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Lageplan um 1800 (zur Vergrößerung anklicken)
Lageplan Kloster Denkendorf
(Grundriss des l. Stockes).
Der Plan trägt weder Jahreszahl noch Namen, so
dass das
Entstehungsjahr geschätzt werden muss. Das heutige evangelische Pfarrhaus
existiert bereits, ebenso die Kelter und noch einige wenige Gebäude am
Toreingang.
Rechts vom Pfarrhaus die sogenannte Pfarrscheune oder
Oberamteischeune, die in den 20er Jahren abgebrannt ist, aber wieder errichtet
wurde; das auf der Seite des Klosterhofes sichtbare Fachwerk blieb unbeschädigt
(vermutlich 1377/1420).
Die Mauer ist dort 1,80 m breit mit Schießscharten und Wehrgang.
Er ist der einzige Plan, der das Kloster genau vermessen wiedergibt.
Nach diesem Plan ist das Heimatmuseums-Modell gefertigt worden.
Dieser Plan geht auf den Oberamtmann und Klosterverwalter
Friederich Ferdinand Zeller zurück. Dieser fertigte am 20. 8. 1785 eine
Baubeschreibung des Klosters, in der es heißt, daß die Oberamtei sehr
baufällig sei.
Daraufhin betrieb Zeller den Bau der neuen Oberamtei, heute
evangelisches Pfarrhaus. Der Baubeginn ist auf das Jahr 1793 festzulegen.
Da Zeller als Oberamtmann 1792 von Kloster Denkendorf durch
den Esslinger Rissschneider J. G. Kandier einen solchen Plan anfertigen ließ,
darf man annehmen, dies sei geschehen, um die alten Gebäude, die
auf Abbruch standen, noch in einem Plan der Nachwelt festzuhalten.
Der neue Plan von Zeller ist also auf 1793 bis 1806 zu datieren, da Zeller
1806 in Denkendorf verstarb.