patri51.jpg (40591 Byte) Kreuz des Patriarchen von Jerusalem im Kreuzgang des Klosters

    

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Oelbaum.jpg (10113 Byte)Newsletter "Ölbaum Online"

Der Newsletter "Ölbaum online" ist seit Januar 2005 ein Informations- und Kommunikationsprojekt des Bereiches "Gespräch zwischen Christen und Juden" der Fortbildungsstätte Kloster Denkendorf. In ungefähr monatlichen Abständen informiert ein kurzer E-Mail-Brief mit jeweils bis zu ca. fünf Themen über die christlich-jüdische Arbeit in der Fortbildungsstätte Kloster Denkendorf. Wenn Sie diesen Newsletter per e-Mail erhalten möchten, so schicken Sie bitte eine leere E-Mail mit dem Betreff "Bestellung " an die AG Wege, E-Mail. Über die gleiche Anschrift können Sie den Newsletter auch jederzeit wieder abbestellen. Der Newsletter wird auch auf den Seiten der Fortbildungsstätte Kloster Denkendorf eingestellt.


Übersicht über die bisher erschienenen Newsletter
(bitte jeweils anklicken)

aktuell:   Ölbaum Nr. 43 vom 14. Dezember 2009 (als pdf-Datei)   

Ölbaum Nr. 1 vom 28. Januar 2005
Ölbaum Nr. 2 vom 4. März 2005 
Ölbaum Nr. 3 vom 22. April 2005  
Ölbaum Nr. 4 vom 12. Mai 2005  
Ölbaum Nr. 5 vom 27. Juli 2005  
Ölbaum Nr. 6 vom 8. September 2005  
Ölbaum Nr. 7 vom 21. Oktober 2005  
Ölbaum Nr. 8 vom 18. November 2005   
Ölbaum Nr. 9 vom 20. Dezember 2005  
Ölbaum Nr. 10 vom 10. Februar 2006
Ölbaum Nr. 11 vom 28. April 2006   
Ölbaum Nr. 12 vom 2. Juni 2006
Ölbaum Nr. 13 vom 12. Juni 2006  
Ölbaum Nr. 14 vom 19. Juli 2006  
Ölbaum Nr. 15 vom 16. August 2006 
Ölbaum Nr. 16 vom 6. Oktober 2006
Ölbaum Nr. 17/18 vom 22. Dezember 2006  
Ölbaum Nr. 19 vom 31. Januar 2007  
Ölbaum Nr. 20 vom 30. März 2007  
Ölbaum Nr. 21 vom 18. Mai 2007  
Ölbaum Nr. 22 vom 28. Juli 2007  
Ölbaum Nr. 23 vom 28. September 2007   
Ölbaum Nr. 24 vom 25. Oktober 2007 
Ölbaum Nr. 25 vom 29. November 2007  
Ölbaum Nr. 26/27 vom 20. Dezember 2007  
Ölbaum Nr. 28 vom 17. Januar 2008  
Ölbaum Nr. 29 vom 25. Januar 2008  
Ölbaum Nr. 30 vom 25. Februar 2008   
Ölbaum Nr. 30 vom 25. Februar 2008    (auch als pdf-Datei
Ölbaum Nr. 31 vom 8. Mai 2008 (als pdf-Datei) 
Ölbaum Nr. 32 vom 18. Juli 2008 (als pdf-Datei) 
Ölbaum Nr. 33 vom 8. September 2008 (als pdf-Datei)   
Ölbaum Nr. 34 vom 21. Oktober 2008 (als pdf-Datei)   
Ölbaum Nr. 35 vom 18. Dezember 2008 (als pdf-Datei)  
Ölbaum Nr. 36 vom 9. Januar 2009 (als pdf-Datei)    
Ölbaum Nr. 37 vom 29. Januar 2009 (als pdf-Datei) 
Ölbaum Nr. 38 vom 23. Februar 2009 (als pdf-Datei)  
Ölbaum Nr. 39 vom 14. Mai 2009 (als pdf-Datei)   
Ölbaum Nr. 40 vom 13. Juli 2009 (als pdf-Datei)  
Ölbaum Nr. 41 vom 24. September 2009 (als pdf-Datei)  
Ölbaum Nr. 42 vom 9. Oktober 2009 (als pdf-Datei)  
  

Gesamtübersicht über die Inhalte von Ölbaum Nr. 1 bis Nr. 43  (als pdf-Datei)

  

Ölbaum online Nr. 1 – 28. Januar 2005

1. Editorial
2. Denkendorf aktuell: Was war? Was kommt?
3. Impressionen von Tagungen in Bad Boll, Stuttgart-Hohenheim und Rothenburg o. T.
4. Württemberger Erklärung "Einen gerechten Frieden im Nahen Osten fördern"
5. Christlich-jüdischer Dialog


1. Editorial

Liebe Freunde des Gesprächs zwischen Christen und Juden,

mit dem "Ölbaum online Nr. 1" starte ich heute ein neues Informations- und Kommunikationsprojekt des Fachbereichs V "Gespräch zwischen Christen und Juden" der Fortbildungsstätte Kloster Denkendorf. In voraussichtlich monatlichen Abständen möchte ich in einem kurzen E-Mail-Brief mit jeweils bis zu ca. fünf Themen über meine Arbeit informieren und Kontakt zu allen an dieser Arbeit Interessierten halten. Wenn Sie diese Sendung per e-Mail erhalten möchten, so schicken Sie bitte eine leere E-Mail mit dem Betreff "Bestellung " an E-Mail. Über die gleiche Anschrift können den Newsletter auch jederzeit wieder abbestellen.

2. Denkendorf aktuell: Was war? Was kommt?

Spannend war es im November, Schimon Bar-Chamas Auslegung von Texten der Tora zu folgen. "Was hat es zu bedeuten, wenn es im biblischen Text zwei Mal nacheinander heißt: 'und er sprach:', ohne dass der Sprecher wechselt?" Manchmal lassen Übersetzer das zweite "und er sprach" einfach unter den Tisch fallen. Schimon Bar-Chama erklärt uns an fast einem Dutzend Textbeispielen: Dies bedeutet (nach Abarbanel) eine Pause und diese Pause ist für das Verständnis der jeweiligen Textstelle wichtig. Wir haben es selbst ausprobiert – und ein besseres Gespür für die im Text verborgenen Spannungen bekommen. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie wir Dank der jüdischen Bibelauslegung lernen auch auf Dinge zu achten, die uns unscheinbar vorkommen.
Nächste Woche kommt Prof. Dr. Chana Safrai zu einem Kurs über den Mischna-Traktat "Sprüche der Väter" und in der Fastnachtsferienwoche findet ein Ulpan Ivrit mit Dr. Zahava Neuberger statt. Über Ostern fährt eine 24köpfige Denkendorfer Reisegruppe nach Israel und Jordanien. Das vollständige Programm finden Sie auf unserer Homepage (anklicken).


3. Impressionen von Tagungen in Bad Boll, Stuttgart-Hohenheim und Rothenburg o. T.

Die Nahosttagung Mitte Dezember in der Evangelischen Akademie Bad Boll wurde wieder in Zusammenarbeit der Akademie mit Pax Christi veranstaltet und von zahlreichen Palästinafreunden besucht. Ich war zum zweiten Mal dabei und fand vor allem die Referenten dieses Mal angenehm sachlich. Beeindruckend waren die Vertreter palästinensischer Friedensbewegungen, die mitten in der Intifada versuchen Friedenserziehung zu leisten und ihren Kindern und Jugendlichen eine Alternative zum Dschihad und zur islamistischen Selbstmordideologie anzubieten. "Zwischen den Jahren" veranstalteten die GCJZ Stuttgart, das Katholische Bibelwerk und die Katholische Akademie Hohenheim eine Tagung über die Trennungsgeschichte von Juden und Christen. Prof. Klaus Wengst machte eindringlich klar, dass der Begriff "Christentum" erst in nachbiblischer Zeit geprägt wurde und das Wort "Christen" zunächst eine römische Fremdbezeichnung war für eine messianische Bewegung, die zur Zeit des Neuen Testaments noch nicht vom Judentum getrennt war. Das bedeutet: das Neue
Testament ist nicht nur (fast ausschließlich) von Juden verfasst und handelt in erster Linie von Juden, sondern es ist, wie Leo Baeck schon 1938 sagte, eine jüdische Glaubensurkunde, die innerjüdische Auseinandersetzungen dokumentiert und sowohl ihrem Inhalt als auch ihrer Struktur nach jüdisch
ist. Folglich vertieft die Kenntnis des Judentums das Verständnis des Neuen Testaments.
Anfang des neuen Jahres fand in Rothenburg die Jahrestagung von "Studium in Israel" statt. Thema war unser Verhältnis zum Islam. Es wurde deutlich, auf welch unterschiedlichen Ebenen das christlich-jüdische und das islamisch-jüdische Gespräch angesiedelt sind – nicht nur theologisch,
sondern auch in der Praxis. Die Mitglieder von "Studium in Israel" plädierten für eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Islam, stimmten jedoch dagegen, diese in ihrem Studienprogramm mit höherer Verbindlichkeit einzufordern.

4. Württemberger Erklärung "Einen gerechten Frieden im Nahen Osten fördern"

Seit Arafats Tod ist Bewegung in den Nahostkonflikt gekommen. Zu viel Optimismus erscheint angesichts extrem gegensätzlicher Entwicklungen nicht angebracht: während die EU eine enge Verbindung zu Israelis und Palästinensern anstrebt, gibt das iranische Atomraketenprogramm Grund zu
großer Besorgnis.
Ein Kreis von Mitgliedern der Arbeitsgruppe Wege zum Verständnis des Judentums, des Evangelischen Missionswerkes für Südwestdeutschland, der Evangelischen Frauenarbeit und des Evangelischen Oberkirchenrats haben einen fünf Punkte umfassenden Text "Einen gerechten Frieden im Nahen Osten fördern" entworfen, den sich der Oberkirchenrat zu eigen gemacht hat. Der Wortlaut
der Erklärung ist auf unserer Homepage zu finden unter: Erklärung von Alexandria (anklicken). 


5. Christlich-jüdischer Dialog

Die Rheinische Kirche begeht in diesem Jahr das 25jährige Jubiläum ihrer Bahn brechenden Synodalerklärung zu Kirche und Israel. Auch jetzt sind aus dem Rheinland neue Impulse zu erwarten. Hier Auszüge einer Presseerklärung: "Mit Rückblick auf die Revision der eigenen Tradition und das inzwischen veränderte Bewusstsein für die besondere Beziehung der Kirche zu Israel sieht sich die rheinische Kirche 25 Jahre nach dem Synodalbeschluss zu weiteren Schritten auf dem begonnenen Weg der Erneuerung verpflichtet. Was das heißt, muss die Synode beschließen. In der noch zu beratenden Beschlussvorlage werden die Herausforderungen benannt: das Echo auf der jüdischen Seite bzw. von anderen Kirchen, aber auch die Verschärfung und weltpolitisch gesteigerte Brisanz, die der Nahostkonflikt inzwischen erfahren hat, sowie die Perspektiverweiterung von muslimischer Seite und 'die beschämende Brisanz', die Antisemitismus und Rassismus in den letzten
Jahren bekommen hat. Zur Aktualisierung des Beschlusses von 1980 fordert die Beschlussvorlage, das 'Zeichen der Treue Gottes' zu seinem Volk nicht nur im Blick auf die Errichtung des Staates Israel, sondern auch auf den dauerhaften Bestand dieses Staates zu interpretieren. 'Anders als noch 1980
müssen wir heute das Zeichen der Treue Gottes nicht nur nach innen in unseren Kirchen und im Dialog mit jüdischen Gemeinden vertreten, erläutern und begründen, sondern auch nach außen gegenüber anderen Religionsgemeinschaften, besonders dem Islam, und gegenüber politischen Kräften, die im Nahost-Konflikt ihre unterschiedlichen Interessen haben', so die Vorlage. (S. 13) Sie fordert außerdem, dass bei gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexten Abschnitte des Alten und des Neuen Testaments gleichermaßen berücksichtigt sind und die Lied- und Musikauswahl überdacht
wird: 'Die Gemeinden brauchen neue Lieder, die der Erneuerung des Verhältnisses von Kirche und Israel Rechnung tragen', heißt es." Wie wahr!

Mit freundlichen Grüßen aus Denkendorf
Michael Volkmann

Pfarrer Dr. Michael Volkmann
Landeskirchlicher Beauftragter für das Gespräch zwischen Christen und Juden
Fortbildungsstätte Kloster Denkendorf
Klosterhof 5   73770 Denkendorf
Tel.: 0711/9344545-62 (Anrufbeantworter geschaltet)   Fax: 0711/934454522  E-mail


 

 

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Stand: 14. Dezember 2009