchak und Bilha, Giv'at Washington (1992), jetzt in Ophra. Dr. Yizchak Shashar (auf dem Foto links bei der Toralernwoche im Kibbuz Lavi im August 2001) ist am 23. Februar 1929 in Hamburg geboren und bereits 1933 nach Erez Jisrael eingewandert. Nach dem Schulbesucht studierte er fünf Jahre an der Hebräischen Universität in Jerusalem Hebräisch, Geographie und Bibelwissenschaft. Nach dem Studium war er vier Jahre in Indien und drei Jahre in Holland als Lehrer in jüdischen Gemeinden tätig. Anschließend unterrichtete er 30 Jahre am Lehrerseminar in Giv'at Washington bei Jawne. Mit seiner Frau Bilha hat er fünf Kinder und inzwischen 22 Enkelkinder. Seit 1995 lebt das Ehepaar in Ofra, ungefähr 20 km nördlich von Jerusalem und ca. 5 km östlich von Ramallah. In Verbindung mit der Bar-Ilan-Universität arbeitet er an der Erforschung von alten Manuskripten jüdischer Bibelausleger.
IS233_Bilha_und_Ruben10.jpg (94661 Byte)Bilha Shashar (auf dem Foto links - im Gespräch bei der Toralernwoche im Kibbuz Lavi August 2001) ist am 6. März 1932 in Amsterdam geboren. Bereits 1934 ist sie mit ihrer Familie nach Erez Jisrael eingewandert und lebte danach in Rechovot bei Tel Aviv. Sie besuchte acht Jahre die Grundschule in Bat Yam bei Yafo, vier Jahre das Gymnasium in Tel Aviv und vier Jahre die Hebräische Universität in Jerusalem. Hier studierte sie hebräische Literatur und jüdische Geschichte. 1956 bis 1960 war sie als Lehrerin in Bombay, Indien tätig, 1960 bis 1965 als Lehrerin im Kibbuz Jawne und danach bis 1968 als Lehrerin in Amsterdam. Von 1968 bis 1994 war sie Lehrerin an der Hochschule Giv'at Washington und Leiterin dieser Hochschule. Seit ihrer Zurruhesetzung 1994 lebt sie in Ofra. Auch sie arbeitet wie ihr Mann in Verbindung mit der Bar-Ilan-Universität an der Erforschung von alten Manuskripten jüdischer Bibelausleger.
Zeichner, Zwi und Fruma, Haifa-Kirjat-Chajim, gehören seit 1989 dem Kreis der Lehrer in Denkendorf an.
Zwi Zeichner war als Lehrer tätig, geb. am 27. November 1936. Fruma Zeichner war als Lehrerin tätig, geb. am 8. Januar 1945.
 
 
IS205_Vortrag_DrZur10.jpg (40542 Byte)Zur, Dr. Yaakov und Esther s.A., Kibbuz Ein Hanaziv. Sie gehören seit Mitte der 1990er-Jahre zum Kreis der Lehrer in Denkendorf. 
Dr. Yaakov Zur (auf dem Foto bei einem Vortrag im Kibbuz Lavi im August 2001) ist am 21. April 1924 in Rostock als Alfred Jaques Zuckermann in einer so genannten ostjüdischen und religiösen Familie geboren. Bis Ende 1935 war er einziger Schüler in einem vom Nazismus infizierten Klasse. Er hatte zwei jüngere Brüder (geb. 1925 und 1927) und eine Schwester (geb. 1931). Von 1935 bis 1938 lernte er mit seinen Brüdern in einer jüdischen Schule in Frankfurt. Durch die Ereignisse der Reichspogromnacht im November 1938 (Verhaftung des Vaters und Verschleppung in ein KZ) fuhr er nach Rostock zur Mutter zurück. Er verhandelte als 14jähriger mit der Gestapo, um seinen Vater befreien zu können. Er wickelte den Zwangsverkauf der Ware des Geschäftes seines Vaters ab und erhielt schließlich für ein Jahr eine Einreiseerlaubnis für den Vater nach England, der daraufhin aus dem KZ entlassen wurde. Im englischen Konsulat wollte er auch für seine Mutter und seine Schwester ein Visum erhalten, doch war dies nicht möglich, da sie angeblich "nicht gefährdet" waren (beide wurden am 10. Juli 1942 nach Auschwitz verschleppt und dort ermordet). Yaakov kam mit seinen Brüdern im April 1939 mit der Jugendalijah nach Erez Jisrael. Er lernte in einer landwirtschaftlichen Schule und wurde 1943 Mitglied des religiösen Kibbuz Ein Hanaziv südlich von Bet Shean. Im Februar 1948 heiratete er Esther geb. Rosenblum. Das Ehepaar hatte drei Kinder. Der älteste Sohn ist 1971 im Militärdienst ums Leben gekommen. Die beiden anderen Kinder leben im Kibbuz (Sohn in Ein Hanaziv, die Tochter in Jawneh). Über sie haben Yaakov und Esther Zur inzwischen zehn Enkelkinder. Yaakov Zur war zunächst Landwirt, später Jugenderzieher und in der Leitung der religiösen Kibbuzbewegung tätig. Drei Jahre arbeitete er in einer zentralen Kulturmission in Südamerika. Erst 1961 begann er mit dem Studium an der Universität in Jerusalem. Danach wurde er Lehrer und Direktor einer Distriktschule der Kibbuzbewegung. 1982 promovierte er mit dem Thema "Die jüdische Orthodoxie in Deutschland und ihr Verhältnis zum Zionismus". Seit 1984 war er wieder in Deutschland tätig, auch in der damaligen DDR. Nach der Wende wurde er erster Ehrenbürger der Stadt Rostock. Am 8. November 1998 wurde ihm der Titel PhD h.c. von der Universität Rostock verliehen. Bis heute (2002) unterrichtet er in einer Filiale der Bar-Ilan-Universität und veröffentlichte verschiedene Abhandlungen. 1999 wurde sein Buch "Rabbiner Jakob Hoffmann" herausgegeben. Es wurde mit dem Rabbiner-Reines-Preis ausgezeichnet. Im September 2001 veröffentlichte er sein Buch "Zwischen Zionismus und Orthodoxie" (Abbildung links). 2003 folgte die von Christiane Gundlach herausgegebene Autobiografie "Die Welt ist eine schmale Brücke" (Thomas-Helms-Verlag Schwerin 2003).
IS335_Lehrerfrauen30.jpg (85506 Byte)Esther Zur geb. Rosenblum s.A. (auf dem Foto links erzählt sie von der Schabbat-Feier im religiösen Kibbuz; aufgenommen in Lavi im August 2001) ist am 12. Mai 1924 in Antwerpen (Belgien) als Tochter eines Diamantenhändlers geboren. Sie war die älteste Tochter mit einem drei Jahre jüngeren Bruder und einer zehn Jahre jüngeren Schwester. Bis zum Einmarsch der deutschen Truppen in Antwerpen am 10. Mai 1940 lebte sie ein ruhiges und glückliches Leben.  Die Flucht vor den deutschen Soldaten war nicht mehr möglich. Am Tage vor dem jüdischen Neujahrsfest September 1942 musste Esther den Abtransport ihrer Eltern miterleben. Sie hat sie nicht mehr gesehen. Einige Tage später ist sie, nachdem sie den Abtransport ihrer 83jährigen Großmutter miterleben musste, mit ihren Geschwistern aus Antwerpen geflohen. Der Bruder konnte zusammen mit einem Onkel in die Schweiz entfliehen. Sie konnte mit der achtjährigen Schwester und einer Cousine nach Frankreich kommen. Die weitere Flucht in die Schweiz gelang nicht. Vielmehr wurde sie verhaftet und in das KZ Gurs verschleppt, wo sie von November 1942 bis Juli 1943 interniert war. Mit Hilfe von internationalen jüdischen Institutionen wurden die beiden Schwestern und die Cousine freigelassen und in ein jüdisches Kinderheim gebracht. Als die Kinderheime gleichfalls geräumt werden sollten, lebten sie mit falschen Papieren als Nichtjuden. Ester arbeitete als Sozialhelferin, wobei zu ihren Aufgaben die Betreuung ihrer kleinen Schwester und einer gleichaltrigen Freundin in einer nichtjüdischen Familie gehörte. Später konnte ihre Schwester in die Schweiz kommen; Esther gelang mit einer Gruppe von Juden die Flucht über die Pyrenäen nach Spanien. Dort wurde sie von einem jüdischen Hilfsverein versorgt und konnte im Herbst 1944 mit einem regulären Schiff nach Erez Jisrael kommen. Esther kam in zwei Kibbuzim. Seit Februar 1946 war sie im neu gegründeten Kibbuz Ein Hanaziv, wo sie ihren späteren Mann Yaakov kennenlernte. Im Kibbuz hat sie überall mitgearbeitet, insbesondere in der Betreuung von Jugendlichen, darunter Kinder aus sozial bedrängten Familien. Zuletzt arbeitete sie in der Küche des Kibbuz. Esther Zur starb 2002.

    

   

Weitere Lehrer, die in Denkendorf immer wieder Kurse abhalten, aber nicht zum Kreis derer gehören, die regelmäßig bei den biblischen Lernwochen engagiert sind:   

lapide.jpg (19371 Byte)Lapide, Yuval, Sohn von Ruth Lapide und Pinchas Lapide s.A., ist in Jerusalem geboren. 1974 kam er mit seinen Eltern nach Frankfurt am Main. Dort legte er das Abitur ab und schloss eine Ausbildung zum Bankkaufmann an. Anschließend studierte er Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Internationales Bankgeschäft. Zwölf Jahre lang arbeitete er bei zwei renommierten Frankfurter Banken. 1995 machte er sich als Sprachentrainer beruflich selbständig. Begleitend zum Studium der Wirtschaftswissenschaften studierte Yuval Lapide an jüdischen Hochschulen in Straßburg, New York und Paris rabbinische Bibelexegese und mittelalterliche jüdische Philosophie und Mystik. 
Yuval Lapide ist stark geprägt durch die Versöhnungsarbeit seiner Eltern im jüdisch-christlichen Dialog. Er praktiziert intensiv das Gespräch zwischen Juden und Christen und ist Referent an verschiedenen katholischen und evangelischen Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland. Yuval Lapide lebt in Frankfurt am Main. 
Foto: Quelle

Peter S. Lehnardt, Jerusalem (Lernwoche 1997)

 

2. Die früheren jüdischen Lehrer und Lehrerinnen und andere in besonderer Beziehung zu unserer Arbeit stehenden jüdischen Persönlichkeiten   

Adler, Rabbiner Dr. Benjamin s.A. und Kitty, Jerusalem. Sie gehörten seit 1994 zum Kreis der Lehrer in Denkendorf:
TLW_1996_Kitty_und_Benjamin_Adler.jpg (75306 Byte)Benjamin Adler (auf dem Foto rechts mit seiner Frau Kitty bei den Lernwochen 1996) wurde am 4. Februar 1922 in Beuthen/Oberschlesien als Sohn von Hermann und Rosa Adler geboren. Er besuchte die Volksschule in Beuthen bis 1935, dazu eine jüdische Religionsschule. Beginn mit der Rabbinerausbildung mit dem Besuch der Talmudhochschule in Chrczanov (Polen), die er auf Grund seiner hervorragenden Leistungen bereits nach 14 Monaten mit der Schlussprüfung absolvieren konnte. Weitere Ausbildung im berühmten "Hohen Talmudischen Institut für rabbinalische Ausbildung" in Sosnowietz (Polen). Bereits mit ca. 16 Jahren war er der rabbinalischen Schlussprüfung nahe. Abbruch der Ausbildung nach der Besetzung seiner Heimatstadt und ganz Oberschlesiens durch die Deutschen im Sommer 1937. Vorbereitung für die Einwanderung nach Erez Jisrael im landwirtschaftlichen Institut Steckelsdorf. Nach der Einwanderung gehörte Benjamin Adler zu den Gründungsmitgliedern des Kibbuz Schluchot, dem er 35 Jahre als aktives Mitglied angehörte und dabei zentrale Ämter im Kibbuz (zehn Jahre wirtschaftlicher Kibbuzdirektor) und in der allgemeinen Kibbuz-Bewegung bekleidete. Er unterrichtete Immigrantengruppen, arbeitete als Lehrer und Erzieher im Jugenddorf Kfar Hanora Hadati und als Offizier, Kommandant, Lehrer und Erzieher in der Pal-Mach-Siedlung Biria. 1959 wurde er General-Direktor der Bet-Schean-Ebene-Industrie-Werke, dazu seit 1965 Generalleitung der Bet-Scheanischen Wasserwerke, 1966 Vizepräsident der Provinz Bet Schean.  
Praktische Studien während dieser Zeit: Ausbildung in der "Schule für Jugendimmigranten in Sde Jaakov" (dreijährige theoretische und praktische landwirtschaftliche Ausbildung); 1953/54 an der technische Hochschule der israelischen Arbeiterpartei in Tel Aviv ('Efficiency Production Engineering') und 1968 an der Bar Ilan-Universität (Ökonomie und Betriebwirtschaft). 
Weitere geisteswissenschaftliche Studien: 1942/43 an der Hebräischen Universität in Jerusalem klassische und moderne Philosophie, Literatur, Soziologie, Geschichte und Talmud. 1977-78 Rabbinerdiplom in Haifa als extraneus. 1980-85 Studium an der Rabbinischen Hochschule 'Jeschiwat Hakotel" (Abschluss mit dem zweiten Rabbinischen Grad). Nach 1985 Dissertation über den jüdisch-deutschen, orthodoxen Jugendbund Esra (Buchtitelseite links). Im Oktober 1992 Promotion an der Universität von Amsterdam.   

Seit 1972 lebt das Ehepaar Adler in Jerusalem. 1976 übernahm Dr. Adler die Generalleitung der talmudischen und rabbinischen Hochschule "Jeschiwat Hakotel". Er war dabei unter anderem verantwortlich für den Neubau des modernen Campus dieser Hochschule im jüdischen Altstadtviertel in Jerusalem, dessen Einweihung er noch vor seiner Zurruhesetzung erlebte.
BKAdler Donzdorf.jpg (7391 Byte)Kitty Adler (auf Foto links ihres Mannes während einer Lernwoche in Donzdorf im März 2002) ist am 6. November 1922 in Amsterdam geboren. Den 2. Weltkrieg hat sie in der holländischen Untergrundbewegung durchgemacht. An Tuberkulose erkrankt, wurde sie nach 1945/46 in Davos geheilt. 1947 bis 1951 studierte sie in Zürich und Genf Kunst und Malerei. 1951 Einwanderung nach Israel. 1952 bis 1955 Studium von Grafik und Malerei in Israel, 1963 bis 1965 Studium von Kunst und Malerei in Mexiko. Widmet den großen Teil ihrer Zeit "Zur Beschützung des ungeschützten Kindes".
Im Archiv geblättert: Zeitungsartikel über eine Lernwoche in Ludwigsburg im Juli 1997 
Zeitungsartikel über eine Lernwoche in Donzdorf im März 2002  
Veranstaltungen mit Rabbiner Dr. Adler im November 2002 in Denkendorf und anderen Orten  
Dr. Benjamin Adler verstarb in Jerusalem am 29. Mai 2003 und wurde dort beigesetzt.  
    
Almekias, Samy, Kantor in Stuttgart (1979)

Alster-Yardeni, David, Haifa (1991)  

Auerbach, Jakob und Ella, Jerusalem. Jakob Auerbach ist am 30. März 1937 geboren. Er war von Beruf Lektor.  Ella Auerbach ist am 9. Mai 1939 geboren und  war als Lehrerin tätig. Das Ehepaar gehörte seit Mitte der 1980er Jahre bis 1994 zum Kreis der Tora-Lehrer in Denkendorf. Jakob Auerbach s.A. starb am 15. Oktober 1995. Wir denken an ihn im Jahrzeit-Kalender am 21. Tischri.
Im Archiv geblättert: Zeitungsartikel über eine Lernwoche in Bad Wimpfen 1994.

Bartal, Dr. Arje s.A. und Debora, Haifa (1986/87). Dr. Arje Bartal ist 1989 gestorben. Wir denken an ihn im Jahrzeitkalender am 13. Adar.
Debora Bartal ist geb. am 16. August 1919. 

Ben Avner, Dr. Yehuda s.A. und Zivia, zuletzt in Ramat Gan. Yehuda Ben Avner ist als Juda Mark am 14. Dezember 1922 in Breslau geboren und in einem liberalen jüdischen Haus aufgewachsen. Im Oktober 1938 konnte er nach Erez Jisrael einwandern. Seine Eltern erhielten keine Einwanderungsvisen und wurden später in Auschwitz ermordet. Nach Schulbesuch und Studium war er als Lehrer in Rechovot und in Mischmar Hajarden im Hule-Tal (nördliches Jordantal), später als Schulleiter in Beer Scheva, dann als Schulleiter in Tel Aviv (mit Wohnsitz in Ramat Gan) tätig. Er engagierte sich stark in der Nationalreligiösen Partei und als Sekretär in der Lehrergewerkschaft. In Folge dieser Tätigkeit kam es 1968 zu einem ersten Kontakt mit deutschen Lehrern. Nach 24 Jahren Schuldienst nahm er das Studium in jüdischer Geschichte auf, zuerst in Jerusalem, danach an der Bar Ilan Universität in Ramat Gan. Seit 1986 hat er bei den Tora-Lernwochen Denkendorfs als Lehrer mitgewirkt. Er starb 2000. Wir denken an ihn im Jahrzeit-Kalender am 25. Ijar. Zivja Ben-Avner ist am 15. Juni 1925 geboren und lebt in Ramat Gan. 
Im Archiv geblättert: Zwei Zeitungsartikel über eine Lernwoche in Bad Urach 1994: Bericht 1      Bericht 2

ben-chorin1.jpg (6148 Byte)Ben Chorin, Schalom s.A. und Avital. Schalom Ben Chorin wurde am 20. Juli 1913 unter dem Namen Fritz Rosenthal in München geboren. Er wuchs in einem liberalen jüdischen Elternhaus auf. Mit 15 Jahren zog er in eine orthodoxe jüdische Familie und schloss sich der zionistischen Jugendbewegung "Kadima" an. Später studierte er In München Germanistik und Religionswissenschaft. 1935 wanderte er nach Erez Jisrael aus. Er war als Journalist und theologischer Schriftsteller tätig und lebte in Jerusalem. 1958 gründete er die erste reformierte Gemeinde und Synagoge (Har El) in Jerusalem. Zu Gastvorlesungen und Vorträgen kam das Ehepaar Ben Chorin seit den 1950er Jahren immer wieder nach Deutschland, seit 1961 auch auf die Evangelischen Kirchentage. Viele Jahre war er in Denkendorf regelmäßig zu Vorträgen, Studienwochen und anderen Veranstaltungen (z.B. Festredner beim 850jährigen Jubiläum Denkendorfs). Das Ehepaar Ben Chorin hat viele Brücken gebaut zwischen Juden und Christen, zwischen Israelis und Deutschen. Schalom Ben Chorin erhielt die Buber-Rosenzweig-Medaille, den großen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Von der Universität Stuttgart wurde er zum Professor ehrenhalber ernannt. Im Mai 1999 ist er in Jerusalem gestorben. Wir denken an ihn im Jahrzeit-Kalender am 21. Ijar. 
Zu Schalom Ben Chorin siehe auch unter www.hagalil.com/ben-chorin/ 

Kleine Auswahl von Veröffentlichungen von Schalom Ben-Chorin:

Bloch, Dr. Fritz s.A. Landesrabbiner in Stuttgart. Half entscheidend mit bei den Vorbereitungen der ersten jüdisch-christlichen Lernwoche 1978 (Klärung von Fragen der Kaschrut).  

Dreifuss, Dr. Gideon und Nurith Dreifuss, Dr. Gideon und Nurith Dreifuss, Dr. Gideon und Nurith Dreifuss, Dr. Gideon und Nurith Dreifuss, Dr. Gideon und Nurith Dreifuss, Dr. Gideon und Nurith Dreifuss, Dr. Gideon und Nurith Dreifuss, Dr. Gideon und Nurith Dreifuss, Dr. Gideon und Nurith Dreifuss, Dr. Gideon und Nurith Dreifuss, Dr. Gideon und Nurith und Nurith, Haifa (Gäste 1992)

Eres, David und Zippora, Haifa. David Eres ist in der Bukowina geboren und aufgewachsen, später nach Erez Jisrael eingewandert. Er hat 28 Jahre als Reiseleiter Gruppen des Denkendorfer Kreises durch Israel geführt. Am 24. September 1998 ist er gestorben. Wir denken an ihn im Jahrzeit-Kalender am 4. Tischri. 
Zipora Eres ist bereits 1994 gestorben. Wir denken an sie im Jahrzeit-Kalender am 15. Aw.
Zur Erinnerung an David und Zipora Eres hat der "Denkendorfer Kreis" über den jüdischen Nationalfonds (Keren Kajemet) einen Wald in Birika Safed pflanzen lassen ("Davids Zedernwald", mit einem am 3. Juni 1998 eingeweihten Gedenkstein). 

TLW_1993_JHahn_JFlusser.jpg (57755 Byte)Flusser, Jochanan und Miriam, Jerusalem (1992)
Jochanan Flusser (auf Foto rechts von Joachim Hahn) ist in der Computer-Branche tätig, geb. am 26. April 1960. Miriam Flusser ist als Lehrerin tätig, geb. am 13. Januar 1960.


Friedmann
, Simcha und Alisa, Kibbuz Tirat Zwi bei Beth Shean. Simcha Friedmann s.A. ist in Polen geboren. Er war bis 1938 Lehrer in Deutschland. Seine Lehrertätigkeit führte er nach der Einwanderung nach Erez Jisrael einige Jahre in der Nähe von Tel Aviv weiter, ehe er eine Schule übernahm, die er bis 1967 leitete. Einen halbjährigen Aufenthalt in New York nutzt Simcha Friedmann, um ein Lehrbach zu schreiben. Danach war er acht Jahre Mitglied im israelischen Parlament, außerdem dozierte er bis 1987 an einer Universität.  Er war letztmals bei der Lernwoche 1989 dabei. Er starb im folgenden Jahr 1990. Wir denken an ihn im Jahrzeit-Kalender am 9. Tewet.
Alisa Friedmann ist am 26. August 1918 in Leipzig geboren. Ihr Vater war zunächst Geschäftsleiter eines Schuhgeschäftes in Leipzig, später selbständiger Kaufmann in Borna bei Leipzig. Alisa konnte im Juli 1939 nach Erez Jisrael einwandern. Die Eltern wurden deportiert und sind ermordet worden. 
Im Archiv geblättert: Zeitungsartikel über eine Lernwoche mit Ehepaar Friedmann 1988 in Urach.

Fröhlich, Jakob und Hanna-Ruth, Shavej-Zion. 
Hanna-Ruth ist 1995 gestorben. Wir denken an sie im Jahrzeit-Kalender am 19. Siwan.

Ganiel, Arie und Alisa, Haifa-Kirjat Shmuel. Arie Ganiel ist am 23. Mai 1911 geboren. Beruflich war er alt Lehrer tätig. Nach der Pensionierung arbeitete er noch viele Jahre ehrenamtlich im Museumsarchiv von Lochamej haGhettaot, dem Kibbuz der Überlebenden aus dem Warschauer Ghetto mit. Seit 1978 (erste jüdisch-christliche Lernwoche in Denkendorf) wirkte er bei den Tora-Lernwochen mit. Lange Jahre war er der älteste der jüdischen Lehrer. Er starb 2000. Wir denken an ihn im Jahrzeit-Kalender am 11. Tischri.
Alisa Ganiel ist am 8. November 1911 geboren. Sie lebt im Kibbuz Tirat Zwi bei ihren Kindern und Enkeln.

Goldschmidt, Fritz Schlomo und Susi, Jerusalem. Fritz Goldschmidt s.A. gehörte zum Kreis der ersten Tora-Lehrer in Denkendorf. Er ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. 1933 ist er nach Erez Jisrael emigriert und wohnte seitdem in Jerusalem. Er war zuletzt als Lehrer in der Fortbildung von Erzieherinnen und als Berater im Erziehungsministerium in Jerusalem tätig.  Seine Tochter Avigail Zur, Jerusalem ist geboren am 14. März 1942. Fritz Goldschmidt ist 1994 gestorben. Wir denken an ihn im Jahrzeit-Kalender am 3. Siwan.
Susi Goldschmidt s.A. ist 1983 gestorben. Wir denken an sie im Jahrzeit-Kalender am 26. Cheschwan. 

Gradwohl, Rabbiner Dr. Roland s.A. und Esther Gradwohl-Wajsblat, Jerusalem. Roland Gradwohl, geboren 1931 in Basel. War von 1955 bis 1964 Religionslehrer der Israelitischen Kultusgemeinde in Zürich; schloss seine Studien 1965 mit dem Rabbinerdiplom des Leo-Baeck-Colleges in London ab. Von 1965 bis 1979 war er Rabbiner der Jüdischen Gemeinde in Bern/Schweiz, ab 1973 zugleich Lektor für Neuhebräisch und moderne jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Bern . Im Herbst 1979 wanderte die Familie nach Israel ein, wo er vor allem als Publizist tätig war, u.a. als Chefkorrespondent für das Schweizerische Israelitische Wochenblatt und freier Mitarbeiter an verschiedenen Rundfunkanstalten in der Bundesrepublik und in der Schweiz. Seit 1980 wirkte Ehepaar Gradwohl bei den Toralernwochen mit. Außerhalb der Lernwochen waren Roland und Esther Gradwohl viele Wochen in württembergischen Kirchengemeinden unterwegs. Verschiedene Bücher konnten im Calwer Verlag in Stuttgart veröffentlicht werden, u.a. "Bibelauslegungen aus jüdischen Quellen" (1. Aufl. 1986-1989), "Was ist der Talmud?" (1. Aufl. 1983), "Frag den Rabbi", "Hasse nicht in deinem Herzen" (4. Aufl. 1991), "Frag den Rabbi noch einmal" (1997).   
Rabbiner Dr. Gradwohl s.A. starb nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren im Juni 1998 in Jerusalem. Wir denken an ihn im Jahrzeit-Kalender am 21. Siwan. Seine Frau Esther starb am 27. April 2009 in Jerusalem.  
Im Archiv geblättert: Zeitungsbericht über eine Lernwoche in Ludwigsburg 1994.

Eine Auswahl der Bücher von Roland Gradwohl:

Buch Gradwohl4.jpg (15250 Byte) Buch Gradwohl5.jpg (5721 Byte)  Buch Gradwohl 6.jpg (5878 Byte)
   

Jonai, Efraim und Chawa, Kirjath Mozkin, seit 1992 in Jerusalem. Sie gehören seit 1978 (erste jüdisch-christliche Lernwoche in Denkendorf) zum Kreis der Lehrer in Denkendorf (auf dem Foto werden sie zu einer Toralernwoche 1991 von einem Pfarrer abgeholt): Efraim Jonai ist als Ephraim Rottenberg am 31. Dezember 1921 in Berlin geboren (die Eltern und viele Verwandte sind später in der Shoa ermordet worden). Er besuchte die Grundschule (Talmudschule) und das Oberrealgymnasium in Berlin. Am 28. Oktober 1938 wurde er nach Polen abgeschoben, wo er in einem polnischen Lager interniert war. Er konnte von dort nach Krakau entkommen und ist im März 1939 nach Erez Jisrael eingewandert. Von April 1939 bis Mai 1941 erhielt er eine Ausbildung in einem religiösen Kibbuz, bis er im Mai 1941 einen neuen Kibbuz mitbegründete. Im November 1943 hat er Chava geb. Süssmann geheiratet. Nach der Zeit im Kibbuz studierte Ephraim Jonai insgesamt 12 Jahre an der Hebräischen Universität in Jerusalem, an der Universität in Haifa sowie an einer Talmud-Hochschule in Jerusalem. Nach Abschluss der Studien war Jonai insgesamt 40 Jahre lang Lehrer und Schulleiter in Gymnasien und Talmudschulen, wobei er in dieser Zeit drei Schulen gründete. Bei der israelischen Armee war er Offizier bei der Luftwaffe; viele Jahre hat er Reservedienst geleistet. 
Chava Jonai geb. Süssmann ist am 11. September 1922 in Breslau geboren, wo sie die Grundschule und das Gymnasium besuchte. Auf einer Hachschara-Schule (Vorbreitungs-Farm) wurde sie für die Einwanderung nach Erez Jisrael vorbereitet. Im März 1939 wanderte sie mit der Jugendalijah nach Jerusalem aus, wo sie bis 1941 lebte. Sie war Mitbegründerin der religiösen Kibbuz "Schluchot". 1943 heiratete sie Ephraim Jonai. Sie studierte an einem Lehrerseminar und acht Jahre am Adler-Institut. Beruflich war sie 10 Jahre als Erzieherin tätig, danach 17 Jahre als Lehrerin und Erzieherin in Grundschulen, zuletzt acht Jahre als Schulrätin. Ehrenamtlich war sie in der Landesleitung des religiösen Frauenbundes Emune tätig. Chava Jonai ist am 6. Dezember 2005 in Jerusalem verstorben; Ephraim Jonai starb am 9. April 2007 in Jerusalem.
Im Archiv geblättert:  Zeitungsbericht über eine Lernwoche in Münsingen im Juli 1996.  

Aktueller Nachruf von Dr. Michael Volkmann: Am Karfreitag 2007 starb in Jerusalem unser Lehrer Ephraim Jonai. Seit Beginn der Tora-Lernwochen 1978 waren er und seine 2005 verstorbene Frau Chawa (siehe Ölbaum online Nr. 9 vom Dezember 2005) oft und lange in Denkendorf, um von hier aus in zahlreichen württembergischen Kirchengemeinden Vorträge zu halten und die Bibel auszulegen. So lernte auch ich sie 1986 kennen. Efraim Jonai war 1921 in Berlin geboren und aufgewachsen. Am 28. Oktober 1938 wurde er nach Polen abgeschoben, wo er interniert wurde. Er konnte entkommen und wanderte im März 1939 nach Erez Jisrael ein. Die Eltern und viele Verwandte wurden in der Shoa ermordet. Im November 1943 heiratete er Chava geb. Süssmann. Nach Jahren in religiösen Kibbuzim studierte er zwölf Jahre lang an der Hebräischen Universität in Jerusalem, an der Universität in Haifa sowie an einer Talmud-Hochschule in Jerusalem. Danach war er insgesamt 40 Jahre lang Lehrer und Schulleiter in Gymnasien und Talmudschulen, wobei er in dieser Zeit drei Schulen gründete. 2003 nahm er zum letzten Mal an einer Lernwoche in Denkendorf teil – es war die 25. Jubiläumslernwoche. Chawa konnte ihn schon nicht mehr begleiten, aber seine Tochter Shlomit Gur war mit dabei. Shlomit ist seit 2005 Lehrerin bei den Lernwochen: die zweite Generation. Wir verdanken Ephraim Jonai und seiner verstorbenen Frau Chawa unermesslich viel. Wir bewahren beiden ein ehrendes Andenken. Mögen ihre Seelen eingebunden sein im Bündel des Lebens.  

  
Kahn, Daniel, 
Daniel Kahn (geb. 28. Januar 1943) gehörte zu den Lehrern bei der ersten jüdisch-christlichen-Lernwoche in Denkendorf 1978.  


Kahn, Herbert und Gertrud (Trude; Haifa-Kirjath Chajim) waren die Pioniere der Denkendorfer christlich-jüdischen Arbeit. Herbert Kahn stammt aus dem badischen Dorf Wollenberg im Kraichgau. Nach der Pogromnacht im November 1938 wurden er und sein Vater in das KZ Dachau eingeliefert. Der Beginn des christlich-jüdischen Arbeit an der Fortbildungsstätte Kloster Denkendorf ist eng mit dem Namen von Herbert Kahn verbunden. Der frühere Leiter der Fortbildungsstätte Dr. Hartmut Metzger lernte Herbert Kahn 1960 bei einem Synagogenbesuch in Stuttgart kennen. Damals war Herbert Kahn für zwei Jahre aus Israel nach Stuttgart gekommen, um die jüdischen Kinder der Israelitischen Religionsgemeinschaft in Religion zu unterrichten. Die Kontakte zwischen Kahn und Metzger vertieften sich in den folgenden Jahren. Im Sommer 1977 begannen beide in Israel nach jüdischen Lehrern zu suchen, die bereit war, in Deutschland Christen in der Auslegung der Tora zu unterrichten. Es gelang, im Sommer 1978 in Denkendorf eine erste jüdisch-christliche Bibelwoche über "Tora und Bund" durchzuführen. Das Ehepaar Kahn hat letztmals im Sommer 1990 eine Toralernwoche begleiten können. Herbert Kahn s.A. ist am 13. Oktober 1991 gestorben. Wir denken an ihn im Jahrzeit-Kalender am 5. Cheschwan. Zur Erinnerung an ihn ist im Margarete-Blarer-Haus der Fortbildungsstätte Kloster Denkendorf ein Zimmer benannt. Gleichfalls gibt es zu seiner Erinnerung im Shaare-Zedek-Krankenhaus in Jerusalem ein Untersuchungs- und Beratungszimmer in der Kinderabteilung, das nach ihm benannt ist. Gertrud Kahn lebt in einem Seniorenheim in Haifa.
Im Archiv geblättert: Zeitungsartikel über eine Lernwoche in Altbach 1988.

Kohn, Arthur (Abraham), Schulinspektor i.R. Haifa. Abraham Kohn gehörte zu den Lehrern bei der ersten jüdisch-christlichen Lernwoche in Denkendorf 1978.

Lapide, Dr. Pinchas und Ruth, Frankfurt. Pinchas Lapide s.A. war von 1979 bis in die 1990er Jahre regelmäßiger Referent in Denkendorf zu Studientagen und anderen Veranstaltungen. Von Denkendorf aus hielt er auch Vorträge in umliegenden Gemeinden. Er starb im Oktober 1997.   

Möller, Dr. Awraham und Ruchama, Haifa. Abraham Möller s.A. ist am 13. März 1911 in Hamburg-Altona geboren. Er war in Israel lange Jahre als Schuldirektor tätig. Ruchama (Rose) Möller s.A. ist am 14. August 1908 in Berlin geboren. Sie war als Inspektorin für Kindergärten tätig. Beide stießen zur Denkendorfer Arbeit Anfang der 1980er Jahre. Sie starb 1999. Wir denken an sie im Jahrzeit-Kalender am 6. Adar. Dr. Awraham Möller starb am 14. Dezember 2001. Wir denken an ihn im Jahrzeit-Kalender am 29. Kislew.
  

Sahava_Neuberger.JPG (27406 Byte)Neuberger, Dr. Zahava und Moshe, zunächst in Nahariya, dann Kiryat Motzkin bei Haifa, jetzt in Moreschet in Galiläa; gehören seit 1997 dem Kreis der Lehrer in Denkendorf an. 
Zahava Neuberger geb. Keller ist am 9. Juli 1946 in Israel als Tochter eines aus Deutschland stammenden Rabbiners geboren. Der Großvater leitete die orthodoxe jüdische Schule "Adass Israel" in Berlin. Die Eltern hatten Deutschland 1939 verlassen. Der Vater amtete später in Nahariya als Rabbiner; die Mutter war in der Sozialfürsorge tätig. Zahava Neuberger studierte an der Universität Haifa jüdische Philosophie und erwarb hier die akademischen Grade B.A. und M.A. An der Hebräischen Universität in Jerusalem promovierte sie mit einer Arbeit über jüdische Literatur (Midrasch). 1964 bis 1976 war sie als Grundschullehrerin tätig, 1978 bis 1984 als Lehrerin, Schulleiterin und Inspektorin für jüdische Religion an einer nichtreligiösen Schule. Von 1984 bis 1989 war sie Hochschullehrerin für das Fach Judentum. Von 1989 bis 1995 war sie verantwortlich für Religionslehrer an allen Schulen in Haifa und Umgebung. Sie war zuständig für die Ausarbeitung von Lehrplänen und unterrichtete zudem in zwei Lehrerseminaren. 1995 bis 1996 war sie Erziehungsdirektorin in der Israelitischen Gemeinde in Basel. Seit 1997 ist sie im Israelischen Erziehungsministerium und im Lehrerseminar in Haifa tätig. Zahava Neuberger ist verheiratet mit Mosche Neuberger (geb. 1940) und Mutter von sechs Kindern.  

Neufliess, Werner, Shavej Zion. War viele Jahre Kontakt-Person in Shavej Zion und Begleiter bei Israel-Reisen des "Denkendorfer Kreises". 

Poolman von Beusekom, Dr. Aaron, Amsterdam (1982/83, 1985/86, 1986/87, 1987/88, 1988/89, 1989/90, 1990/91, 1991/92)

Rosenwald, Yechiel, Bene-Beraq, geb. 22. Juni 1953 (1992 bei der Lernwoche dabei), tätig als Import- und Export-Berater.

Rozelaar, Prof. Dr. Marc 1991   

 

Safrai.jpg (7613 Byte)Prof. Dr. Hanna Safrai, Jerusalem ist in Jerusalem Professorin für Judaica und Rabbinica. Sie ist 1946 in Jerusalem als Tochter des jüdischen Religionshistorikers Shmuel Safrai geboren und studierte in Israel, den USA (Harvard) und den Niederlanden jüdische und griechische Geschichte und Talmud sowie antike Religionsgeschichte. Sie promovierte in Amsterdam mit einer Arbeit zum Thema "Woman and Temple. The Status and Role of Woman in the Second Temple of Jerusalem" und gründete 1981 in Jerusalem das "Judith Liebermann Institute for Woman", eine theologische Hochschule für Frauen, die inzwischen gut etabliert ist und zahlreiche Filialen in vielen Ländern hat. Chana Safrai war als Gastprofessorin an verschiedenen Universitäten in Europa tätig (Amsterdam, Utrecht, Frankfurt usw.). Seit 1993 ist sie Mitglied im Lehrhaus "Juden und Christen" des Deutschen Evangelischen Kirchentags.

   

Schamir, Micha und Ruthi. Micha Schamir war bei verschiedenen Aktivitäten des "Denkendorfer Kreises" wichtiger Kontaktmann in Israel. Er arbeitete dort viele Jahre für den KKL (Keren Kajemet LeJisrael, Jüdischer Nationalfond) und organisierte beispielsweise den Aufbau des Gedenkhaines für David Eres. Er ist am 15. November 2000 verstorben. Wir denken an ihn im Jahrzeit-Kalender am 17. Cheschwan. Ruthi Schamir lebt in Tel Aviv.
   

Shashar, Michael s.A. und Estelle, Jerusalem.    
IS214_Vortrag_MSchaschar10.jpg (94022 Byte)Michael Shashar (Schereschewsky) (auf dem Foto links während einem Vortrag im Kibbuz Lavi im August 2001) ist am 5. Februar 1933 in Berlin als Sohn eines jüdischen Arztes geboren. 1935 emigrierte seine Familie nach Erez Jisrael (Palästina). Er lebte zunächst im religiösen Kibbuz Saad am Gazastreifen. Michael Shashar studierte später an der Hebräischen Universität in Jerusalem jüdische Geschichte und Kultur. Nach dem Sechstagekrieg war er Pressesprecher von Verteidigungsminister Moshe Dayan, später israelischer Konsul in New York und Berater des israelischen Staatspräsidenten Prof. Ephraim Katzir (1973 bis 1978). Heute arbeitet Shashar als Journalist und freier Schriftsteller in Jerusalem. 
In der Nacht vom 24. zum 25. Mai 2006 ist Michael Shashar in Jerusalem überraschend an einem Gehirnschlag gestorben.  
Im Archiv geblättert: Zeitungsbericht über eine Lernwoche in Heidenheim im Juli 1994.   

Bekannte Veröffentlichungen von Michael Shashar: 
      ShasharBuch1.jpg (35205 Byte)

Jeshajahu Leibowitz, Gespräche über Gott und die Welt. Mit Michael Shashar. Dvorah Verlag Frankfurt am Main 1990.
Sambatyon: Essays on Jewish Holidays. Tel Aviv 1992.
Ein Jude geht durch Hamburg. Eindrücke des israelischen Schriftstellers Michael Shashar. Hamburg 2000.
Lord Jakobovits in Conversation. 2000.
Germany and I - Germania ve-ani (Iwrit). 2001.
Talks with Rechavam-Gandi-Ze'evy. Yediot, 2001. (Hebräisch) 
Außerdem 12 weitere Bücher in Hebräisch, Englisch, Französisch.

 

Scheuer, Josef und Nicha, Basel. Josef Scheuer (geb. 21. Juni 1920; Nicha geb. 18. März 1919) gehörte zu den Lehrern bei der ersten jüdisch-christlichen Lernwoche in Denkendorf 1978.  

Ullmann, Shimon und Shamira, Haifa, als Rechtsanwalt tätig (1986/87, 1987/88, 1988/89, 1989/90, 1990/91, 1991/92)

Walk, Prof. Dr. Joseph, Jerusalem, gehörte zu den Lehrern bei der ersten jüdisch-christlichen Lernwoche in Denkendorf 1978. Joseph Walk ist am 27. Januar 1914 in Breslau geboren und dort aufgewachsen (Abitur am Breslauer Reformgymnasium 1932). Er studierte 1932/33 am jüdischen Lehrerseminar in Köln. Nach Abschluss der Ausbildung unterrichtete er an der jüdischen Volks- und Höheren Schule in Breslau. Seit 1935 war er Erzieher an der Rabbinischen Lehranstalt in Frankfurt/Main. 1936 ist er nach Erez Jisrael emigriert und war fünf Jahre als Erzieher und Lehrer in Gruppen der religiösen Jugendaliya tätig. Ab 1942 war er Lehrer in Sde Yaacov,  1947/48 Direktor eines Internats für jüdische Flüchtlingskinder in Belgien, von 1948 bis 1951 wieder in Sde Yaavov sowie Lehrer an der Höheren Schule in Afula. 1952 bis 1954 war er Schulinspektor, danach studierte er Pädagogik und jüdische Geschichte in Jerusalem. In dieser Zeit war er zugleich Lehrer am Lehrerseminar in Haifa, dann Direktor des religiösen Lehrerinnenseminars in Tel Aviv, von 1958 bis 1964 in derselben Funktion am Lehrerinnenseminar in Jerusalem. Von 1964 bis 1981 war er Dozent für Pädagogik an der Bar Ilan-Universität in Ramat Gan, seit 1973 zugleich Leiter des an dieser Universität neu gegründeten Instituts für die neuere Diaspora-Geschichte des jüdischen Volkes. Er engagierte sich am Holocaust-Dokumentationszentrum Yad Vashem in Jerusalem. Von 1978 bis 1982 und nochmals nach 1992  leitete er das Leo Baeck Institut in Jerusalem. Joseph Walk war einer der Mitbegründer der religiös-zionistischen Friedensbewegung "Os we Shalom", deren Vorsitzender er für einige Jahre war. Als bewusster Gegenpol zur Siedlungspolitik von "Gusch emunim" erklärte "Os we Schalom" den Erwerb und Besitz des eroberten Landes nicht aus dem Ratschluss G"ttes. Seit 1983 gehörte Walk bis Anfang der 1990er Jahre zum Kreis der Lehrer in Denkendorf. Er trug viel zum Verständnis zwischen Christen und Juden bei. Walk ist Träger der Buber-Rosenzweig-Medaille 1996, die von den Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit für besondere Verdienste vergeben wird. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen gehört: Joseph Walk, "Wider das Vergessen". Aufsätze und Erinnerungen aus sechs Jahrzehnten. Hg. von Paul Sauer. Bleicher Verlag Gerlingen 1996.

 

 

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: info@kloster-denkendorf.de 
Copyright © 2001 Fortbildungsstätte Kloster Denkendorf
Stand: 05. Mai 2009